Lizenz-Management und Windows 7 Migration: (k)ein heißes Eisen! Beim Umstieg auf Windows 7 den Software-Bestand optimieren

Autor / Redakteur: Volker Schweier / Sarah Gandorfer

Das Interesse der Unternehmen an Windows 7 ist groß und die Migration mit dem absehbaren Ende des Windows-XP-Supportes unausweichlich. Mit Blick auf die Lizenzen und der Lizenzvertragsgestaltung ist vor dem Umstieg aber einiges zu beachten. So kann man Beschaffungsausgaben reduzieren, künftig Kosten sparen und volle Rechtssicherheit gewinnen.

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Es gibt verschiedene Umstiegsmodelle auf Windows 7 im Microsoft-eigenen Lizenzschema, aber abgesehen von der Komplexität und Variantenvielfalt beginnt das Thema Lizenz-Management bereits davor. Die aktuelle Fragen lautet zunächst: Wie viele PCs nutzen bisher welche Software, wie viele PCs werden künftig im Einsatz sein, welche Software benötigen und wie wird diese zur Verfügung gestellt werden?

Schritt 1: Durchdachte Rollout-Vorbereitung

Bevor der Umstieg auf das neue Microsoft-Betriebssystem in Angriff genommen wird – hochgerechnete Erfahrungswerte sprechen von einer Planungslaufzeit von rund zehn bis zwölf Monaten – muss natürlich zunächst geprüft werden, welche Hardware die passende Ausstattung für Windows 7 hat, ob und welche Software dort wiederum kompatibel läuft und welche Release-Stände zu berücksichtigen sind. Dementsprechend ist dann die Anschaffung zu planen, sind die Wartungsverträge auszulegen, Upgrade-Vereinbarungen zu schließen, zu überdenken, welche Software wie angeboten werden soll, zum Beispiel gehostet oder als Desktop-Variante.

Zunächst aber sollte man wissen, welche Software bisher im Unternehmen im Einsatz ist und wie diese genutzt wird. Diese Ist-Bestandsaufnahme führt oft zu großen Überraschungen, ermöglicht aber erst eine präzise Soll-Konzeption und damit eine planbare Angabe der Beschaffungskosten.

Schritt 2: Wirklich alle Systeme inventarisieren

Eine Software-Analyse erscheint auf den ersten Blick einfach, hat ihre Tücken aber im Detail. So sollten natürlich alle Systeme und alle Rechner einbezogen werden, sprich: regelmäßig auf sämtliche Programme hin gescannt werden, damit auch Rechner, die offline oder im mobilen Einsatz sind oder auf anderen Plattformen/Betriebssystemen laufen (z.B. Open Source, Freeware, die im Firmenumfeld nicht frei ist!), Berücksichtigung finden. Aber Achtung, der regelmäßige Scan der Mitarbeiter-Rechner sollte mit dem Betriebsrat abgestimmt sein.

Diese verschiedenen Inventarisierungsläufe werden dann an die Lizenz-Management-Lösung im Unternehmen geschickt, die sie bestenfalls – leistungsfähige Lizenz-Management-Lösungen bieten dies bereits standardmäßig an – mit den im System hinterlegten Lizenzdokumenten abgleicht und in so genannte Lizenzbilanzen aussagekräftige Berichte zum Bestand generiert. Diese Zählung der installierten Programme macht aber noch keine Aussage zu ihrer wirklichen Nutzung.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie Sie bei der Nutzungsanalyse von bestehender Software vorgehen sollten.

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