Caritas im digitalen Wandel Mit moderner IT zu mehr Menschlichkeit

Von Barbara Gribl 4 min Lesedauer

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IT neu denken – das war der Ansporn für Matthias Fenger, Vorstand des Diözesancaritasverband Rottenburg-Stuttgart, der durch die Modernisierung der eigenen IT-Infrastruktur mehr soziale Wirkung durch den Verband erzielen wollte – mit Erfolg.

Digitale Transformation für mehr Menschlichkeit: Caritas und Enthus setzen mit Cloud-Innovationen neue Maßstäbe im sozialen Sektor.(Bild: ©  Nanthiwan - stock.adobe.com)
Digitale Transformation für mehr Menschlichkeit: Caritas und Enthus setzen mit Cloud-Innovationen neue Maßstäbe im sozialen Sektor.
(Bild: © Nanthiwan - stock.adobe.com)

Bei der Cloud Native Conference 2025 wurden seine Ambitionen nun gewürdigt: Bereits zum vierten Mal ehrte die Vogel IT-Akademie gemeinsam mit der Expertenjury – Maximilian Hille (Cloud Analyst), Sabine Wolz (Mercedes-Benz Tech Innovation) und Dr. Nils Kaufmann (EuroCloud Native) – fortschrittliche Projekte, Persönlichkeiten und Unternehmen. Die Projekte in den Kategorien Company-, Provider- und People-Award fanden über den Tag verteilt Platz in der Agenda und wurden der Teilnehmerschaft von ihren Umsetzern vorgestellt. Ein Live-Voting bestimmte über die finale Platzierung und den Titel Cloud Native Rockstar 2025.

Auszeichnung für Diözesancaritasverband Rottenburg-Stuttgart

Matthias Fenger, der bei der Konferenz von seinem Projektpartner Christian Krug (Enthus) vertreten wurde, war einer der drei Finalisten, die die Experten-Jury vorab aus allen Einreichungen für die Kategorie Company-Award ausgewählt hatte. Die Präsentation des Großprojekts, dessen Herausforderungen und seinen Erfolg überzeugte die Teilnehmerschaft. Krug macht außerdem klar, dass der Erfolg maßgeblich von Fengers Vision, seinem Engagement und seinem Mut abhängig gewesen sei. Damit fuhr der Diözesancaritasverband Rottenburg-Stuttgart mit Matthias Fenger den ersten Platz sowie den Titel Cloud Native Rockstar 2025 ein.

Modernisierungsschub: soziale Effizienz durch Cloud-Innovationen und IT-Optimierung

Die Caritas und Enthus haben sich in ihren gemeinsamen Projekten auf eine umfassende Modernisierung und Verbesserung der IT-Infrastruktur konzentriert, um die Effizienz ihrer sozialen Arbeit zu steigern. Die Hauptziele bestehen darin, die Herausforderungen einer veralteten und komplexen IT-Landschaft zu überwinden, die zu häufigen Systemausfällen und einem hohen Administrationsaufwand führt. Durch die Implementierung eines Managed-Service-Konzepts und die Umstellung auf eine cloudbasierte Infrastruktur mit Microsoft 365/Azure konnte anscheinend eine stabile und ausfallsichere Arbeitsumgebung geschaffen werden.

Azure-Cloud und Automatisierung stärken soziales Engagement und Arbeitsbedingungen

Die Vereinheitlichung und Automatisierung von Arbeitsabläufen sowie die zentrale Steuerung von Endgeräten und Applikationen waren laut den Unternehmenssprechern hier entscheidende Maßnahmen, um die Nutzerzufriedenheit zu erhöhen und mehr Zeit für strategische Projekte zu gewinnen. Diese Projekte sollen die Digitalisierung vorantreiben und mehr Zeit für die direkte Arbeit mit hilfsbedürftigen Menschen ermöglichen.

Die Transformation in die Azure-Cloud förderte standardisierte, rollenbasierte Arbeitsmethoden und schuf neue Möglichkeiten für digitales Arbeiten und Kollaboration, einschließlich der Nutzung von KI. Insgesamt zielt das Projekt darauf ab, die Arbeitsbedingungen an jedem Arbeitsplatz zu verbessern und den sozialen Wandel durch digitale Effizienz zu unterstützen.

Wie Caritas die digitale Effizienz für den sozialen Wandel steigert

Die Nominierung für das Projekt beschreibt eine signifikante Modernisierung und Verbesserung der IT-Infrastruktur, welche durch zahlreiche Herausforderungen gezeichnet war. Ursprünglich kämpfte der Diözesancaritasverband Rottenburg-Stuttgart mit einer heterogenen, komplexen und teils veralteten IT-Infrastruktur, die einen langwierigen Anwender-Support und einen hohen Administrationsaufwand zur Folge hatte. Häufige IT-Ausfälle und Probleme bei der Anwendungsperformance führten dazu, dass weniger Zeit für hilfsbedürftige Menschen zur Verfügung stand.

Um diese Probleme zu bewältigen, hat der Diözesancaritasverband Rottenburg-Stuttgart zusammen mit Enthus ein Managed-Service-Konzept in der Cloud für 1.600 Nutzer implementiert. Dies beinhaltete eine umfassende Cloud-Migration sowie die Umstellung auf Microsoft 365/Azure. Zusätzlich wurden Arbeitsabläufe vereinheitlicht und automatisiert sowie die Client- als auch die Netzwerk-Infrastruktur modernisiert.

„Der aktuelle Status Quo unseres Projekts zeigt eine moderne und ausfallsichere Arbeitsumgebung, die die digitale Sozialarbeit unterstützt“, so Krug. „Die Nutzerzufriedenheit hat sich dank des schnellen Supports und des komfortablen Self-Service erheblich verbessert.“ Die Automatisierung alltäglicher IT-Aufgaben hätte mehr Zeit für strategische Projekte geschaffen, die die Digitalisierung vorantreiben und somit mehr Zeit für die direkte Arbeit mit Menschen ermöglichen soll.

Herausforderungen begegnen durch Cloud-Migration und Standardisierung

Die Projektbeschreibung fokussierte den Wandel der IT-Infrastruktur. Zuvor sei enthus mit einer veralteten IT-Landschaft konfrontiert gewesen, die dazu führte, dass Endgeräte von 1.600 Mitarbeitern an über 200 Standorten in Baden-Württemberg regelmäßig ausfielen. „Zudem hatten wir ein Konglomerat von über 50 Applikationen, die ohne zentrale Steuerung betrieben wurden“, erklärt Krug.

Daher fiel die Entscheidung, die „gesamte IT-Infrastruktur in die Azure-Cloud zu transformieren“, führt Krug weiter aus. Dies sollte einen Dreisprung anstelle eines Weitsprungs darstellen, beschreibt Krug. Dies wiederum zu permanent synchronen Arbeitsweisen an allen Endgeräten und Standorten, was einheitliche und standardisierte, rollenbasierte Arbeitsmethoden ermöglicht. Der notwendige Prozess-Change als Element der Organisationsentwicklung bleibt – neben dem technologischen Wandel – eine anhaltende Herausforderung. Krug ergänzt: „Diese Veränderung ist jedoch entscheidend, um Effizienzgewinne zu erzielen und die Mitarbeiter mitzunehmen.“

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Durch die konsequente Einführung von standardisierten Rollen und Berechtigungen, die zentrale Steuerung aller Endgeräte, intuitive Zugriffe auf Applikationen sowie einheitliche Ablagestrukturen wurde das gemeinsame Arbeiten über alle Einrichtungen und Dienste hinweg – so analysierten es die Enthus-Experten – deutlich verbessert. Diese Fortschritte hätten folglich die Arbeitsbedingungen an jedem Arbeitsplatz optimiert. „Nun kann neues digitales Arbeiten mit Klienten entwickelt und gesichert werden. Die Orientierung und der Einsatz von KI, ebenso wie die professionelle Zusammenarbeit unter Kollegen und mit Netzwerkpartnern, sind dadurch erst wirklich möglich geworden“, sagt Krug abschließend.

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