- 95 Prozent der Eingangsdokumente im zentralen Posteingang laufen jetzt vollautomatisch durch
- Das Volumen der manuell nachzubearbeitenden Vorgänge sinkt um knapp 20 Prozent, die Durchlaufzeiten bleiben auch in Hochlastphasen stabil
- Im zentralen Posteingang des BGV werden jährlich mehr als 650.000 Dokumente verarbeitet, die der Cognitive Classifier anhand von Text-, Bild- und Strukturmerkmalen klassifiziert
Das Inputmanagement des BGV verarbeitet jährlich mehr als 650.000 Dokumente. An regulären Arbeitstagen sind es rund 3.000 Vorgänge, in saisonalen Spitzen deutlich mehr. Von Schadensmeldungen über Vertragsänderungen und Kündigungen bis zu individuellen Anliegen unterscheidet die Versicherungsgruppe rund 110 Geschäftsvorfälle, die zuverlässig erkannt und in den richtigen Fachprozess überführt werden müssen. Je heterogener die Eingänge, desto anspruchsvoller ist ihre Zuordnung.
Höhere Präzision durch kombinierte Text- und Bildanalyse
Mit der Digitalisierung hat sich die Struktur der Eingangsdokumente deutlich verändert. Unterschiedliche Layouts, variierende Textmengen, eingebettete Bilder oder Anhänge erhöhen die Komplexität der Klassifikation erheblich. Gleichzeitig bleiben regulatorische Anforderungen, Service Level Agreements und interne Qualitätsstandards unverändert hoch.
Der Cognitive Classifier, eine KI-Komponente der OmnIA-Plattform, analysiert Dokumente daher ganzheitlich. Neben dem Text wertet er auch visuelle und strukturelle Merkmale sowie Bilder aus. So erkennt er Geschäftsvorfälle kontextsensitiv und ordnet sie konsistent den richtigen Prozessen zu.
Damit steigt die Dunkelverarbeitungsquote im zentralen Posteingang auf 95 Prozent. Folgeprozesse lassen sich früher und strukturierter anstoßen, manuelle Eingriffe konzentrieren sich auf Ausnahmefälle.
Spürbare Entlastung in der Nachbearbeitung
Im Tagesgeschäft wirkt die höhere Automatisierungsquote sofort. Rund 95 von 100 Eingangsdokumenten werden in der Dunkelverarbeitung korrekt vorklassifiziert und die relevanten Daten richtig extrahiert. In die Nachbearbeitung gelangen vor allem unsichere oder außergewöhnliche Fälle. Dort müssen die Mitarbeitenden häufig lediglich ein bereits belastbares Ergebnis prüfen und bestätigen, statt den Vorgang vollständig neu zu analysieren. Das Volumen der manuell nachzubearbeitenden Vorgänge sinkt um knapp 20 Prozent, während die Durchlaufzeiten auch in Hochlastphasen stabil bleiben.
„Der neue Cognitive Classifier ist ein bedeutender Schritt in unserer langjährigen Zusammenarbeit mit Insiders“, sagt Sören Hauser, Teamleiter Inputmanagement beim BGV. „Wir integrieren damit KI schrittweise in unsere bestehenden Systeme und erzielen sofort belastbare Ergebnisse. Das reduziert Klärungsaufwand deutlich und hat unsere Produktivität in der Nachbearbeitung nahezu verdoppelt.“
KI als strategischer Baustein
Für den BGV ist der Cognitive Classifier Teil einer langfristig angelegten Automatisierungsstrategie. Die KI-Komponente fügt sich in die bestehende Systemlandschaft ein und ging selbst während der arbeitsintensiven Jahresrechnung erfolgreich in den Produktivbetrieb über.
„Der Posteingang einer Versicherungsgruppe ist heute sehr heterogen. Beim BGV sind rund 110 Geschäftsvorfälle zu unterscheiden, und ein Teil der relevanten Merkmale liegt in Layout, Struktur oder eingebetteten Bildern statt im Text“, so Christian Bokelmann, Head of Sales Unit Insurance bei Insiders Technologies. „Unsere OmnIA-Plattform kombiniert deshalb unterschiedliche KI-Methoden zur Dokumentenanalyse und stellt sie integriert bereit. Auf dieser Grundlage können unsere Kunden den Grad ihrer Automatisierung gezielt erhöhen und zugleich Prozessstabilität und regulatorische Sicherheit gewährleisten.“
Der umfassende Projektbericht steht hier bereit: insiders-technologies.com/de/omnia-de/ki-gestuetzte-klassifikation-steigert-automatisierung