Ein Überblick Souveräne Cloud-Lösungen im öffentlichen Sektor

Von Barbara Gribl 2 min Lesedauer

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Mit zunehmender Bedeutung von Datensouveränität wollen immer mehr Anbieter Lösungen für mehr Unabhängigkeit von US-Hyperscalern bieten, und dabei höchsten europäischen Sicherheitsstandards gerecht werden. Bestimmte Cloud-Strategien sollen die Datenautonomie sichern.

Souveräne Cloud-Lösungen im öffentlichen Sektor bieten eine erhöhte Kontrolle und Souveränität über Daten, indem sie die Abhängigkeit von US-Hyperscalern reduzieren und europäische Sicherheitsstandards gewährleisten.(Bild: ©  Tech Hendra - stock.adobe.com)
Souveräne Cloud-Lösungen im öffentlichen Sektor bieten eine erhöhte Kontrolle und Souveränität über Daten, indem sie die Abhängigkeit von US-Hyperscalern reduzieren und europäische Sicherheitsstandards gewährleisten.
(Bild: © Tech Hendra - stock.adobe.com)

Die Diskussion um die Nutzung von Cloud-Diensten im öffentlichen Sektor hat mit der Etablierung von souveränen Cloud-Lösungen an Bedeutung gewonnen. Der Begriff „souveräne Cloud“ findet im öffentlichen Diskurs zunehmend Beachtung, da er mehr Kontrolle über Daten und Infrastrukturen verspricht – relevante Aspekte insbesondere für staatsnahe Unternehmen. Doch was meint eine souveräne Cloud genau, und warum benötigen europäische Unternehmen solche Lösungen?

Der Bedarf nach Souveränität

Historisch gesehen war der öffentliche Sektor als stets zurückhaltend gegenüber großen US-Hyperscaler-Plattformen angesehen. Die Ankündigung der Trump-Regierung verschärfte die Bedenken, die Kontrolle über eigene Daten verlieren zu können. Kunden aus dem Bereich der öffentlichen Dienstleistungen sowie auch Energieversorger befürchten seitdem eine zu starke Abhängigkeit von US-amerikanischen Anbietern. Souveränität im Cloud-Sektor bedeutet, sowohl die Kontrolle über den Zugriff auf die Daten als auch die Steuerung des Betriebs der Cloud zu bewahren.

Das Verständnis einer souveränen Cloud-Lösung variiert dabei, da es keine weltweit einheitliche Definition gibt. Dies kommt im Base Camp zu souveräner Technologie am 8. Juli, organisiert von Accenture, zur Geltung. Souveränität kann in mehreren Ebenen betrachtet werden:

  • Komplett eigenständige Rechenzentren, die keinerlei Verbindung zu US-Hyperscalern haben.
  • Traditionelle Cloud-Lösungen bei Anbietern wie Microsoft oder Oracle, die spezifische, von den Kunden gesteuerte Zugriffsoptionen bieten.
  • Hybridlösungen, die Elemente beider Modelle verbinden und sich kontinuierlich der technologischen und regulatorischen Dynamik anpassen.

Praktische Beispiele und Lösungen

Im Zuge des Base Camps wurden konkrete Anwendungen und Ansätze diverser Anbieter demonstriert. Ein Beispiel ist Microsofts souveräne Cloud, die Verschlüsselungsoptionen bietet, bei der die Schlüssel entweder beim Anbieter oder beim Nutzer verbleiben können. Für europäische Anbieter, wie etwa Ionos oder Stackit, steht neben der geografischen Datenlokalisation in Europa auch die Sicherstellung, dass ausschließlich europäisches Personal Zugang zu den Daten hat, im Fokus.

<blockquote class="inf-blockquote">Vertrauen ist ein entscheidendes Element, insbesondere in Europa, wo die Skepsis gegenüber Technik häufig höher ist. Die Entwicklung von Souveränitätslösungen zielt darauf ab, dieses Vertrauen durch transparente Sicherheits- und Datenschutzmechanismen zu stärken.</blockquote>

Multicloud als Ausblick

Langfristig werden die meisten Unternehmen und öffentlichen Sektoren wohl auf eine Multicloud-Strategie zusteuern. Dies erlaubt ihnen, die jeweiligen Stärken unterschiedlicher Anbieter zu nutzen, während sie gleichzeitig die Kontrolle und Souveränität über ihre Daten behalten.

Zusammenfassend sticht heraus, dass souveräne Clouds sowohl ein unverzichtbares Sicherheits- als auch ein Effizienzwerkzeug darstellen. Ihre Bedeutung wächst mit der sich ständig wandelnden Technologielandschaft und der verstärkten Forderung nach Datenautonomie und Kontrolle in europäischer Hand.

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