Ergänzendes zum Thema
Vier Schritte, um den Wert von Informationen zu ermitteln und Kosten zu sparen
1. Programm und Prozessgerüst
Um die Kosten und den Wert zu harmonisieren, benötigt man Zielgruppen, die den Wert sowie die rechtlichen Verpflichtungen verstehen und Daten managen. Ein durchgängig etabliertes Prozessmodell, ein entsprechendes Vokabular und andere grundlegende Elemente können außerdem dazu beitragen, Zielgruppen zusammenzubringen.
Zudem gilt es, mit Hilfe von Lösungen, Prozesse zu verbessern, zu automatisieren und für mehr Interoperabilität zu sorgen. Dieses Gerüst sorgt für die Mittel zur Definition und zum Bemessen von Werten, zur Bestimmung rechtlicher Anforderungen und adressiert die Prozesse zum Management von Daten basierend auf ihrem Wert.
2. Etablieren der Informationsökonomie als Disziplin
Zwar beschreiben sehr viele Organisationen Informationen als “lebensnotwendig”, nur sehr wenige können jedoch ihre Gesamtkosten messen oder haben irgendeine Metrik für deren Wert oder um Wert zu extrahieren. Selbst dann, wenn sie ungefähr fünf Prozent ihres Umsatzes im Durchschnitt für Informationen verwenden.
Ohne eine formale Disziplin zum Messen von beidem – den Gesamtkosten und dem tatsächlichen Wert von Informationen - verlassen sich Organisationen aber nur auf pures Glück, um optimale Werte und Kosten zu erreichen; mit einem formalen Vorgehen können Prozess- und Governance-Verbesserungen durch den ökonomischen Wert erzielt werden, den sie schaffen.
3. Optimierung des Behalten-Löschen-Zyklus
Für viele Organisationen resultieren aus der fehlenden Verbindung zwischen Informationswert, Verpflichtungen und Assets extreme Schwierigkeiten, wenn sie sich von überschüssigen Daten, Speicher, Anwendungen und der damit verbunden Infrastruktur trennen.
Rechtssichere Vernichtung und Entsorgung verlangen diese Verbindung. Organisationen, die noch keine entsprechende Lösung im Einsatz haben, müssen durch Reverse-Engineering herausfinden, was von wem noch benötigt wird.
Oder sie müssen anhand von E-Mails und Meetings bestimmen, was sie behalten wollen und was löschen - und das in Anbetracht der Bedürfnisse von tausenden Mitarbeitern, Gesetzen, Verfahren und Servern. Stilllegungsprojekte werden oft abgebrochen, weil sich das juristische Umfeld verändert, bevor das Projekt vollendet ist.
Den Behalten-Löschen-Zyklus von Monaten auf Stunden zu minimieren, hat dramatische Auswirkungen auf die Verminderung der laufenden Kosten bei Anwendungen und Petabytes von unnötigen Daten, die man stilllegen kann.
4. Optimierung des Floor-to-Door-Cycle
Wenn Daten am Ende ihres Lebenszyklus routinemäßig vernichtet und Applikationen rasch konsolidiert und stillgelegt werden, kann die Geschwindigkeit, mit der ein Unternehmen unnötige Anlagen aus seinem Bestand und damit aus den Büchern bekommt, wie ein weiterer weitreichender finanzieller Hebel wirken.
Die Architektur der Speicherumgebung und die Einfachheit, mit der verschüttete Assets zum Vorschein gebracht, entfernt oder wiederverwendet werden können, sind Schlüsselkomponenten im Zyklus. Dabei spielen auch Aspekte wie Virtualisierung eine wichtige Rolle.