Studie von Fujitsu und NetApp Kleine Rechenzentren halten sich. Noch.

Von Dr. Dietmar Müller 2 min Lesedauer

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Die Cloud wird in riesigen Datacenters gehostet, viele Fachkräfte werden bald auf eigene Server-Räume verzichten. Doch noch nutzt die Hälfte ein eigenes Rechenzentrum, ergab eine neue Untersuchung. Oft fehlt nämlich die richtige Strategie für die Migration in die Cloud.

Auch wenn das Ende des klassischen Rechenzentrums eingeläutet scheint – noch immer nutzt die Hälfte der Fachkräfte primär eine eigenbetriebene Einrichtung. (Bild:  frei lizenziert © cookieone / Pixabay)
Auch wenn das Ende des klassischen Rechenzentrums eingeläutet scheint – noch immer nutzt die Hälfte der Fachkräfte primär eine eigenbetriebene Einrichtung.
(Bild: frei lizenziert © cookieone / Pixabay)

Auch wenn das Ende des klassischen Rechenzentrums eingeläutet scheint – noch immer nutzt die Hälfte der Fachkräfte (42,2 %) primär eine eigenbetriebene Einrichtung. Im direkten Vergleich setzen 15,5 Prozent vorrangig Cloud-Dienste ein, 14 Prozent verlassen sich auf Server-Housing beziehungsweise -Homing. Neun Prozent erklärten, auf andere Arten des Speicherns zurückzugreifen.

Das ist das zentrale Ergebnis einer Befragung von 1.500 Experten für IT und Softwareentwicklung in deutschen Unternehmen zur Nutzung von Rechenzentrumsarchitekturen, insbesondere Cloud-Diensten und Infrastructure as a Service (IaaS). Durchgeführt wurde die Studie vom Marktforschungsunternehmen Civey im Januar 2023, Auftraggeber waren Fujitsu und NetApp.

Nach deren Angaben wird die Nutzung von reinen Cloud-Diensten, insbesondere IaaS, in den nächsten drei Jahren zwar steigen, der Trend gehe jedoch hin zu hybriden Ansätzen. Bei 30 Prozent der Befragten hätten Cloud-Dienste bereits bis zu 40 Prozent der genutzten Rechenzentrumsleistung des Unternehmens ausgemacht. Nur rund elf Prozent der Fachkräfte hätten in der von ihrem Arbeitgeber genutzten Rechenzentrumsleistung keine IaaS- oder Cloud-Dienste integriert.

Steigende Komplexität in deutschen Rechenzentren

„Anwender kämpfen mit den Herausforderungen steigender Datenmengen, höherer Systemabhängigkeiten, stetig wachsender Kosten und steigender Compliance-Anforderungen“, so Heiko Kaden, Senior Business Development Manager, Market Development and Engagement CE, Central Europe Fujitsu. „Um eine hybride Cloud-Strategie zu entwickeln, ist es wichtig, zunächst eine Datenstrategie zu definieren. Dazu gehört das Verständnis darüber, welche Daten vorhanden sind, welche benötigt werden, wo sie gebraucht werden, in welcher Form und wie gut sie geschützt sind.“

Eine solche Strategie scheint jedoch in nicht allen Unternehmen vorhanden zu sein: Laut Umfrage können 30 Prozent der befragten IT-Fachkräfte keine Angabe dazu machen, wie viel Cloud-Dienste sie im Einsatz haben. 33 Prozent wollen nichts zum Anteil der Nutzung von Cloud-Diensten und deren prognostizierte Entwicklung in den kommenden Jahren sagen – ein Zeichen dafür, dass die Entwicklungsgeschwindigkeit und Komplexität der heutigen IT kaum mehr valide Vorhersagen zulassen.

Dabei wäre eine Datenstrategie dringend nötig, um Kosten für Rechenzentrums-Platz, Kühlleistung und Strom zu reduzieren. Kaden rät daher zum Consulting: „Die Herausforderungen haben zwar auch eine technische Komponente, aber sie sind vielschichtiger geworden. Workloads in die Cloud zu bringen kann zudem sehr zeit- und kostenintensiv sein, also muss man den Status Quo realistisch ermitteln. Erst dann kann entschieden werden, welcher Weg der Beste ist. Eine seriöse unabhängige Beratung ist entscheidend, um die steigende Komplexität in Rechenzentren zu bewältigen und die Sicherheit des Systems zu gewährleisten.“

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