Gegenwärtig zeichnet sich eine Reihe von Entwicklungen ab, die die Sicherheit der Cloud im Jahr 2026 und darüber hinaus nachhaltig verändern dürfte. Verschiedene Prognosen zeigen: Cloud Security wird sich deutlich von der bisherigen Anforderungen unterscheiden. Cloud-Anbieter und Cloud-Anwender sollten sich auf spürbare Veränderungen einstellen.
2026 zeigen sich technologische wie geopolitische Veränderungen auch in der Cloud-Sicherheit: Der Fokus liegt auf neuen Herausforderungen wie KI oder digitale Souveränität.
Fachkräfte für Cloud-Sicherheit geraten aus dem Fokus
Wenn es bisher in Umfragen um Hindernisse ging, die die Nutzung von Cloud Computing verzögern, wurde von den Unternehmen oftmals auch der Mangel an Fachkräften genannt. Diesen Fachkräftemangel kennt man in der Security bestens. Wer nun aber denkt, dass die Unternehmen dieses Jahr vermehrt nach Fachleuten für Cloud-Sicherheit suchen werden, der irrt sich wahrscheinlich.
Wie die EU-Agentur für Cybersicherheit ENISA berichtet hat, gehen Security-Investitionen in Zukunft verstärkt in Richtung Technologien und Services. So erklärt ENISA: „Während die Unternehmen ihre Investitionen in die Cybersicherheit auf einem Niveau beibehalten haben, das mit dem des Vorjahres vergleichbar ist, konzentrieren sich die Ausgaben zunehmend auf Technologie und Outsourcing anstatt auf den Ausbau interner Cybersicherheitsteams“.
Dies liegt aber nicht daran, dass es inzwischen genug Fachkräfte zum Beispiel für Cloud-Sicherheit geben würde, denn ENISA sagt auch: „Die Schwierigkeiten bei der Gewinnung und Bindung von Cybersicherheitsexperten bestehen weiterhin und werden durch den Fachkräftemangel und den starken Wettbewerb um die wenigen verfügbaren Talente noch verschärft. Die hohe Fluktuation verstärkt diese Lücke zusätzlich, erhöht das Risiko und erfordert eine Anpassung der Personalstrategien“.
Diese Anpassungen gehen jedoch stärker in Richtung Dienstleistungen für Cloud-Sicherheit und Einsatz moderner Technologie. Hier kommt KI (künstliche Intelligenz) ins Spiel, wenig überraschend. Doch überraschend sind die genauen Auswirkungen.
KI-Sicherheit wird entscheidend für Cloud-Sicherheit
So reicht es nicht, KI-basierte Lösungen zu suchen, um Personallücken abzufedern, denn KI bringt selbst neue Risiken mit sich. Laut der Studie „State of Cybersecurity Resilience 2025“ von Accenture fehlen 77 Prozent der befragten Unternehmen die grundlegenden Daten- und KI-Sicherheitspraktiken, die für den Schutz kritischer Modelle, Daten-Pipelines und Cloud-Infrastrukturen erforderlich sind. Man kann auch sagen: Wer die Cloud-Sicherheit mit KI optimieren will, muss zuerst mehr für die KI-Sicherheit tun.
Die durchschnittlichen Ausgaben je Arbeitnehmer im Cloud-Scherheit-Markt werden weltweit gemessen im Jahr 2026 voraussichtlich bei 0,8 Euro liegen.
(Bild: Statista Market Insights)
Den Grund nennt diese Studie auch: Mit der zunehmenden Verbreitung von KI nutzen Cyberkriminelle KI-Techniken wie Datenvergiftung, Model-Inversion-Angriffe und automatische Prompt-Injection-Angriffe. Um diesen neuen Bedrohungen entgegenzuwirken, müssen Unternehmen solide Sicherheitsgrundlagen aufbauen und KI-spezifische Risiken kontinuierlich überwachen, so Accenture. Dazu gehört insbesondere auch den Risiken in der KI-Lieferkette vorzubeugen, bevor sie zu Problemen werden.
Auch die EU-Agentur für Cybersicherheit verweist auf die Risiken, die aus einer Lieferkette kommen können, und sowohl KI-Lösungen als auch Security-Dienstleister müssen als Teil der Lieferkette in der Cloud-Sicherheit begriffen werden. ENISA macht entsprechend deutlich: „Während sich das Risikomanagement in der Lieferkette verbessert, birgt die zunehmende Abhängigkeit von ausgelagerten ICT- und Sicherheitsdienstleistungen neue Schwachstellen“.
KI-Fähigkeiten entscheiden über den Cloud-Erfolg
Die Verbindung zwischen KI und Cloud sollte deshalb nicht einseitig gesehen werden. Nicht nur die Cloud ist für KI wichtig, da viele KI-Lösungen aus der Cloud bezogen werden und die Cloud-Sicherheit auch die KI-Sicherheit beeinflusst. Die Umkehrung gilt ebenso, das sollte in einer Cloud-Sicherheitsstrategie nicht mehr fehlen.
Die Bedeutung von KI für die Cloud geht sogar so weit, dass die KI-Fähigkeiten des Cloud-Anbieters zum Auswahlkriterium werden, nicht nur die angebotenen KI-Services. PwC hat in der Untersuchung „Cloud Business Survey – Transformation zwischen KI-Revolution und Kostendruck“ festgestellt, dass für 67 Prozent der befragten Unternehmen Agentic AI-Fähigkeiten ein Auswahlkriterium von Cloud-Anbietern sind.
Doch Security-Dienstleistungen und KI-Dienste für die Cloud-Sicherheit sind nicht die einzigen Punkte, die in der Agenda der Cloud-Sicherheit nach oben wandern.
Die Geopolitik verändert die Sicht auf die Cloud-Sicherheit
Der am zweithäufigsten in der PwC-Studie genannte Grund für eine strategische Neuausrichtung sind geopolitische Unsicherheiten. 42 Prozent der Befragten sehen demnach Handlungsbedarf angesichts steigender Risiken. Dies deutet aus Sicht von PwC darauf hin, dass Unternehmen künftig stärker darauf achten, wo ihre Daten gespeichert und wie sie verarbeitet werden. Angebote rund um souveräne Public Clouds und nationale Partner-Clouds gewinnen an Bedeutung.
Stand: 08.12.2025
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Der weltweite Markt für Cloud-Sicherheit wird im Jahr 2026 voraussichtlich einen Umsatz von etwa 3,14 Mrd. € verzeichnen. Beim Umsatz wird eine jährliche Wachstumsrate von 8,50 % erwartet, was zu einem prognostizierten Marktvolumen von 4,37 Mrd. € im Jahr 2030 führt.
(Bild: Statista Market Insights)
Was aber bedeutet diese digitale Souveränität für die Cloud-Sicherheit? Hierzu hat sich das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) geäußert. Digitale Souveränität bedeutet für das BSI demnach, Wahloptionen zu schaffen: Je mehr vertrauenswürdige Produkte verfügbar sind, desto souveräner kann je nach Nutzungsszenario entschieden werden. Zur Erreichung digitaler Souveränität verfolgt das BSI eine Doppelstrategie: Zum einen müssen der europäische Markt und die hiesige Digitalindustrie gestärkt werden, zum anderen müssen außereuropäische Produkte so angepasst und eingebettet werden, dass eine sichere und selbstbestimmte Nutzung möglich wird.
Um Orientierung zu geben, will das BSI im Laufe des Jahres auf Basis des EU Cloud Sovereignty Framework allgemeine Souveränitätskriterien für Cloud-Computing-Lösungen veröffentlichen. Diese Kriterien sollen als Grundlage für die Bewertung des Autonomiegrades von Cloud-Lösungen dienen und auch in Beschaffungsprozessen eingesetzt werden können.
Ohne Zweifel wird die Cloud-Souveränität also auch die Cloud-Sicherheit nachhaltig beeinflussen. Wir werden die Entwicklung der Cloud-Sicherheit und die sie beeinflussenden Faktoren Security-Services, KI und Souveränität weiter im Blick behalten.
Die Steigerung der IT-Sicherheit spricht für Cloud-Nutzung, aber IT-Sicherheitsprobleme gelten auch als Hemmnis, Cloud-Services zu nutzen. Welcher Weg ist also der richtige? Dieses eBook zeigt die Vor- und Nachteile der jeweiligen Strategien und vermittelt, was bei der Cloud-Sicherheit wirklich entscheidend ist.
Die Themen im Überblick:
Pro und Contra Cloud-only.
Was für oder gegen Hybrid Clouds spricht.
Was bei der Cloud-Sicherheit wirklich entscheidend ist.