Nextcloud stellt mit der Enterprise-Version ein Abonnementmodell vor. Neben einem Support erhalten Kunden noch weitere Leistungen, um beispielsweise die Cloud-Sicherheit zu erhöhen. Wir stellen die wichtigsten Features in diesem Beitrag vor.
In diesem Artikel wird das die kostenpflichtige Enterprise-Variante von Nextcloud näher beleuchtet.
(Bild: DigitalMagicVisions - stock.adobe.com)
Nextcloud Enterprise richtet sich mit einem Subskriptionsmodell an Unternehmen. Neben den Standardfunktionen aus der Community-Edition erhält die kostenpflichtige Nextcloud-Variante zusätzliche Funktionen und verbesserten Support. Hierbei werden professionell betriebene Nextcloud-Instanzen sicherer betrieben.
Die kostenpflichtige Nextcloud-Version erhält also Sicherheitsfunktionen, die in der Community-Edition fehlen. Deshalb kommen Unternehmen, die maximale Sicherheit für ihre private Cloud erreichen wollen oder müssen, künftig kaum mehr um die kostenpflichtige Variante herum. Die Community-Edition erhält in Zukunft nicht alle Sicherheitsfeatures, bleibt dafür aber kostenlos.
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Nutzer-Teilhabe an künftiger Entwicklung
Die Enterprise-Edition unterscheidet sich somit weniger in der Anzahl der Benutzer, sondern im Grunde genommen vor allem um Ansprüche bei der Sicherheit und Stabilität der Umgebung. Es ist daher durchaus sinnvoll auch als KMU zu Nextcloud Enterprise zu wechseln, da die Möglichkeiten der Community-Edition nicht mehr für den produktiven Betrieb ausreichen. Vor allem Anforderungen an Sicherheit sind eine wichtige Basis für die Entscheidung zum Wechsel zur kostenpflichtigen Enterprise-Edition von Nextcloud.
Die Kosten von Nextcloud Enterprise richten sich vor allem am ausgewählten Abonnement und der Anzahl der Benutzer im Unternehmen aus. Pauschale Preise gibt es keine, die Kosten hängen daher vom Unternehmen ab und sollten bei Nextcloud oder einem Lizenz-/Hostingpartner erfragt werden. Bildungseinrichtungen erhalten vergünstigte Preise.
Nextcloud bietet die Enterprise-Edition mit den Abo-Plänen Basic (etwa 37 Euro pro Benutzer und Jahr), Standard (etwa 68 Euro pro Benutzer und Jahr), Premium (etwa 100 Euro pro Benutzer und Jahr) sowie Ultimate (195 Euro pro Benutzer und Jahr) an. Basic-Kunden erhalten den E-Mail-Support ausschließlich zu den Geschäftszeiten. Unternehmen mit dem Ultimate-Abo-Plan dürfen den 24/7-Telefonsupport nutzen. Cluster-Support erhalten nur Kunden von Premium und Ultimate, den Exchange-Connector dagegen können nur Ultimate-Kunden nutzen.
Kunden, die auf Nextcloud Enterprise setzen, sollen in Zukunft direkten Einfluss auf die Roadmap von Nextcloud haben und beeinflussen dadurch auch die Community-Edition. Die Enterprise-Kunden können am Produktbeirat von Nextcloud teilnehmen und sie stehen auch im direkten Kontakt mit den Entwicklern.
Netxcloud ist konform zur DSGVO, HIPAA und bald auch mit CSTN
Nextcloud soll in Zukunft sowohl in der Enterprise- und der Community-Edition konform zur DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) und HIPAA („Health Insurance Portability and Accountability Act“) sein. Außerdem arbeitet das Unternehmen an der CSTN-Zertifizierung. Die „Certified Secure Telecommunications Network“-Zertifizierung ist ein international anerkanntes Programm zur Evaluierung und Zertifizierung der Sicherheit von Telekommunikationsnetzwerken. Sie stellt sicher, dass Netzwerke den höchsten Sicherheitsstandards entsprechen und sowohl vor externen als auch internen Bedrohungen geschützt sind.
Der Fokus der Zertifizierung liegt darauf, den Datenschutz, die Verfügbarkeit und Integrität von Daten sicherzustellen. Die Prüfungen umfassen eine umfassende Analyse der Netzwerkinfrastruktur, der eingesetzten Protokolle sowie der Maßnahmen zur Angriffserkennung und -abwehr. Unternehmen mit CSTN-zertifizierten Netzwerken weisen ein erhöhtes Sicherheitsniveau vor. Die Zertifizierung wird regelmäßig aktualisiert, um sich an neue Bedrohungsszenarien und technologische Entwicklungen anzupassen.
Der Code für die Nextcloud Community-Edition bleibt in Zukunft durch viele Updates optimiert für Privatanwender. Die kostenpflichtige Version bietet außerdem weitere Schritte für Tests und Qualitätssicherung des Produktes. Daher ist es möglich, dass es in Zukunft in der Community-Edition Schwachstellen gibt, die in der Enterprise-Edition durch bessere Qualitätssicherung und mehr interne Tests identifiziert wurden.
Kunden können auch individuelle Anpassungen in der Enterprise-Edition und des Codes für Unternehmen anfragen. Dadurch lässt sich Enterprise entweder erweitern oder Unternehmen können ihre Cloud an eigene Anwendungen und Plattformen über Nextcloud-Entwickler anbinden lassen. Somit ermöglicht die Plattform auch ein Enterprise-Branding - auch für die verschiedenen Clients, die sich an Nextcloud anbinden lassen. Die dazu notwendigen Apps lassen sich ebenfalls an Unternehmen anpassen, ebenso die Login-Prozesse zu Nextcloud Enterprise.
Nextcloud Enterprise wird nicht durch den Anbieter selbst gehostet. Unternehmen können selbst festlegen, ob sie Nextcloud Enterprise bei einem Partner hosten oder selbst betreiben wollen.
Stand: 08.12.2025
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Hotpatching und Nextcloud Security Guard
Netxcloud Enterprise erhält darüber hinaus Hotpatching-Funktionalitäten. Dadurch lassen sich im laufenden Betrieb Updates installieren, ohne Benutzer bei ihrer Arbeit zu beeinträchtigen.
Dazu kommt der Security Guard in Nextcloud Enterprise. Dieser kann im laufenden Betrieb den Zustand und die Sicherheit von Nextcloud-Installationen überwachen. Security Guard erkennt zum Beispiel Brute-Force-Anfälligkeit, Cron-Fehler, die Integrität des Nextcloud-Codes und vieles mehr. Security Guard stellt auch laut Nextcloud das nächste Level der Sicherheit in Nextcloud dar. In die Community-Edition werden diese Möglichkeiten nicht integriert.