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Von On-premises zu Azure

Komplexe Serveranwendungen in der Cloud besser betreiben

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Kommt bei der entsprechenden Webanwendung auch eine SQL-Datenbank zum Einsatz, können Administratoren an dieser Stelle auch auf SQL in Microsoft Azure setzen. Hier besteht entweder die Möglichkeit über den Bereich „SQL Datenbanken“ eine virtuelle Datenbank zu erstellen, oder wie mit dem Webserver auch, eine eigenständige VM mit installiertem SQL-Server. Der Server lässt sich danach problemlos mit dem Webserver verbinden, wenn er im gleichen virtuellen Netzwerk betrieben wird. Für SQL Server 2012/2014 besteht noch die Möglichkeit lokale Daten direkt in die Cloud zu replizieren. Anschließend müssen die Dateien auf dem Webserver nur noch so abgeändert werden, dass der virtuelle Server oder die virtuelle Datenbank in Microsoft Azure verwendet wird.

Webserver konfigurieren

Die Verwaltung des Webservers auf Basis von Windows Server 2012 R2 erfolgt mit dem Remotedesktop. Die Verbindungsdatei dazu laden Administratoren auf der Verwaltungsseite des Servers herunter. Den Rollendienst für Webserver können Administratoren auch über die PowerShell auf dem Webserver installieren. Die Vorgehensweise dazu ist identisch zur Installation auf einem lokalen Server. Der Befehl dazu ist folgender: Get-WindowsFeature Web-Server | Add-WindowsFeature –IncludeAllSubfeature.

Natürlich lassen sich alle notwendigen Dienste auch mit dem Server-Manager installieren. Anschließend wird der Webserver konfiguriert, wie ein lokaler Server auch. Danach werden die notwendigen Daten von den lokalen Servern zu den Servern in die Cloud übernommen.

Windows Server 2003-Migration

Microsoft stellt für die Migration von lokal betriebenen Webanwendungen, die auf Servern mit Windows aufgebaut sind, einen Online-Assistenten zur Verfügung. Dieser trägt die Bezeichnung Azure App Service Migration Assistant (Abb. 5). Der Assistent wurde vor allem für Unternehmen entwickelt, die noch auf Windows Server 2003 und damit auf IIS 6 setzen.

Durch das Ausführen des Assistenten, werden auf dem Server einige Tools und Erweiterungen installiert, die für die Analyse notwendig sind (siehe Abb. 6). Die Tools analysieren vor allem auf älteren Servern mit Windows Server 2003, ob die installierten Webanwendungen kompatibel mit Microsoft Azure sind, oder Änderungen durchgeführt werden müssen. Nachdem die Analysewerkzeuge gestartet sind, können Administratoren auswählen, ob Daten des lokalen Servers migriert werden sollen, oder ob ein Server im Netzwerk auf Kompatibilität mit Microsoft Azure überprüft werden soll (Abb. 7). Danach scannt das Tool den lokalen IIS oder den Server im Internet nach installierten Webanwendungen. Administratoren können an dieser Stelle auswählen, welche Anwendungen auf Kompatibilität mit Microsoft Azure getestet werden sollen (Abb. 8).

Sobald die Webanwendungen analysiert wurden, erhalten Administratoren einen Bericht, der bei der Umstellung hilft (Abb. 9). In diesem Bericht ist auch zu sehen, welche Einstellungen oder Erweiterungen geändert werden müssen, damit sich die Webanwendungen zu Microsoft Azure migrieren lassen. Der Assistent gibt aber nicht nur Hinweise, sondern kann die Migration auch durchführen. Dazu müssen sich Administratoren mit einem Benutzerkonto an Microsoft Azure anmelden und können die Webanwendungen migrieren (siehe Abb. 10).

Nachdem der Assistent eine Verbindung zu Microsoft Azure aufgebaut hat, lassen sich Einstellungen für die Cloud festlegen (siehe Abb. 11). Anschließend werden die Daten übernommen und die Einstellungen in Microsoft Azure gesetzt (Abb. 12). Sobald der Assistent seine Aufgabe abgeschlossen hat, sind die Webanwendungen in Microsoft Azure verfügbar. Diese finden Administratoren im Bereich Web-Apps. Natürlich lassen sich die Einstellungen der Apps jederzeit anpassen (siehe Abb. 13).

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