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Spagat zwischen Einführungsangebot und künstlichen Beschränkungen IFTTT Pro dauerhaft zum Wunschpreis

| Autor / Redakteur: M.A. Dirk Srocke / Elke Witmer-Goßner

Wer sich bis zum 7. Oktober entscheidet, kann die erweiterten Funktionen des Integrationsdienstes IFTTT Pro dauerhaft ab 1,99 US-Dollar monatlich nutzen. Mit dem nachgebesserten Angebot reagiert der Dienst offenbar auf den Unmut seiner Anwenderschaft.

Trotz erweiterter Logikfunktionen fürchten einige Nutzer bereits den Ruin der gesamten Smart-Home-Branche.
Trotz erweiterter Logikfunktionen fürchten einige Nutzer bereits den Ruin der gesamten Smart-Home-Branche.
(Bild: © iQoncept - stock.adobe.com)

Saugroboter, smarte Glühlampen oder Pizzadienst – per IFTTT lassen sich die verschiedensten Apps, Services und Devices miteinander verbinden. Mit dem kürzlich vorgestellten Pro-Plan stellt der Integrationsdienstleister Endanwendern nun noch leistungsfähigere Logikbausteine zur Verfügung, hat aber zugleich die Möglichkeiten für sein kostenloses Angebot eingeschränkt. Und kämpft nun mit dem Unmut der Community.

Der Reihe nach. Am 9. September verkündete IFTTT-Gründer und CEO Linden Tibbets auf YouTube den Start von IFTTT Pro. Damit wolle man nun auch Einzelpersonen weitere und performanter ablaufende Funktionen zur Verfügung stellen. Applets werden künftig eine erweiterte Logik nutzen, in Echtzeit arbeiten und mehrere Aktionen auf einmal auslösen können.

Für Tibbets ist IFTTT Pro der erste große Schritt, sich wieder der Community anzunähern. Die hatte der Anbieter zuletzt vernachlässigt, um sich auf das Enterprise-Angebot IFTTT Connect zu konzentrieren; Features daraus sollen nun aber auch in Pro einfließen.

Die Community reagierte auf Tibbets Werben allerdings mit gemischten Gefühlen. YouTuber Paul Hibbert ging sogar so weit, IFTTTs Schritt als möglichen Ruin der gesamten Smart-Home-Branche darzustellen.

Ein Grund: Das kostenlose IFTTT-Angebot wird nicht erweitert, sondern stattdessen künstlich beschnitten. Endanwender können zwar weiterhin unbegrenzt Applets Dritter nutzen, selbst künftig aber nur noch drei eigene Applets erstellen. Das betrifft übrigens auch Bestandsnutzer: Überzählige Applets werden von IFTTT archiviert.

Am Unmut änderte auch das Einführungsangebot zunächst nichts. Hierbei konnten Nutzer einen eigenen Preis für IFTTT Pro festlegen, der für ein Jahr gegolten hätte.

Mittlerweile hat IFTTT offenbar auf Druck der Nutzerschaft nachgebessert und am 17. September versprochen: Der einmal gewählte Preis gilt dauerhaft und auch über das erste Jahr hinaus. Wer das Einführungsangebot nutzen will, muss das allerdings bis zum 7. Oktober tun, der Mindestpreis beträgt 1,99 US-Dollar pro Monat – als höchster Betrag werden laut Formular 9,99 US-Dollar pro Monat fällig.

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