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Echtzeitnetzwerke mobilisieren Produktion und Logistikprozesse

Industrie 4.0: Wie Cloud Computing und die App-Revolution fusionieren

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Das selbständige Behältersystem

Unter dem etwas anderen Fachbegriff der „Cyber-Physikalischen Systeme“ beschäftigen sich auch die Forscher vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML mit neuen Anwendungen. „Wir verstehen unter Industrie 4.0 eine intelligente Wertschöpfungskette mit Armen und Beinen sowie Augen und Ohren“, pointiert Andreas Kamagaew, Abteilungsleiter Automation und eingebettete Systeme beim Fraunhofer IML.

Als konkretes Produkt im Umfeld der Logistik haben die Forscher unter anderem den intelligenten Behälter (InBin) im Visier. Dieser entspricht ganz dem Leitmotiv rund um das „Internet der Dinge“. Denn der mobile Helfer kontrolliert den gesamten Prozess der Warenkommissionierung, von der Artikelanzeige, über die Bestätigung bis hin zur Fehlermeldung.

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Die Cloud: Das Gerät kommuniziert dabei sowohl mit Mensch als auch Maschine direkt. Mehr noch: Der Behälter trifft sogar eigenständig Entscheidungen, er überwacht die Umgebung, steuert eigenständig die Logistikprozesse. Selbst eine energieautarke Stromversorgung ist an Bord. „Damit wandelt sich der Ladungsträger zum Mitdenker“, betont Kamagaew.

Vielleicht gelingt den Forschern vom Fraunhofer IML auch der große Wurf: In einer 1000 Quadratmeter großen und 65 Meter langen Versuchshalle übernimmt ein „Schwarm“ von 50 Logistikeinheiten (Multishuttle Move) alle Aufgaben in der klassischen Materialflusstechnik. Damit will das Fraunhofer IML den Beweis antreten, dass zellulare Transportsysteme in der Lage sind, sowohl die klassische Fördertechnik als auch die üblichen Regalbediengeräte zu ersetzen.

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