Automatisierte Dokumentation erzeugt Transparenz Aus alten IT-Systemen werden (fast) neue

Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Das neugegründete Unternehmen Sysparency überführt veraltete IT, deren ursprüngliche Programmierung niemand mehr nachvollziehen kann, in neue IT-Systeme.

Der Softwareanalyse-Algorithmus Sysparency lässt Kunden die Funktionsweise ihrer Softwaresysteme nachvollziehen, ihre Software generell robuster und gesetzeskonform gestalten und die Weiterentwicklungskosten signifikant reduzieren.
Der Softwareanalyse-Algorithmus Sysparency lässt Kunden die Funktionsweise ihrer Softwaresysteme nachvollziehen, ihre Software generell robuster und gesetzeskonform gestalten und die Weiterentwicklungskosten signifikant reduzieren.
(Bild: gemeinfrei© Markus Spiske / Pixabay )

Die Sysparency GmbH ist ein Zusammenschluss der Software Competence Center Hagenberg GmbH und der ReqPOOL Gruppe. Mit Sitz im österreichischen Linz konzentriert sich die neue Softwareentwicklungsfirma auf die Methode des „Reverse Engineering“. Diese hilft dabei, komplexe, veraltete IT-Systeme, deren ursprüngliche Programmierung niemand mehr nachvollziehen kann, in neue IT-Systeme zu überführen. Somit erklärt sich auch der Name der Firma, der sich aus den Worten „System“ und „Transparency“ zusammensetzt.

Damit löst sich ein für viele Unternehmen schwieriges Problem mittels automatisierter Dokumentation komplexer Softwaresysteme. Mithilfe des selbstentwickelten Softwareanalyse-Algorithmus Sysparency sollen Kunden die Funktionsweise ihrer Softwaresysteme nachvollziehen, ihre Software generell robuster und gesetzeskonform gestalten und die Weiterentwicklungskosten signifikant reduzieren können. Das ist immer dann notwendig, wenn alte IT-Systeme abgelöst, die Dokumentation der Altsysteme aber fehlt.

Durchblick bei veralteten IT-Systemen

„Fehlt diese Dokumentation, ist wertvolles Wissen verloren“, erklärt ReqPOOL Geschäftsführer Florian Schnitzhofer, „erst recht, wenn die Mitarbeiter, die das Programm entwickelt oder betreut haben, nicht mehr im Unternehmen sind, oder Entwickler für ältere Programmiersprachen fehlen.“ Oft ist der Quellcode eines Programms dann die einzige Basis zur Wiederherstellung, wenn die Dokumentation fehlt.

Das Software Competence Center Hagenberg (SCCH) hat für die Wartung und Weiterentwicklung langlebiger Softwaresysteme in der industriellen Automatisierung sowie in sicherheitskritischen Produkten, ein spezielles Software-Analyseverfahren entwickelt, um mittels Reverse Engineering dieses Wissen in einer für Menschen lesbaren Form und in maschinell verarbeitbaren Spezifikationen auszulesen.

Automatisierte Dokumentation

Im Ergebnis wird vollständig beschrieben, was die Software macht, und werden Berechnungen, Formeln, Datenflüsse, Zustandsdiagramme oder Entscheidungstabellen ausgegeben – etwa auf Basis welcher Formeln etwas berechnet wird, anhand welcher Kriterien geprüft wird, ob die Regeln eingehalten werden oder welche Testfälle es braucht. So kann nachträglich eine interaktive Dokumentation und Verhaltensanalyse der Software oder auch neuer Programmcode in einer anderen Sprache erstellt werden. Das Tool verstehe auch ältere Programmiersprachen wie Cobol, Natural oder PL/I und werde laufend erweitert, verspricht Schnitzhofer.

Sysparency ermöglicht es Unternehmen weltweit, Algorithmen nachvollziehbar und transparent zu machen, was für die Weiterentwicklung der künstlichen Intelligenz und der zunehmend digitalen Welt unabdingbar sei. Denn gerade die mächtigen KI-Anwendungssysteme müssten für den Menschen nachvollziehbar gestaltet sein.

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