ZeDIS ersetzt GSTOOL ITZBund vereinheitlicht IT-Grundschutz mit SaaS-Lösung

Von Stephan Augsten 2 min Lesedauer

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Im Rahmen des Projekts ZeDIS, sprich „Zentraler Dienst für Informationssicherheit“, suchte die Bundesverwaltung nach einem Ersatz für das IT-Grundschutz-Tool (GSTOOL) des BSI. Aus Kompatibilitätsgründen fiel die Wahl auf die „GRC Suite“ von HiScout, die fortan als Basis für eine vom ITZBund entwickelte und betriebene Software-as-a-Service-Lösung dient.

Bundesbehörden können die Konformität mit dem IT-Grundschutz-Katalog des BSI per Software-as-a-Service sicherstellen und wahren.(©  Blue Planet Studio – stock.adobe.com)
Bundesbehörden können die Konformität mit dem IT-Grundschutz-Katalog des BSI per Software-as-a-Service sicherstellen und wahren.
(© Blue Planet Studio – stock.adobe.com)

Der Bund führt für seine Behörden eine einheitliche SaaS-, also Software-as-a-Service-Lösung zur Umsetzung des IT-Grundschutzes ein. Ziel ist es, im Sinne der neuen Zentralen Dienstes für Informationssicherheit (ZeDIS) die IT-Sicherheit für alle Bundesbehörden der unmittelbaren Bundesverwaltung zu standardisieren.

Hintergrund ist der bereits Ende 2016 eingestellte Support für das IT-Grundschutz-Tool (GSTOOL) des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Infolge dessen benötigte die Bundesverwaltung eine neue Lösung, um den IT-Grundschutz umzusetzen. Im Zuge des ZeDIS-Projekts steht den Bundesbehörden nun eine zentrale Software-as-a-Service-Plattform zur Verfügung, die auf der HiScout GRC Suite basiert.

Bei der Entscheidung für die Lösung spielten unter anderem der mögliche Import von Daten aus dem GSTOOL und anderen Datenquellen sowie eine dezentrale Datenerhebung mit automatisierten Fragebögen eine Rolle. Zudem erfüllt das von Hi-Scout bereitgestellte System erfüllt von Haus aus die BSI-Standards 200-1, 200-2 und 200-3 und ermöglicht eine Dokumentation für Audits und Zertifizierungen.

Die Lösung besteht aus drei Modulen: Das Grundschutz-Modul bildet den IT-Grundschutz nach BSI ab und bietet Werkzeuge zur Analyse von Schutzbedarfen sowie zur Erstellung von Risikobewertungen. Das BCM-Modul ermöglicht die Verwaltung des Business Continuity Managements und unterstützt bei der Erstellung von Notfallkonzepten. Das Datenschutz-Modul dient der Verwaltung von Datenschutzprozessen nach EU-DSGVO, einschließlich Verarbeitungsverzeichnissen und Datenschutz-Folgenabschätzungen. Die Software unterstützt somit also bei der Erstellung und Verwaltung von Informationssicherheitskonzepten sowie bei Schutzbedarfsanalysen, Risikoabschätzungen und Maßnahmenplänen.

„Durch ZeDIS werden Einzellösungen abgeschafft und das wichtige Thema IT-Grundschutz standardisiert“, erklärt Sascha Kreutziger, Leiter Business Development bei HiScout. Gleichsam lässt sich der Software-Dienst an spezifische Anforderungen einzelner Behörden anpassen. Durch die zentrale Bereitstellung als SaaS-Lösung sollen die Erstellung und Pflege von Sicherheitskonzepten vereinfacht und der Verwaltungsaufwand reduziert werden.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Schwesterportal eGovernment.

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