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Megatrend - intelligente Geräte und die Cloud

Wearables machen nur in der Cloud Sinn

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Wearables ändern für CIOs alles

So schön die neue Wearable-Welt von den Anbietern gezeichnet wird, so peinsam wird sie für eine Berufsgruppe sein: Wieder einmal haben Chief Information Officers (CIOs) wenig zu lachen. Die neuen Devices und ihre mitgeführten Clouds werden sie und ihre Abteilungen einfach durch die schiere Größe ihrer Datenberge überrollen. Sofern sie sich jemals aus den Schlingen der angesprochenen rechtlichen Implikationen befreit haben.

Die stetig wachsenden Datenberge dieses Internet of Things werden neue Engpässe in Firmennetzen erzeugen und das Netzwerkmanagement auf eine harte Probe stellen. Heute gängige Rechenzentren stehen dieser Entwicklung hilflos gegenüber. Aber nun gut: Auch hier kann die Cloud helfen, der CIO wird dann immer mehr zum Cloud-Broker.

Was noch (!) schwerer wiegt sind die sicherheitsrelevanten Aspekte, die noch einmal mehr im Fadenkreuz stehen. Im Test hat sich beispielsweise die Apple Watch-Konkurrentin Smartwatch Galaxy Gear 2 als veritables Spionage-Tool erwiesen, mit ihr können unbemerkt Fotos von der Umgebung geschossen werden, so Sicherheitsexperte Juan Andres Guerrero von Kaspersky Labs. Sein Kollege Roberto Martinez hat herausgefunden, dass Google Glass Man-in-the-Middle-Angriffe ermöglicht.

"Zwar gibt es derzeit noch keine Hinweise, dass Wearables bereits für professionelle APTs (Advanced Persistent Threats) genutzt werden. Das könnte sich jedoch ändern, sobald die neuen Wearables von der breiten Masse der Verbraucher angenommen werden. Die Qualität der Daten, die mit diesen Geräten gesammelt werden, dürfte jedenfalls in Zukunft neue 'Player' in die Cyberspionage-Szene locken", so Martinez.

CIOs und Anwender dürfen sich also freuen – auf mehr Daten, auf mehr Cloud und vor allem auf mehr Arbeit. Aufzuhalten ist der Trend aber auf keinen Fall – besser, wir stellen uns heute schon darauf ein.

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Dr. Dietmar Müller

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Journalist