Amazons API-first-Ansatz prägt noch heute „Bezos API Mandate“: Startschuss für die plattformgesteuerte Welt

Quelle: Kubermatic 3 min Lesedauer

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Das „Bezos API Mandate“ ist zum Fundament der technologischen Entwicklung von Amazon und vielen anderen Unternehmen geworden, indem es den Wechsel zum Cloud Computing beschleunigte und die Paradigmen der Softwareentwicklung neu definierte.

Die Richtlinie von Jeff Bezos verpflichtete alle Amazon-Teams dazu, ihre Daten und Funktionen ausschließlich über klar definierte, externe APIs zugänglich zu machen.(Bild:  ra2 studio - stock.adobe.com)
Die Richtlinie von Jeff Bezos verpflichtete alle Amazon-Teams dazu, ihre Daten und Funktionen ausschließlich über klar definierte, externe APIs zugänglich zu machen.
(Bild: ra2 studio - stock.adobe.com)

Anfang der 2000er-Jahre erging vom Hauptsitz von Amazon aus eine „Verpflichtung zur Transformation“. Heute ist diese Richtlinie gemeinhin bekannt als „Bezos API Mandate“. Obwohl das Originaldokument schwer zu finden ist, ist es aufgrund seiner Auswirkungen und Beständigkeit in der Tech-Welt legendär.

Im Jahr 2002 ordnete Jeff Bezos an, dass alle Amazon-Teams ausschließlich über Service-Schnittstellen miteinander kommunizieren müssen. Das renommierte „Bezos API Mandate“ legte den Grundstein für moderne API (Application Programming Interfaces) und Microservice-Architektur, die viele der heutigen technologischen Fortschritte vorantreiben, und ist immer noch von Bedeutung, erläutert der Hamburger Kubernetes- und Cloud-native-Management-Experte Kubermatic:

Die ursprüngliche Absicht hinter dem „Bezos API Mandate“ war einfach, aber tiefgreifend: die nahtlose Kommunikation und Integration zwischen verschiedenen Teams und Systemen zu gewährleisten. Dieses Paradigma wird in der heutigen Cloud-nativen Welt immer wichtiger, in der Plattformen unterschiedliche technologische Anforderungen unterstützen und skalierbare, effiziente Lösungen bieten müssen. In einer Zeit, in der sich alles zunehmend auf Infrastruktur als Code konzentriert und Änderungen durch Pull-Anfragen umgesetzt werden, sind klare und konsistente Schnittstellen unerlässlich.

Die für das „Bezos API Mandate“ zentralen Prinzipien – benutzerfreundliche, universell verständliche Schnittstellen – werden durch Kubernetes perfekt veranschaulicht. Seit über zehn Jahren demonstriert Kubernetes die Vorteile einer API-gesteuerten Architektur und gewährleistet zuverlässige und skalierbare Lösungen für das Ressourcenmanagement. Seine offene und modulare Natur kommt Nutzern auf verschiedene Weise zugute, da es von einer globalen Community qualitätsgeprüft wurde.

Die Rolle von APIs im modernen Plattformdesign

Bei der Gestaltung einer modernen Plattform ist die Nutzung von APIs für die Kommunikation von entscheidender Bedeutung. Durch die Aufrechterhaltung eines Workflows, der die Anforderung und Erstellung von Ressourcen über klar definierte API-Endpunkte umfasst, können Plattformen die Erstellung und Nutzung von Diensten durch verschiedene Benutzer erleichtern.

Es ist wichtig, standardisierte APIs zu etablieren, die alle Verbraucher einheitlich bedienen, da dieses Prinzip die Grundlage für das Plattformdesign bilden sollte. Durch das Angebot einer standardisierten API ermöglichen Plattformen es verschiedenen Benutzern oder Anbietern, diese APIs nahtlos zu übernehmen und zu erweitern, wodurch die Erstellung und Bereitstellung neuer Dienste in Zukunft vereinfacht wird. Darüber hinaus muss eine Plattform offen und nicht einschränkend sein, aber dennoch diesen Standards entsprechen. Sie muss den unterschiedlichen technologischen Anforderungen der Interessengruppen gerecht werden und eine breite Palette von Technologien unterstützen, die von den Benutzern angefordert werden.

Der nächste Schritt für Plattformen nach Kubernetes

Der nächste logische Schritt, um den API-Grundprinzipien zu folgen und ein einheitliches Muster auf der eigenen Plattform zu ermöglichen, ist die Nutzung des besten Teils von Kubernetes – seiner flexiblen APIs. KCP, ein CNCF-Sandbox-Projekt, kann dabei helfen, da es die Möglichkeit bietet, eine horizontal skalierbare Steuerungsebene für Kubernetes-ähnliche APIs zu erstellen. Es dient als Rahmen für das zentrale Angebot von APIs unter Verwendung von mandantenfähigen Betreibern.

Auf der Grundlage dieses Projekts baut beispielsweise Kubermatic eine Entwicklerplattform auf, um eine benutzerfreundliche und erweiterbare Plattform zu ermöglichen. Dadurch können sich Plattformteams auf die Plattform konzentrieren, während Dienstanbieter dort über eine einheitliche API und einen klar definierten Standard problemlos Dienste anbieten können.

Das Potenzial der API-Ära jetzt nutzen

Die im „Bezos API Mandate“ dargelegten Grundsätze der offenen Kommunikation und Standardisierung haben das moderne Plattformdesign maßgeblich und nachhaltig beeinflusst. Mit Blick auf die Zukunft bietet die Nutzung dieser API-gesteuerten Welt Unternehmen beispiellose Möglichkeiten für Wachstum und Innovation. Für immer mehr Unternehmen stellt sich daher die Frage, ob sie bereit sind, die transformative Kraft von APIs für ihre eigene digitale Reise zu nutzen.

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