Studie von Red Hat Cloud-Strategie: KI ist gleichzeitig Treiber und Qualifikationslücke

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Eine aktuelle Studie von Red Hat hat sich mit den aktuellen Cloud-Strategien in großen Unternehmen befasst. Sie zeigt unter anderem, dass künstliche Intelligenz (KI) eine treibende Kraft und gleichzeitig auch die größte Qualifikationslücke für deutsche Manager darstellt.

Strategische Prioritäten der IT-Manager für die Cloud in den nächsten 18 Monaten.(Bild:  Red Hat)
Strategische Prioritäten der IT-Manager für die Cloud in den nächsten 18 Monaten.
(Bild: Red Hat)

Im Auftrag von Red Hat hat Censuswide eine Umfrage unter 609 IT-Managern aus Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern durchgeführt. Sie fand in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten mit jeweils mindestens 100 Teilnehmern statt. Die Studie zeigt, was die Cloud-Strategien von großen Unternehmen in den kommenden 18 Monaten antreibt und welche Chancen und Hindernisse zu erwarten sind.

Für die befragten deutschen IT-Manager gehören demnach Sicherheit und Compliance (88 %), Kostenoptimierung (88 %), die Weiterentwicklung der Cloud-Strategie (87 %), die Umstellung auf Hybrid- und Multicloud für weniger Anbieterabhängigkeit (85 %), die Vorbereitung auf den KI-Einsatz (82 %) sowie Cloud-native Anwendungsentwicklung und DevOps (82 %) zu den Top-Prioritäten. Quelloffene KI-Lösungen einschließlich prädiktiver und generativer Systeme werden als vorteilhaft betrachtet. Hierbei wurden vor allem die Möglichkeiten zur Mitgestaltung und Anpassung (40 %) sowie die Beschleunigung von Innovationen (37 %) als größte Pluspunkte genannt.

Hohe Investitionsbereitschaft, viele Skill Gaps

Für knapp neun von zehn (87 %) IT-Manger sind Investitionen in Cloud-Technologien eine Priorität für 2025. Ein Drittel legt einen starken Fokus auf Innovationen und neue Technologien, während 43 Prozent ein ausgewogenes Wachstum zwischen neuen Technologien und Erweiterungen bestehender Systeme erwarten. Allerdings sehen 88 Prozent der Befragten die größte bestehende Qualifikationslücke im Bereich KI, einschließlich Datenwissenschaften, LLMs (Large Language Models) und generativer KI. Strategisches Denken und die Fähigkeit zur Lösung von Problemen auf Geschäftsebene (85 %) sowie Cybersicherheit (79 %) gelten ebenfalls als weitverbreitete Skill Gaps.

Nach den Prioritäten für die Cloud-Strategie in den kommenden 18 Monaten gefragt, wurden vor allem die Zentralisierung des Cloud-Managements (80 %), rechtliche Anforderungen an Sicherheit, Compliance und Souveränität (78 %), Vorbereitung auf die KI-Einführung (77 %) sowie die Weiterentwicklung der Cloud-Strategie im Einklang mit den Geschäftszielen (76 %) genannt. Fast alle Teilnehmer (96 %) bezeichneten isolierte Teams als eine Herausforderung bei der Einführung von Cloud-Technologien. Sie führen unter anderem zu inkonsistenter Sicherheit und Compliance (54 %), erhöhten Kosten (47 %) sowie eingeschränkter Kontrolle und Transparenz über die Cloud-Ressourcen (42 %).

„Die Cloud-Technologie bringt nach wie vor erhebliche Vorteile in Bezug auf Skalierbarkeit, Kosteneffizienz und kürzere Markteinführungszeiten mit sich. Allerdings kann der Einsatz aber auch zu einer höheren Komplexität führen, da viele Unternehmen sich durch interne Silos ausgebremst sehen, wie die aktuelle Studie belegt“, erklärt Hans Roth, Senior Vice President und General Manager EMEA von Red Hat. Laut der Studie würden sowohl IT-Verantwortliche als auch CTOs Wert auf die Transparenz von KI-Modellen legen. „Wir glauben, dass ein Open-Source-Ansatz die Transparenz, Modifizierbarkeit und Nachvollziehbarkeit bieten kann, die für eine vertrauenswürdige generative KI im Enterprise-Umfeld erforderlich sind“, so Roth.

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