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Im Prinzip ist ScanSnap Folder eine Art Zwischenspeicher. Dokumente, die in den ScanSnap Folder gescannt wurden, können einfach über den Befehl „Datei öffnen“ bzw. „Einfügen“ aus dem ScanSnap-„Aktenfolder“ beispielsweise direkt in eine E-Mail übernommen werden und werden dann direkt innerhalb des Textkörpers angezeigt, und nicht wie bisher nur als Datei an die E-Mail angehängt (siehe Abb. 2). Auf diese Weise lassen sich auch Zeichnungen oder handschriftliche Notizen und Korrekturen in Word-Dokumente integrieren, beispielsweise im Rahmen eines Collaboration-Projekts.
Der alte Weg über die Importfunktion einer Applikation über eine so genannte Twain-Schnittstelle entfällt. ScanSnap Folder läuft allerdings nur auf Windows-Betriebssystemen; in Mac OS sind bereits eigene Bordmittel verankert, die die einfache Übernahme von Dokumenten in Applikationen ermöglichen.
Persönliche Konfiguration
Über den ScanSnap-Manager lassen sich neben individuellen Einstellungen für die Scanner-Taste auch spezielle für ScanSnap Folder einrichten (siehe Abb. 3). So können Anwender beispielsweise definieren, dass bei Nutzung des ScanSnap Folder immer eine Vorschau erscheinen soll. Das kann immer dann sinnvoll sein, wenn Dokumente zum Beispiel an Cloud-basierte Applikationen weitergegeben werden, die keine unmittelbare Draufsicht auf das Dokument ermöglichen. So zeigt zum Beispiel das Cloud-Speichersystem Dropbox nur anhand einer Dateistruktur, dass eine PDF-Datei abgelegt wurde, nicht aber deren Inhalt. Hier macht es Sinn, vor einer Übertragung das Dokument über die Vorschau anzeigen zu lassen.
Ebenso lässt sich auch definieren, wie lange Dokumente, die über ScanSnap Folder weitergegeben wurden, vorgehalten werden sollen bzw. wann diese automatisch im Archiv abgelegt werden. Solche Kombinationsmöglichkeiten können gerade für kleinere Unternehmen interessant sein.
Kostenlose Updates
ScanSnap Folder ist Bestandteil des neuen Geräts, kann aber auch für ältere Geräte nachgerüstet werden. Auch das entspricht dem ScanSnap-Prinzip. Grundsätzlich sollen Software-Funktionen neuer, Upgrade-fähiger Geräte auch für die älteren Gerätegenerationen zur Verfügung stehen. Die Dropbox- und Android-Konnektoren bzw. der ScanSnap Folder ist daher auch für Geräte verfügbar, die bis zu drei Generationen älter sind. Die deutlich höhere Verarbeitungsgeschwindigkeit lässt sich natürlich nicht mehr rückwirkend für ältere Geräte erreichen.
Der ScanSnap-Manager wird über die rechte Maustaste aufgerufen. Hier können die regelmäßigen Online-Updates gezogen werden. Das kostenlose Update-Programm für die erweiterten Software-Funktionen findet sich aber auch auf der ScanSnap-Website zum direkten Download.
Der Fujitsu ScanSnap S1300i kostet 270 Euro bzw. 316 Euro in der Deluxe-Version (jeweils zzgl. MwSt.) und ist bei PFU-Vertriebspartnern erhältlich.
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