Toms Wochentipp: Microsoft und Werbepartner lesen mit Datenkrake neues Outlook: Darauf sollten Anwender achten

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Das neue Outlook ersetzt in Windows 10 und Windows 11 die bisherigen Apps Kalender, Mail und Kontakte. Der Funktionsumfang entspricht grob den Möglichkeiten, den auch das Desktop-Outlook bietet, allerdings gibt es einige Einschränkungen und auch der Datenschutz ist fragwürdig.

Das neue Outlook sammelt in großem Umfang Nutzerdaten.(Bild:  Nmedia - stock.adobe.com)
Das neue Outlook sammelt in großem Umfang Nutzerdaten.
(Bild: Nmedia - stock.adobe.com)

Zwar stellt Microsoft das neue Outlook kostenlos über den App-Store in Windows 10 und Windows 11 zur Verfügung, dennoch sollten sich Anwender gut überlegen in welchem Szenario sie das kostenlose Tool tatsächlich einsetzen wollen.

Auch externe Konten sind betroffen

Zunächst laufen alle E-Mails über Microsoft-Server. Das gilt auch dann, wenn Anwender keine Microsoft-Konten nutzen, sondern zum Beispiel Google Mail oder auch iCloud. Das neue Outlook ist auch für macOS verfügbar. Neben den Zugangsdaten für die externen E-Mail-Konten speichert Microsoft daher auch alle E-Mails der externen Konten auf den eigenen Servern. Das ist vielen Anwendern nicht sehr recht. Dazu kommt, dass Microsoft mit mehr als 770 Partnern zusammenarbeitet, die innerhalb der kostenlosen App Werbung einblenden dürfen und damit auch Zugang zu Daten von Anwendern erhalten.

Das neue Outlook steht bei Datenschützern aus verschiedenen Gründen in der Kritik. (Bild:  Joos - Microsoft)
Das neue Outlook steht bei Datenschützern aus verschiedenen Gründen in der Kritik.
(Bild: Joos - Microsoft)

Diese zwei Faktoren sollten aufhorchen lassen, ob der Einsatz des neuen Outlooks wirklich sinnvoll ist. Wer bereits mit einem Microsoft-Konto arbeitet oder auch ein Abo von Microsoft 365 hat, bemerkt nicht unbedingt Nachteile, abgesehen von der Datenweitergabe an die Werbepartner. Anwender, die bisher aber auf Google Mail oder iCloud setzen, wollen ihre Daten aber vielleicht nicht auch noch mit Microsoft teilen.

Daher warnen viele Datenschützer vor dem neuen Outlook, nicht zuletzt wegen der Datenumleitung von E-Mails zu Microsoft-Servern. Eine Alternative kann Mozilla Thunderbird sein. Allerdings ist auch hier das Sammeln von Daten nicht vollständig ausgeschlossen, allerdings nicht in diesem Umfang. Da das neue Outlook ab Anfang 2024 auf neuen PCs mit Windows 11 23H2 automatisch mit eingerichtet wird, setzen viele Anwender auf die Lösung, ohne sich mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben.

(ID:49902404)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Cloud Computing

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung