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AWS Summit 2015 - ein erstes Resümee

Unternehmen drängen in Frankfurter Amazon-Cloud

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Wachsendes Geschäft bei AWS-Partnern

Im Ausstellungsbereich des Summits präsentierten sich Software-Partner wie Infor, Splunk und Trend Micro, Direct-Connect-Partner wie Equinix und Interxion sowie Consulting-Partner wie ITM aus Stuttgart, TecRacer aus Hannover und die ehemalige Cancom-Tochter Acentrix aus München. Letztere unterstützen Kunden bei der Migration von Workloads in die Cloud oder betreiben Anwendungen für sie als Managed Service. Knapp 40 Consulting-Partner verzeichnet der AWS-Locator aktuell für den deutschen Markt.

Die Partner berichteten durchweg von wachsendem Cloud-Geschäft. Dabei verändere sich die Struktur der Klientel. Gegenüber den Startups „nimmt der Anteil der Enterprise-Kunden deutlich zu“, beobachtet Sven Ramuschkat, Geschäftsführer von TecRacer. Ein limitierender Faktor ist mitunter der Fachkräftemangel. „Wir könnten mehr Projekte umsetzen, wenn wir die Leute dafür bekommen würden“, sagt Benjamin Hermann, Geschäftsführer bei ITM.

Die meisten Consulting-Partner kommen tatsächlich aus dem Beratungsgeschäft. Dagegen sind Partner, die eine Historie im klassischen IT-Fachhandel haben, im AWS-Channel eher selten. Noch gibt es Berührungsängste gegenüber Amazon auf Seiten von Systemhäusern. Der Geschäftsführer eines der Top-15-Häuser war allerdings zum Summit nach Berlin gekommen, um sich zu informieren. „Unsere Kunden fangen an, sich für die AWS-Cloud zu interessieren“, berichtet der Topmanager. Dabei handele es sich durchweg um größere Unternehmen. Für den Mittelstand sei Amazon bislang kaum Thema.

Ein Drittel mehr Besucher

Mit 2.000 Besuchern verzeichnete der Veranstalter gegenüber dem AWS Summit 2014, an dem 1.400 Vertreter von Kunden und Partnern sowie freie Entwickler teilnahmen, einen deutlichen Zuwachs. Wegen des absehbaren Andrangs war der Anbieter in diesem Jahr vom alten Postbahnhof im Osten der Metropole in den CityCube auf dem Messegelände im Westen umgezogen. Die Startup-Atmosphäre ging dadurch allerdings teilweise verloren, und das Event glich mehr einer Business-Konferenz, wie sie auch andere IT-Anbieter ausrichten.

Breiten Raum nahmen auf dem Summit die Break-out-Sessions ein. In mehr als 45 Vorträgen informierten sich die Besucher über das Portfolio von AWS, über Angebote von Partnern, über Kundenszenarien und Praxisbeispiele sowie über die Möglichkeiten, als Software- oder Consulting-Partner mit AWS zusammenzuarbeiten.

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