Mit der Steigerung der Rechenleistung wuchs auch der Strombedarf: Er lag 2022 bei 18 Milliarden Kilowattstunden (kWh). Zehn Jahre zuvor verbrauchten die Rechenzentren noch 11 Milliarden kWh. Während die IT-Leistung um 90 Prozent zulegte, stieg der Stromverbrauch um rund 63 Prozent. Die Rechenleistung sei unter anderem durch die Weiterentwicklung von Hard- und Software deutlich stärker gestiegen als der Bedarf an Energie, erläuterte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.
Markus Grau widmet sich im Gastbeitrag der Frage, ob STaaS Speicherlandschaften sicherer und günstiger machen und zudem nachhaltig sein kann.
Storage ist eine der wichtigsten Komponenten im Rechenzentrum, und „As-a-Service“ ist hier das aktuelle Thema, wenn es um die Beschaffung von Speicherressourcen geht. Entsprechende Angebote versprechen viele Vorteile. Zu klären gilt es, ob ein Angebot wirklich wirtschaftlich ist, also Kosten spart, ökologisch nachhaltig ist, also den Energiebedarf senkt und Elektroschrott vermeidet, und den Geschäftsbetrieb unterstützt, indem es schnelle Datenverfügbarkeit nach einem Cyberangriff gewährleistet.
Auf dem deutschen Markt sind immer mehr Storage-as-a-Service-Angebote (STaaS) zu finden, die eine umfassende Kundenbetreuung und genaue Kostenkontrolle versprechen. In der Praxis zeigt sich jedoch oft, dass entscheidende Details zu beachten sind, damit die Ausgaben nicht unerwartet in die Höhe schießen und der Service nicht zu wenig liefert. Entscheidend ist ein umfangreiches Angebot an SLAs und eine garantierte Verbesserung der Benutzererfahrung und Transparenz.
Vorbildliche Angebote, die das Serviceversprechen tatsächlich erfüllen, bieten bereits Garantien für Energie- und Platz-Effizienz. Dies hilft Unternehmen, Strom zu sparen und mehr Daten auf weniger Speicherplatz zu speichern. So ist mit der richtigen Wahl einer STaaS-Lösung selbst unter den ohnehin schon effizienten All-Flash-Systemen ein nochmals deutlich geringerer Stromverbrauch erzielbar. Eine transparente Wattmessung pro Terabyte ermöglicht genauere Reports, und neue Services wie Disaster-Recovery-as-a-Service oder eine Zero-Data-Loss-Garantie stärken die Planungssicherheit von STaaS-Kunden erheblich.
Was attraktive STaaS-Angebote auszeichnet
Noch attraktiver werden STaaS-Angebote, wenn neben umfassenden SLA-Garantien erweiterte Verpflichtungen hinzukommen, um die Energieeffizienz, die Kapazitätsdichte und den Schutz vor Datenverlusten zu gewährleisten. Die nächste Generation von STaaS geht dazu über, die Kosten für den Stromverbrauch und den Rackspace von Kunden zu übernehmen. Es gibt bereits Angebote mit Garantien, die Datenmigration und Datenverlust ausschließen sowie die Effizienz hinsichtlich Energie- und Platzbedarf gewährleisten, kombiniert mit flexiblen Upgrades und Finanzierungen.
Die jüngste Aufwertung einzelner STaaS-Angebote wird vor dem Hintergrund der bisherigen Marktentwicklung besonders deutlich. Jahrelang haben STaaS-Anbieter ihre CapEx-basierten Lösungen auf OpEx-Basis angeboten, ohne dabei einen echten Service zu liefern, der das „As-a-Service“-Versprechen eigentlich ausmacht. Unternehmen erwarten von STaaS SLA-basierte Ergebnisse, die nicht nur flexible Ausgaben ermöglichen, sondern auch den Arbeitsaufwand optimieren und gleichzeitig für Sicherheit, Nachhaltigkeit und Agilität sorgen.
Seit 2014 können Unternehmen über das Pure-Storage-Evergreen-Programm im Abonnement unterbrechungsfreie Upgrades über Hardware-Generationen hinweg und kontinuierlich neue Software-Funktionen nutzen. Das erste echte STaaS-Angebot für Unternehmen wurde jedoch 2018 von Pure Storage eingeführt, basierend auf umfassenden SLAs und Garantien. Seit 2022 ist ein flexibles Nutzungsmodell verfügbar, das den Besitz eines Speichersystems mit der Wirtschaftlichkeit des Flottenverbrauchs kombiniert. Zuletzt kam ein STaaS-Angebot auf den Markt, das Storage-Kunden verspricht, den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen um bis zu 85 Prozent zu senken und bis zu 95 Prozent weniger Platz im Rack zu beanspruchen als herkömmliche Angebote. Die Kombination mit neuen, erweiterten Garantien, flexibler Finanzierung, verbesserter Resilienz und KI-gestützten Servicefunktionen macht STaaS noch attraktiver.
Nachhaltigkeit, Energiebedarf, Wiederherstellung und Resilienz rücken in den Fokus
Die nötigen Vorkehrungen für Disaster Recovery können zu komplexen Lösungen und kostspieligen Anwendungen führen, die mitunter nur einen Teil des Problems lösen. Traditionell wurden für die Wiederherstellung im Katastrophenfall sekundäre Rechenzentren mit vollen Racks benötigt, die das Budget belasten, oder Infrastrukturen, die nur selten genutzt werden, aber dennoch gewartet und instandgehalten werden müssen. Einige Unternehmen haben sich einer hybriden Lösung für Disaster Recovery in der Cloud zugewandt, was neben Komplexität erhebliche Kosten mit sich bringen kann. Generell erweisen sich viele Disaster-Recovery-Lösungen in der Praxis als komplex, teuer und störungsanfällig. Unternehmen brauchen hingegen eine einfachere, kosteneffiziente Lösung, mit der sie die Geschäftskontinuität im Falle einer Katastrophe aufrechterhalten können.
Stand: 08.12.2025
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Moderne, verbrauchsbasierte Disaster-Recovery-as-a-Service-Lösungen reduzieren die Komplexität, Kosten, Wiederherstellungszeit und Geschäftsunterbrechungen nach Katastrophen und Cybersicherheitsvorfällen erheblich. Unternehmen verfügen dann über saubere Umgebungen mit mehreren Wiederherstellungspunkten, um saubere Kopien ihrer lokalen Daten auch in der Cloud wiederherzustellen, unabhängig von der zugrundeliegenden Speicherinfrastruktur, während gleichzeitig sichergestellt wird, dass die Rechenzentren für Untersuchungen isoliert bleiben.
Ebenso haben die aktuelle Energiekrise, neue Umweltvorschriften und ambitionierte Nachhaltigkeitsziele die Anforderungen von Unternehmen verändert. Die Berechnung des Energiebedarfs eines typischen Rechenzentrums bleibt jedoch eine Herausforderung. Mit der Digitalisierung in großem Maßstab sowie der Datenüberlastung und -fragmentierung verschärft das End-to-End-Betriebsmanagement das Problem knapper Budgets und mangelnder Fachkräfte für IT-Abteilungen weiter. Neue STaaS-Funktionen helfen hier, viele bisherige Hürden zu überwinden.
Eine garantierte Daten-Resilienz ermöglicht es Unternehmen, die Datensicherheit mit einer umfassenden, mehrschichtigen und von Grund auf neu konzipierten Strategie zur Datensicherheit zu maximieren. Eine Resilienzbewertung unterstützt den zuverlässigen Storage-Betrieb durch mehr Transparenz beim Einsatz von Datenschutz- und Backup-Partnertechnologien und bietet gleichzeitig die Möglichkeit, ganze Flottenkonfigurationen gegenüber aktuellen Verfahren zu testen. Eine Zero-Data-Loss-Garantie gibt STaaS-Kunden die Gewissheit, dass ihre Daten nicht aufgrund von Storage-Hardware- oder Software-Problemen verloren gehen. Im seltenen Fall einer Datenbeschädigung gewährleistet der STaaS-Anbieter den Datenschutz mit fortschrittlichen Datenwiederherstellungsdiensten. KI-gestützte Asset- und Lifecycle-Management-Services sorgen zusätzlich für eine insgesamt verbesserte Serviceerfahrung.
Konsequent umgesetzt mit den richtigen Angeboten, ist das „As-a-Service“-Modell eine sinnvolle Möglichkeit, um die Storage-Nutzung nicht nur nachhaltiger, sondern auch flexibler und widerstandsfähiger zu gestalten. Zeitgemäße STaaS-Angebote bieten bereits vielfältige Optionen, damit jedes Unternehmen eine maßgeschneiderte Lösung realisieren kann.
* Der Autor Markus Grau ist Principal Technologist bei Pure Storage.