Der POEditor soll es einfacher machen, Software maschinell und/oder kollaborativ zu übersetzen – mit GitHub-Integration und für kleine bis mittlere Projekte kostenlos.
Mit dem POEditor haben auch kleine Development-Projekte eine Möglichkeit an der Hand, Software automatisiert zu übersetzen.
Software in nur einer Sprache anzubieten, ist in der Regel verschenktes Potenzial – schließlich liegt die Hauptarbeit im Code; dem ist es reichlich egal, ob die Texte für Skripte und grafische Oberflächen auf Deutsch, Englisch oder Albanisch sind.
Selbst die Bash bietet intern Lokalisierungsmöglichkeiten für Skripte, die je nach lokaler Spracheinstellung in der passenden Sprache erscheinen. Die technische Umsetzung läuft über menschenlesbare PO- und maschinenlesbaren MO-Dateien in speziellen Verzeichnissen.
Die technische Umsetzung in Bash ist im Grunde ziemlich geradeaus. Doch letztlich sollte für die Übersetzungsleistung weder eine konkrete Technik relevant sein, noch sollte man direkt an Dateien arbeiten. Zumindest für multinationale Versionen werden schließlich viele Übersetzer benötigt. Und an der Stelle kommen Lokalisierungsplattformen ins Spiel.
Für GitHub-Projekte bietet sich POEditor an, den es direkt im GitHub Marketplace als POEditor App gibt. POEditor steht in einer kostenlosen Version zur Verfügung und verwaltet in dieser maximal 1.000 zu übersetzende Strings, womit sich schon einiges anfangen lässt. Direkten API-Zugriff gibt es in dieser Variante jedoch nicht, dafür aber ein absolutes Killer-Feature für die automatische Übersetzung – mehr dazu gleich.
Zentrum der Plattform ist eine simple Oberfläche für die Verwaltung und Übersetzung solcher Strings in beliebige Sprachen – in Form schlichter Tabellen. Sie können kommentieren, Screenshots hinterlegen, Projekte für Crowd-Übersetzungen veröffentlichen, Übersetzer gezielt einladen, Übersetzungen wiederverwenden und natürlich auch Statistiken bezüglich des Fortschritts im Auge behalten.
Um das eigentliche Backend, die Software, müssen Sie sich dabei kaum kümmern: POEditor unterstützt etliche übliche Formate, neben den erwähnten PO-Dateien zum Beispiel ARB, CSV, INI, JSON, STRINGS, XMB, XML, YML und natürlich auch XLS-Tabellen. Daten lassen sich sowohl im- als auch exportieren.
Wirklich spannend machen den POEditor aber die Integrationen: Zum einen lässt sich der Aspekt der Kollaboration über Slack und Microsoft Teams kräftig ausbauen. Vor allem aber machen die Verbindungen zu GitHub, Bitbucket, GitLab und Azure DevOps die Arbeit recht komfortabel, da so bestehende Strukturen genutzt werden können. Zudem besteht die Möglichkeit, dass einzelne Übersetzer mit anderen Werkzeugen arbeiten. Selbst die Arbeit aus einem WordPress-Backend ist dank Plug-in möglich.
Primär ist POEditor ein kommerzieller, kostenpflichtiger Service. Und so ist es naheliegend, dass Kunden direkt über die Plattform menschliche Übersetzungsdienstleistungen ordern können. Doch es gibt auch automatische Übersetzungen und da kommt das angesprochene Killer-Feature zu Tage: Natürlich kann über die Übersetzer von Google und Microsoft in andere Sprachen übertragen werden – mit der hinlänglich bekannten „Qualität“.
Für kurze Phrasen und einzelne Begriffe mag es bisweilen als Hilfestellung genügen, meist aber nicht viel mehr. Jedoch bietet POEditor auch die Übersetzung via DeepL, einer Machine-Learning-gestützten Anwendung aus Deutschland. Und DeepL-Übersetzungen vom Deutschen ins Englische sind zum Beispiel in der Regel nicht weit entfernt von Muttersprachlerqualität. Das gilt insbesondere für technische Texte. Selbst Klammerungen, Code-Beispiele, Eigennamen und technische Fachbegriffe werden meist korrekt behandelt.
Probieren Sie es einfach mal aus, DeepL läuft auch kostenfrei direkt im Browser. In der Free-Version von POEditor stehen allerdings nur 10.000 Zeichen für die automatische Übersetzung zur Verfügung. Dennoch: Selbst die kostenlose Version könnte Ihre auf GitHub verwaltete, rein deutschsprachige Anwendung mit Hilfe von DeepL binnen weniger Minuten für den internationalen Markt aufbereiten.
Perfekt ist bei POEditor natürlich nicht alles, insbesondere die Navigation ist anfangs nicht ganz intuitiv und es ist nicht immer klar, was die Plattform nun genau erwartet. Letztlich ist die Funktionalität von POEditor jedoch durchaus überschaubar, so dass nach einer Stunde mit einem Demoprojekt alles glatt laufen sollte. Oder Sie verfolgen einfach mal folgend den praktischen Einsatz.
Stand: 08.12.2025
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POEditor in der Praxis
Als kleines Beispiel zeigen wir nun den Einsatz von POEditor für ein GitHub-Projekt auf Basis einer deutschsprachigen PO-Datei und automatischer Übersetzung ins Englische.
An den Screenshots zeigt sich bereits, dass POEditor angenehm simpel gehalten wurde. Durch die Integrationen geht die Arbeit sehr flüssig von der Hand, DeepL statt Google und Microsoft nutzen zu können ist – nochmal – ein Killer-Feature. Dennoch wird der Nutzer nicht mit Overhead belästigt, alles ist schlank und simpel gehalten.
An dieser Stelle auch enorm wichtig: Übersetzungen kommen in der Regel nicht von Entwicklern, nicht einmal unbedingt von technisch sonderlich versierten Menschen. Viel häufiger leisten dies sprachlich geschulte Übersetzerinnen oder Muttersprachler, die von komplizierten Workflows, Oberflächen und Optionen schnell abgeschreckt werden. Diskussionen wie „Formell vs. Informell“ oder solche um einzelne grammatikalische Auslegungen kosten meist schon genug Zeit, da sollte es nicht ein unnötig komplexes Tool verschlimmern.
Ein paar Kleinigkeiten gibt es noch zu entdecken, etwa die Möglichkeit, von gesetzten Korrekturlesern bearbeitete Übersetzungen für nicht berechtigte Übersetzer zu sperren. Eine äußerst nützliche Funktion gegen Edit Wars.