Bund und Länder haben sich auf den Aufbau einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur geeinigt. Die so entstehende Wissenschafts-Cloud soll die Datenbestände für die verschiedensten Fachrichtungen erschließen.
Eine deutsche Wissenschafts-Cloud soll die Datenbestände für die verschiedensten Fachrichtungen erschließen.
(Bild: gemeinfrei, josephredfield / Pixabay)
Wissenschaftler in aller Welt erzeugen riesige digitalisierte Bestände, die jedoch auf einer Vielzahl von Plattformen verstreut sind. Damit sie breit nutzbar werden und über die Grenzen einzelner Datenbanken, Fachdisziplinen und Länder hinweg analysiert und verknüpft werden können, müssen sie fachlich gebündelt und aufbereitet werden. Bund und Länder haben sich daher bereits im vergangenen Jahr darauf verständigt, eine Reihe von Großprojekten zum Aufbau einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) zu fördern, im Mai lief das Förderprogramm an. Eine so entstehende Wissenschafts-Cloud soll die Datenbestände öffentlich finanzierter Forschung für die verschiedensten Fachrichtungen systematisch erschließen.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) organisiert die Auswahl der Konsortien und den Begutachtungsprozess. Gerade ist die Förderentscheidung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) über Anträge der zweiten Runde gefallen.
Die Ludwig-Maximilians-Universität München hat nun ihrerseits vier Großprojekte vorgestellt, an denen sie beteiligt ist und die ein wesentlicher Bestandteil dieser Cloud sein sollen. Wir stellen sie vor, um einen Eindruck der kommenden Wissenschafts-Cloud zu vermitteln:
BERD@NFDI Ein Konsortium will in den kommenden fünf Jahren eine nationale Plattform zur Analyse von Big Data in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften aufbauen. Es soll ein cloud-basiertes System entstehen, über das Daten und Algorithmen gesammelt, und verfügbar gemacht werden können. Dabei wollen die Forscher einen deutlichen Fokus auf das Management unstrukturierter Daten setzen. Um solche Daten aufzubereiten, setzen die Wissenschaftler auf Algorithmen der künstlichen Intelligenz. Die Führung des Konsortiums liegt bei der Universität Mannheim.
DAPHNE4NFDI In dem Großprojekt geht es um den digitalen Umbruch im Bereich der Photonen- und Neutronenforschung - für eine große Anzahl von Disziplinen
von Biologie und Pharmazie, Ingenieurswissenschaften, Physik und Chemie bis hin zu Geologie und Archäologie. In dem Konsortium haben sich Universitäten, Forschungsinstitute und Großforschungszentren zusammengeschlossen. Die Komitees für Synchrotron- beziehungsweise Neutronenforschung führen das Konsortium. Sprecherin der LMU ist Paola Coan, Professorin für Medizinische Physik.
MaRDI MaRDI will zusammen mit der mathematischen Community Methoden und Werkzeuge entwickeln, um eine Infrastruktur für Forschungsdaten der Mathematik, die von Datenbanken für spezielle Funktionen und mathematische Objekte bis zu Aspekten des Wissenschaftlichen Rechnens wie Modellen und Algorithmen reichen, zu schaffen. Das Konsortium wird koordiniert vom Berliner Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik (WIAS).
PUNCH4NFDI Das Konsortium hat sich zum Ziel gesetzt, Forschungsdaten aus der Teilchen-, Astroteilchen-, Hadron-, Kernphysik und der Astronomie transparent und dauerhaft verfügbar zu machen. Schwerpunkte der Arbeit sind neuartige Methoden für die Verwaltung von großen Datenmengen und ihre Nachnutzbarkeit in der Wissenschaft. PUNCH4NFDI steht unter der Führung des Deutschen Elektronen-Synchrotrons (DESY). Neben DESY und der LMU zählen 22 weitere Universitäten und außeruniversitäre Forschungsinstitute zu den Co-Antragstellern.
Bund und Länder haben seit dem Beginn des Programms zur Förderung von Forschungsbauten an Hochschulen im Jahr 2007 etwa 5,9 Milliarden Euro für mittlerweile 186 Vorhaben bereitgestellt. Im kommenden Jahr beläuft sich die Fördersumme sowohl für die laufenden als auch für die neu in die Förderung aufgenommenen Vorhaben voraussichtlich auf rund 359 Millionen Euro.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.