Toms Wochentipp: Entra erweitert die Security-Administrator-Rolle Kompromittierte Konten sperren ohne globale Adminrolle

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Microsoft baut die Rolle Sicherheitsadministrator in Entra ID aus. Sie darf jetzt Benutzerkonten sperren, aktive Sitzungen widerrufen und einen Kennwortwechsel erzwingen. Sicherheitsteams reagieren damit selbst auf einen Angriff. Eine höher privilegierte Zuweisung ist dafür nicht mehr nötig.

Entra ID vereinfacht jetzt die Kontenverwaltung für Sicherheitsadministratoren.(Bild: ©  Kritsadee - stock.adobe.com / KI-generiert)
Entra ID vereinfacht jetzt die Kontenverwaltung für Sicherheitsadministratoren.
(Bild: © Kritsadee - stock.adobe.com / KI-generiert)

Der Sicherheitsadministrator verwaltet in Entra ID die Schutzfunktionen des Mandanten. Direkte Eingriffe gegen ein einzelnes Benutzerkonto fehlten dieser Berechtigung bisher. Für das Sperren oder das Beenden laufender Sitzungen brauchte das Team eine zweite Zuweisung wie den Benutzeradministrator. Microsoft ergänzt diese Aktionen nun.

Reaktionsaktionen im Sicherheitsvorfall

Das Sicherheitsteam deaktiviert ab sofort ein Benutzerkonto und schaltet es bei Bedarf wieder frei. Es widerruft die aktiven Anmeldungen eines Anwenders, sodass die Token verfallen und der Betroffene sich neu anmeldet. Zusätzlich erzwingt der Verwalter beim nächsten Zugriff einen Wechsel des Kennworts. Alle drei Schritte lassen sich über die Detailseite eines Kontos im Verwaltungsportal auslösen.

Im Ernstfall greifen die Schritte ineinander. Meldet ein Nutzer einen Phishing-Klick, sperrt das Team den Zugang sofort und wirft den Angreifer aus offenen Anmeldungen. Der erzwungene Kennwortwechsel sichert das Konto danach ab. Der Verwalter bleibt dabei in einer einzigen Rolle.

Grenzen der Sofortmaßnahmen

Die neuen Aktionen gelten nur für reguläre Nutzer, nicht für andere Verwalter. Ein gekapertes Konto mit Adminrechten bleibt den höheren Rollen vorbehalten, darunter dem Privilegierten Authentifizierungsadministrator. Der Widerruf entzieht die Sitzungs-Token, doch ein bereits ausgestelltes Zugriffstoken bleibt bis zu einer Stunde gültig. Mit aktivierter Continuous Access Evaluation greift der Entzug nahezu sofort. Microsoft hält so das Prinzip der geringsten Rechte ein.

Wirkung auf die Rollenvergabe

Die Änderung verschlankt die Rollenplanung, denn bisher kombinierten viele Firmen die Aufgabe mit einer Zuweisung für Benutzerkonten. Eine solche Doppelvergabe weitete die Rechte über den Vorfall hinaus aus. Jetzt genügt eine einzige Berechtigung, die Administratoren im Entra Admin Center unter „Rollen und Administratoren“ vergeben. Jede ausgeführte Maßnahme landet im Audit-Protokoll des Mandanten.

Zusammenfassung

Die erweiterte Berechtigung schließt eine Lücke in der Vorfallsreaktion, denn Sicherheitsteams sperren Zugänge und beenden aktive Sitzungen selbst. Der Zuschnitt auf nicht privilegierte Nutzer hält die Rechte schmal. Administratoren prüfen ihre bestehenden Rollenzuweisungen im Menüpunkt „Rollen und Administratoren“ und entfernen doppelte Vergaben.

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