Vorsicht Falle! Smishing lockt Opfer in die falsche Cloud

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Cyberkriminelle nutzen zunehmend Cloud-Speicher von Amazon, Google und IBM, um ihre Opfer auf bösartige, statische Webseiten zu locken. Durch die Verbreitung per SMS umgehen sie dabei effektiv Firewalls.

Smishing, Phishing per SMS, ist eine Angriffsmethode, um Zugangsdaten von arglosen SMS-Empfängern abzugreifen und für Cyberbetrug zu missbrauchen.(Bild:  bloomicon - stock.adobe.com)
Smishing, Phishing per SMS, ist eine Angriffsmethode, um Zugangsdaten von arglosen SMS-Empfängern abzugreifen und für Cyberbetrug zu missbrauchen.
(Bild: bloomicon - stock.adobe.com)

Cloud-Speicher werden immer beliebter, sowohl bei privaten Nutzern als auch in Unternehmen. Besonders der Trend zum Homeoffice hat die Akzeptanz von Online-Speichern stark erhöht. Doch auch Cyberkriminelle entdecken diese Technologie für sich, wie eine aktuelle Smishing-Kampagne zeigt – eine Form des Phishings, die über SMS erfolgt.

Sicherheitsforscher von Enea haben herausgefunden, dass Kriminelle die Möglichkeit nutzen, statische Webseiten auf Cloud-Speichern zu hosten, die mit schädlichen URLs im Quellcode versehen sind. Diese URLs werden dann über echt wirkende Textnachrichten verbreitet, was die Beschränkungen von Firewalls geschickt umgeht. Nutzer werden dazu gebracht, von ihren mobilen Geräten aus auf Links zu klicken, die sie auf die genutzte Cloud-Plattform weiterleiten, wo sie unbemerkt auf die bösartige statische Website gelangen.

Das Ziel dieser Angriffe ist es, die Filter von Firewalls zu umgehen und dabei möglichst vertrauenswürdig zu erscheinen. Dazu erhalten die Opfer zunächst eine unverfänglich wirkende SMS, die oft ein verlockendes Angebot enthält oder Dringlichkeit vorgibt. Diese Nachrichten verleiten die Empfänger dazu, auf einen Link zu klicken, der sie dann auf eine als legitim getarnte, bösartige Website weiterleitet.

Enea zufolge nutzen Angreifer beispielsweise die Domain „storage.googleapis.com“ von Google Cloud Storage, um auf statische Webseiten zu verweisen, die in einem Bucket auf der Plattform gehostet werden. Die Spam-Seite wird über die „HTML-Meta-Refresh“-Methode geladen, eine Technik, die Webseiten nach einer bestimmten Zeit automatisch aktualisiert oder weiterleitet. Diese gefälschten Websites, die etwa in Cloud-Speicher-Buckets mit Namen wie „dfa-b.html“ auf Google Cloud Storage gehostet werden, zielen darauf ab, persönliche Informationen wie Bankdaten zu stehlen, sobald die Nutzer diese eingeben, beispielsweise um eine angebliche Geschenkkarte zu kaufen.

Der Schutz vor solchen Phishing-Kampagnen ist schwierig, da die Kriminellen beim Smishing traditionelle Sicherheitsmaßnahmen wie Firewalls geschickt umgehen. Das Blockieren von URLs zu Cloud-Anbietern ist wenig sinnvoll. Daher sollte man sich bewusst machen, dass auch scheinbar „alte“ Kommunikationswege wie SMS von Kriminellen genutzt werden und Gefahren nicht nur aus dem Internet drohen.

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