Outpost24-Report warnt vor wachsender Angriffsfläche Mehr Cyberangriffe durch vergessene IT-Systeme

Von Elke Witmer-Goßner 2 min Lesedauer

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Die Angriffsfläche moderner Unternehmen wächst rasant und mit ihr das Risiko für Cyberangriffe. Laut aktuellem Report „Securing the Modern Attack Surface” von Outpost24 berichten viele Unternehmen, dass ihre Angriffsfläche im vergangenen Jahr zugenommen hat. Besonders alarmierend: Die meisten Cybervorfälle erfolgten aufgrund eines exponierten digitalen Assets.

Wer heute seine externen Systeme nicht kontinuierlich erfasst, überwacht und gegen aktuelle Angriffe absichert, läuft Gefahr, unbemerkt zum nächsten Opfer zu werden.(Bild: ©  Neuropixel - stock.adobe.com / KI-generiert)
Wer heute seine externen Systeme nicht kontinuierlich erfasst, überwacht und gegen aktuelle Angriffe absichert, läuft Gefahr, unbemerkt zum nächsten Opfer zu werden.
(Bild: © Neuropixel - stock.adobe.com / KI-generiert)

Schatten-IT, vergessene Cloud-Dienste und alte Domains

Zu den größten Risikofaktoren zählen unverwaltete oder vergessene Systeme, die oft außerhalb der Kontrolle der IT-Abteilungen betrieben werden. Dazu gehören Schatten-IT wie eigenmächtig eingeführte Tools, nicht mehr genutzte Cloud-Umgebungen sowie abgelaufene Domains, die von Angreifern günstig erworben und für Phishing oder Datendiebstahl missbraucht werden können.

EASM-Lösungen (External Attack Surface Management) helfen, diese Assets automatisch zu identifizieren, zu inventarisieren und zu bewerten, und so, auch bislang unbekannte Einfallstore sichtbar zu machen.

Professionalisierte Angriffe: Markenmissbrauch und Credential-Leaks

Bedrohungsakteure setzen zunehmend auf ausgefeilte Methoden wie Marken- und Domain-Imitationen, um Opfer zu täuschen und Anmeldedaten abzugreifen. DRP-Tools (Digital Risk Protection) spüren solche Aktivitäten in Echtzeit auf von gefälschten Websites über gestohlene Zugangsdaten bis hin zu Hacker-Diskussionen in Dark-Web-Foren.

Ein Beispiel liefert die Outpost24-Analyse für die Benelux-Region: Dort fanden sich sowohl durch Malware gestohlene Logins als auch auf dem Dark Web angebotene Unternehmenszugänge quer durch Branchen wie Transport, Energie und Finanzwesen. Besonders kritisch sind diese Leaks, da sie oft den Startpunkt für laterale Angriffe im Firmennetz bilden.

Schwachstellen in öffentlich erreichbaren Systemen

Internet-facing-Systeme mit bekannten, aber ungepatchten Sicherheitslücken sind ein weiteres zentrales Einfallstor. Outpost24s OffSec-Team entdeckte etwa eine gravierende Authentifizierungs-Bypass-Schwachstelle in CrushFTP (CVE-2025-2825). In der Benelux-Analyse wiesen 18 Prozent der 30.000 geprüften Online-Assets kritische oder sehr hohe Risikobewertungen auf – im Gesundheitswesen sogar 27,2 Prozent.

Mehr Schutz durch Kombination von EASM und DRP

Der Report betont die Vorteile einer integrierten Nutzung beider Ansätze:

  • EASM schafft ein vollständiges Inventar aller externen Assets, bewertet deren Risiko und erkennt Fehlkonfigurationen oder veraltete Software.
  • DRP liefert Kontext, indem es gezielt Bedrohungen wie Markenmissbrauch, Phishing oder Credential-Leaks identifiziert und verfolgt.

In Kombination ermöglichen beide Technologien eine priorisierte Behebung der gefährlichsten Schwachstellen, die sowohl auf technischer Verwundbarkeit als auch aktueller Bedrohungsaktivität basiert.

Outpost24 sieht in der Verzahnung von EASM und DRP den Schlüssel, um die wachsende externe Angriffsfläche in den Griff zu bekommen. Die Integration in bestehende Sicherheitsumgebungen wie SIEM, SOAR oder XDR verkürzt Reaktionszeiten und stärkt den Schutz vor Reputationsverlust, Datenabfluss und finanziellen Schäden.

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