Bei Salesforce.com sind Geschwindigkeit und Vertrauen das Gebot der Stunde

Services von Salesforce künftig aus der Telekom Cloud

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Die Rolle der Telekom

"Salesforce.com ist nun ein Anbieter von Platform as a Service", resümiert die Analystin Nicole Dufft von PAC. "Dieser Plattformgedanke macht sehr viel Sinn, denn damit werden endlich Silos zwischen den einzelnen Prozessen und Anwendungsbereichen aufgebrochen." Dies habe sehr gute Erfolgsaussichten. "Das sieht man ja auch daran, dass sich verschiedene Hersteller in diese Richtung bewegen", darunter etwa SAP, Microsoft und Adobe.

"Die Nachfrage nach Lösungen", so Dufft weiter, "die einem Unternehmen sehr schnell eine Transformation seines Geschäfts erlauben, wird massiv zunehmen. Alle Unternehmen stehen unter dem Druck, sich zu verändern." Wie mehrere Sprecher sagten: Speed ist das Gebot der Stunde, gerade in Deutschland.

Speed soll auch die Kooperation mit der Deutschen Telekom bringen. Deren Tochter T-Systems International hat dafür mit der Benioff-Company einen Fünf-Jahres-Vertrag abgeschlossen, wie schon auf der Cebit bekannt wurde. Michael Müller-Berg, bei T-Systems zuständig für das Partnergeschäft, sagte: "Wir bieten fünf Jahre lang alle Suiten von Salesforce.com in unseren Rechenzentren in der Region DACH an." Die Zielgruppe der T-Systems seien zunächst die "Top-400-Kunden der T-Systems plus den Public Sector plus die Auslandsgesellschaften, ab der 2. Jahreshälfte 2015 kommen ab Nr. 401 die Kunden der Telekom Deutschland dran." Der erste Zielmarkt sei die Autobranche, in der T-Systems über langjähriges Branchen-Knowhow verfüge.

„Gemeinsam mit Salesforce.com erweitern wir unser Angebot für einfache und wirtschaftliche Cloud-Lösungen insbesondere für den starken Mittelstand in unserem Land“, erklärt Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom. So investiert das Unternehmen weiter in Cloud-Infrastruktur und hat parallel zur Veranstaltung in Biere eines der modernsten Rechenzentren Deutschlands eröffnet (siehe Bildergalerie).

Auf die Frage, warum sich Salesforce.com für die DACH-Region ausgerechnet die Deutsche Telekom als Partner ausgesucht habe, antwortete Joachim Schreiner, Senior Vice President für Zentraleuropa: "Wir haben das Selbstverständnis, dass wir eine deutsche Unternehmung sind. Wir haben eine deutsche Identität und deshalb brauchen wir ein deutsches Datacenter und einen deutschen Partner." Schreiner legt sehr viel Wert auf die Anerkennung von Salesforce.com als deutschem Unternehmen.

In seinen Augen könne nur die Telekom Festnetz, Mobile und Cloud in dem gewünschten Maß und Geschwindigkeit zusammenbringen. "Wir haben mit vielen Firmenvertretern gesprochen. Sie sagen, ihr wichtigstes Hindernis sei nicht die Konkurrenz, sondern die Geschwindigkeit und die Skalierbarkeit." Beides wolle Salesforce.com mit der Telekom-Partnerschaft realisieren. Allerdings konnte Schreiner noch keinen Referenzkunden nennen. "Das wird sicherlich unsere nächste Verlautbarung sein", sagte er.

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