Suchen

Cloud-Spezialist soll das Ruder herumreißen Arvind Krishna wird neuer IBM-Boss

Autor: Elke Witmer-Goßner

Gerade erst hatte IBM-Chefin Ginni Rometty die Zahlen des Konzerns für das vierte Quartal verkündet. Jetzt gab IBM bekannt: Rometty wird durch den Cloud-Spezialisten Arvind Krishna ersetzt.

Firma zum Thema

IBM verspricht sich vom designierten CEO Arvind Krishna vor allem für das Cloud-Geschäft neue Impulse.
IBM verspricht sich vom designierten CEO Arvind Krishna vor allem für das Cloud-Geschäft neue Impulse.
(Bild: gemeinfrei © Gerd Altmann - Pixabay / Pixabay )

Mit Wirkung zum 6. April 2020 hat der Verwaltungsrat den bisherigen Senior Vice President für Cloud und kognitive Software, Arvind Krishna, zum Chief Executive Officer des Unternehmens und zum Mitglied des Verwaltungsrats gewählt. Virginia Rometty wird weiter als Executive Chairman of the Board dienen, allerdings nur bis Ende des Jahres, wenn die 62-Jährige nach fast vierzig Jahren Unternehmenszugehörigkeit dem Konzern endgültig den Rücken kehren und in den Ruhestand gehen wird.

Rometty ist denn auch voll des Lobs für ihren Nachfolger: Krishna sei der richtige CEO für die nächste Ära bei IBM, erklärte sie. „Er ist ein brillanter Technologe, der eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung unserer Schlüsseltechnologien wie künstliche Intelligenz, Cloud, Quantencomputer und Blockchain gespielt hat.“ Gleichzeitig sei er auch ein hervorragender operativer Leiter, der heute gewinnen und gleichzeitig das Geschäft von morgen aufbauen könne.

Krishna hat das Cloud- und kognitive Software-Geschäft von IBM ausgebaut und war zudem der Hauptarchitekt bei der Übernahme von Red Hat, der größten Akquisition in der Konzerngeschichte. Doch auch die Leistungen Virginia Romettys können sich sehen lassen. 2012 übernahm sie als Vorsitzende, Präsident und Chief Executive Officer die Leitung von IBM. Sie investierte in hochwertige Segmente des IT-Marktes, um das Portfolio des Unternehmens zu optimieren.

Unter Romettys Führung erwarb IBM 65 Unternehmen, um insbesondere die Technologien Hybrid-Cloud, Sicherheit, Industrie und Daten sowie Künstliche Intelligenz auf- und auszubauen. Laut IBM erfand sie die Hälfte des IBM-Portfolios neu. Alleine das Hybrid-Cloud-Geschäft sei heute 21 Milliarden US-Dollar schwer. Gleichzeitig veräußerte sie fast 9 Milliarden US-Dollar an Jahresumsatz, um das Portfolio auf die hochwertigen, integrierten Angebote von IBM zu konzentrieren und IBM in den Bereichen KI, Quantencomputing und Blockchain auf eine Führungsposition zu bringen.

Krishna, 57, kam 1990 zu IBM und leitete zuletzt als IBM Senior Vice President for Cloud and Cognitive Software den IBM-Geschäftsbereich für die Cloud- und Datenplattform. Zu seinen derzeitigen Aufgaben gehören auch die Bereiche IBM Cloud, IBM Security and Cognitive Applications sowie IBM Research. Zuvor war er General Manager der Entwicklungs- und Fertigungsorganisation der Systems and Technology Group von IBM.

Neben Arvind Krishna kann sich auch James Whitehurst, IBM Senior Vice President und CEO von Red Hat, über eine Beförderung freuen. Ebenfalls mit Wirkung zum 6. April dieses Jahres wurde er zum IBM-Präsidenten gewählt. Der 52-jährige Whitehurst, der 2019 mit Red Hat übernommen wurde, ist ein Verfechter offener Software als Katalysator für geschäftliche Innovationen. Während seiner Zeit bei Red Hat konnte er den Umsatz um mehr als das Achtfache steigern. Der Wert des Unternehmens verbesserte sich sogar um das Zehnfache.

Auch seine Wahl beurteilt Rometty positiv: Whitehurst sei eine erfahrene Führungspersönlichkeit, die Red Hat als weltweit führenden Anbieter von Open-Source-Softwarelösungen und -Dienstleistungen positioniert und die Reichweite und den Nutzen dieser Technologie als Teil von IBM schnell auf ein noch breiteres Publikum ausgeweitet habe. „Mit Arvind und Jim hat der Vorstand ein bewährtes technisches und geschäftlich versiertes Führungsteam gewählt.“

(ID:46343701)

Über den Autor

 Elke Witmer-Goßner

Elke Witmer-Goßner

Redakteurin, CloudComputing-Insider.de