Paralleler Betrieb von mehreren Bereitstellungsnetzwerken IO-River-Plattform entkoppelt Edge-Infrastruktur von Services

Von Bernhard Lück 1 min Lesedauer

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Für den parallelen Betrieb mehrerer Content Delivery Networks ohne operativen Aufwand bietet IO River eine Multi-Edge-Plattform an. Durch die Entkoppelung der Infrastruktur von den Zusatzdiensten könnten Funktionen konsistent über verschiedene Provider hinweg ausgeführt werden.

Die IO-River-Gründer: links Michael Hakimi (CTO), rechts Edward Tsinovoi (CEO).(Bild:  IO River)
Die IO-River-Gründer: links Michael Hakimi (CTO), rechts Edward Tsinovoi (CEO).
(Bild: IO River)

IO River zufolge adressiert die Plattform, für die das Unternehmen kürzlich eine Serie-A-Finanzierung über 20 Millionen US-Dollar bekannt gegeben hat, ein strukturelles Problem im CDN-Markt: Bislang seien Auslieferung, Sicherheit und Rechenleistung in geschlossenen Ökosystemen weniger großer Anbieter wie Akamai, Cloudflare oder Fastly gebündelt. Die IO-River-Lösung setzt auf eine neutrale virtuelle Ebene für die Verwaltung der Konfiguration, der KI-basierten Verkehrssteuerung und der Beobachtbarkeit über alle angebundenen Provider hinweg. Ziel sei es, Latenz zu minimieren und Ausfallsicherheit zu gewährleisten.

Unternehmen könnten so mehrere Delivery-Netzwerke parallel nutzen, ohne für jeden Provider separate Managementprozesse aufbauen zu müssen. Was früher eigene Engineering-Teams und erhebliche Ressourcen erfordert habe, sei nun über eine einzige Schnittstelle erreichbar, so der Anbieter. Nach eigenen Angaben wickelt die Plattform derzeit mehr als 200 Petabyte Traffic pro Monat ab.

Die Entkopplung von Infrastruktur und Services soll laut Anbieter auch neuen Akteuren den Markteintritt erleichtern: Regionale oder telekommunikationsbasierte Anbieter könnten als CDN-Provider agieren, ohne selbst alle Services entwickeln zu müssen. Sicherheits- und Anwendungsanbieter wiederum könnten ihre Lösungen über verschiedene Infrastrukturprovider hinweg anbieten.

Als Treiber für die Nachfrage nach Multi-CDN-Architekturen nennt IO River mehrere Faktoren: Jüngere Ausfälle bei AWS, Cloudflare und Azure hätten das Risiko einer Abhängigkeit von einzelnen Anbietern verdeutlicht. Große Unternehmen wie Sky, Amazon oder PayPal würden bereits eigene Teams für Multi-Edge-Architekturen unterhalten, um Resilienz und Kostenkontrolle zu gewährleisten.

Gleichzeitig stiegen die Performance-Anforderungen: Im Video-Streaming etwa akzeptierten Nutzer keine Buffering-Zeiten, weshalb Unternehmen verstärkt Funktionen an den Edge verlagerten. Zudem integrierten große CDN-Provider bereits KI-Services in ihre Plattformen. IO River ermögliche es, auf solche Funktionen providerübergreifend zuzugreifen, ohne sich an einen einzelnen Anbieter binden zu müssen.

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