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14.07.2026

EU-Entscheidung zu SAP: Mehr Wahlfreiheit verändert den Betrieb von SAP-Landschaften

Filderstadt, 14.07.2026 (PresseBox) - Die EU-Kommission hat die von SAP angebotenen Verpflichtungszusage­n zu Wartung und Support von SAP-On-Premise-Systemen angenommen. Die Zusagen gelten für zehn Jahre......

Filderstadt, 14.07.2026 (PresseBox) - Die EU-Kommission hat die von SAP angebotenen Verpflichtungszusagen zu Wartung und Support von SAP-On-Premise-Systemen angenommen. Die Zusagen gelten für zehn Jahre und schaffen für Unternehmen neue Möglichkeiten, Support- und Wartungsmodelle flexibler zu gestalten. SAP hat angekündigt, die angepassten Regelungen weltweit auf bestehende und künftige Kunden seiner On-Premise-Produkte anzuwenden.

Nach Einschätzung der All for One Group liegt die eigentliche Bedeutung der Entscheidung jedoch weniger in einzelnen Vertragsänderungen als in den neuen strategischen Handlungsspielräumen für SAP-Anwender.

Michael Manea, Vice President Global Business Services der All for One Group, erklärt:

„Die eigentliche Chance liegt nicht im Kleingedruckten, sondern in dem, was diese Entscheidung ermöglicht. Unternehmen können ihre SAP-Landschaft endlich so behandeln, wie sie tatsächlich ist – nämlich uneinheitlich. Ein geschäftskritisches SAP-S/4HANA-System stellt andere Anforderungen an Betrieb und Support als ein stabiles Altsystem, das noch einige Jahre weiterläuft. Genau diese Unterschiede lassen sich künftig deutlich besser berücksichtigen.“

Viele Unternehmen betreiben heute historisch gewachsene SAP-Landschaften mit Systemen unterschiedlicher Generationen, Kritikalität und Lebenszyklen. Bislang wurden diese häufig nach einem einheitlichen Wartungsmodell betrieben. Die neuen Regelungen schaffen erstmals die Möglichkeit, Support- und Betriebsmodelle stärker an den tatsächlichen Anforderungen einzelner Systeme auszurichten.

„Das ist kein Aufruf, SAP den Rücken zu kehren. Für viele geschäftskritische Systeme bleibt der Herstellersupport die richtige Wahl. Der eigentliche Mehrwert liegt in der Wahlfreiheit: Unternehmen können künftig für jeden Teil ihrer SAP-Landschaft bewusst entscheiden, welches Betriebs- und Supportmodell am besten zu ihren Anforderungen passt. Gleichzeitig entstehen finanzielle Spielräume, um Budgets gezielter in Modernisierung und Transformation zu investieren.“

Unternehmen stehen nun vor der Aufgabe, die neuen Möglichkeiten strategisch für ihre SAP-Landschaft zu bewerten. 

„Mehr Wahlfreiheit bedeutet auch mehr Verantwortung und Arbeit, denn diese Flexibilität wird sich niemandem einfach so hinstellen. Unternehmen müssen ihre SAP-Landschaft jetzt ehrlich analysieren: Welche Systeme sind geschäftskritisch? Wo stehen Modernisierungen an? Welche Betriebs- und Supportmodelle unterstützen die Transformationsziele am besten? Erst auf dieser Grundlage lassen sich Investitionen gezielt priorisieren und die neuen Spielräume wirtschaftlich nutzen.“

Nach Einschätzung der All for One Group dürfte die Entscheidung die Vertrags- und Budgetplanung vieler SAP-Anwender nachhaltig beeinflussen. Unternehmen, die ihre SAP-Landschaft jetzt strategisch bewerten, können die neuen Freiheiten nutzen, um Betriebskosten zu optimieren und Investitionen gezielt in ihre digitale Transformation zu lenken.
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