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Echtzeitnetzwerke mobilisieren Produktion und Logistikprozesse

Industrie 4.0: Wie Cloud Computing und die App-Revolution fusionieren

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Cloud Computing und App-Ansatz verbinden sich

Die mit diesem Wandlungsprozess einher gehenden Vorteile dürften auch für professionelle Akteure aus Wirtschaft und Industrie offensichtlich sein. Denn Maschinen, Anlagen, Werkstücke und Bauteile werden künftig Daten und Informationen in Echtzeit austauschen. Die Folge: Ein möglicher Effizienzschub, bei einer höheren Sicherheit und gleichzeitiger Ressourcenschonung in Produktion und Logistik.

Jörg Fürbacher, Vorstand beim IT- und Logistikspezialisten EURO-LOG AG: „Industrie 4.0 wird vom Wunsch zur Wirklichkeit werden, weil die Apps allen zeigen, dass es besser, schneller und einfacher geht.“
Jörg Fürbacher, Vorstand beim IT- und Logistikspezialisten EURO-LOG AG: „Industrie 4.0 wird vom Wunsch zur Wirklichkeit werden, weil die Apps allen zeigen, dass es besser, schneller und einfacher geht.“
(Bild: EURO-LOG AG / Lothar Lochmaier )
„Industrie 4.0 ist die schnelle und wirtschaftliche Verschmelzung von übergreifenden Logistikprozessen mit innovativen Technologien und Ansätzen. Ausgehend von der Produktion sind die Beschaffungs- und Distributionslogistik direkt miteinander verbunden, so dass ein einheitlicher und unternehmensübergreifend steuerbarer Prozess entsteht“, präzisiert Jörg Fürbacher, Vorstand beim IT- und Logistikspezialisten EURO-LOG AG.

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Der Experte sieht mit Hilfe der Industrie 4.0 dabei nichts weniger als eine komplett gläserne und transparente Wertschöpfungskette auf die verantwortlichen IT-Spezialisten zukommen. Die Konsequenzen: Bestehende IT-Systeme und mobile Einheiten wären in der Computerwolke via Cloud Computing und Cyber-Physikalische Systeme vereint - und ließen so rasch etwaige Informationslücken und Medienbrüche in diesem Prozess verschwinden.

Für kritische Beobachter mag dies nach reichlich Zukunftsmusik klingen. Aber die Entwicklung scheint begünstigt durch den rasanten Fortschritt bei mobilen Endgeräten und den damit verbundenen nützlichen Zusatzprogrammen (Apps). „Durch die einfache Nutzerdarstellung einer Lösung via App-Ansatz und deren technische Offenheit kann der Nutzer die Systemkomplexität dramatisch auf ein verständliches und notwendiges Maß reduzieren“, so IT-Experte Jörg Fürbacher weiter.

Das eine oder andere bislang theoretische Szenario hat also das Stadium des wissenschaftlichen Experimentierens längst verlassen. Etwa arbeitet der IT- und Logistikdienstleister Euro-Log für seine Kunden aus der Automobilindustrie und bei Stückgutprozessen bereits an konkreten Lösungen. Und beim amerikanischen Automatisierungsspezialisten Kiva Systems übernehmen Roboter gleich ganz das Kommando, in einem weitgehend automatisch gesteuerten Lagerhaus. Kleine Helfer in der Farbe orange bieten ein skurriles Bild: Sie manövrieren eigenständig durch die Halle, nehmen bestellte Waren auf, holen die passende Verpackung ab und bringen die Charge anschließend zum Lagerarbeiter.

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