Studie von Avanade über ständig wachsenden Informationsfluss Steigende Datenmengen überfordern immer mehr Unternehmen

Redakteur: Florian Karlstetter

Viele Unternehmen sehen sich mit dem ständig wachsendem Informationsfluss konfrontiert, so eine aktuelle Erhebung von Avanade. Die steigenden Datenmengen bergen dabei auch jede Menge Risiken: so können veraltete Daten oder mangelnde Datenqualität zu fehlerhaften und folgenschweren Entscheidungen führen.

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Der ständig wachsende Informationsfluss im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umfeld stellt eine zunehmende Herausforderung für Unternehmensentscheider dar, so eine von Avanade in Auftrag gegebene Studie. Das unabhängige Forschungsunternehmen Kelton Research befragte dafür mehr als 500 Vorstände, Manager und IT-Entscheider aus Deutschland und 16 weiteren Ländern zum Thema steigende Datenmengen.

Demnach stehen viele Unternehmen dem zunehmenden Datenfluss besorgt gegenüber. So sorgen sich beispielsweise 42 Prozent der deutschen Teilnehmer wegen künftig steigenden Datenmengen und der damit verbundenen negativen Beeinflussung ihrer Tätigkeit. Über ein Drittel der Befragten (39 Prozent) haben darüber hinaus schon einmal fehlerhafte Unternehmensentscheidungen aufgrund von veralteten Daten oder mangelnder Datenqualität getroffen.

Deutsche Unternehmen, die bereits fehlerhafte Entscheidungen getroffen haben, gaben an, dass die Daten veraltet waren (42 Prozent), zu ungenau waren (25 Prozent) oder aus fragwürdigen Quellen stammten (17 Prozent). Nahezu jedes zweite Unternehmen in Deutschland möchte sich deshalb innerhalb der nächsten zwölf Monate auf den Bereich Informationsmanagement konzentrieren

Bisher sind 39 Prozent der inländischen Befragten mit ihren jeweiligen Softwarelösungen unzufrieden, die sie im Unternehmen implementiert haben, um irrelevante Daten herauszufiltern - weltweit sind es sogar 43 Prozent. Weitere 29 Prozent der Studienteilnehmer aus Deutschland sind unzufrieden mit den eingesetzten Tools, die es Mitarbeitern erlauben, effektiv nach Daten zu suchen.

Trotz der Herausforderungen, denen Entscheider aufgrund des steigenden Informationsflusses im Unternehmen zu begegnen haben, sind rund 84 Prozent der deutschen Befragten der Meinung, dass eine hohe Datenmenge es ihren Mitarbeitern erlaubt, bessere Arbeit zu leisten. Weltweit vertreten 70 Prozent der Teilnehmer die gleiche Ansicht. Lediglich 16 Prozent der Unternehmen in Deutschland meinen hingegen, dass die hohe Menge an Daten zu einer verringerten Produktivität im Betrieb führt.

Knapp zwei Drittel der inländischen Studienteilnehmer geben darüber hinaus an, dass die zunehmende Datenflut die künftige Arbeitsweise in Unternehmen grundlegend verändert wird, die restlichen 35 Prozent meinen, dass der so genannte Information Overload lediglich ein Hype sei, der vorübergehe. 55 Prozent der deutschen Befragten sagen zudem, dass die eigenen Unternehmensdaten für sie ein strategisches Unterscheidungsmerkmal zum Wettbewerb darstellen.

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