Aufbau und Betrieb souveräner Cloud- und KI-Workloads IBM präsentiert Software für souveräne KI-Umgebungen

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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IBM Sovereign Core soll Unternehmen, Behörden und Dienstleistern helfen, eigene souveräne IT-Umgebungen aufzubauen und zu betreiben. Mithilfe der Software könnten KI-Workloads unter vollständiger operativer Kontrolle und innerhalb definierter Rechtsordnungen verwaltet werden.

IBM Sovereign Core soll Flexibilität, Konsistenz und Sicherheit für das Hosten und Verwalten traditioneller und KI-Anwendungen bieten.(Bild:  IBM)
IBM Sovereign Core soll Flexibilität, Konsistenz und Sicherheit für das Hosten und Verwalten traditioneller und KI-Anwendungen bieten.
(Bild: IBM)

IBM adressiert mit seiner Software die zunehmenden Anforderungen an digitale Souveränität, die über den reinen Datenstandort hinausgehen. Im Fokus stehen dabei Fragen, wer die technologische Umgebung betreibt, wie auf Daten zugegriffen wird und unter wessen Zuständigkeit KI-Modelle laufen. Laut Gartner werden bis 2030 mehr als 75 Prozent aller Unternehmen über eine Strategie zur digitalen Souveränität verfügen.

IBM Sovereign Core basiert laut Hersteller auf der Open-Source-Grundlage von Red Hat und mache Souveränität zu einer inhärenten Eigenschaft der Software selbst – im Gegensatz zu nachträglich aufgesetzten Souveränitätskontrollen.

Zentrale Funktionsmerkmale

Die Plattform umfasst mehrere Kernkomponenten: Eine vom Kunden betriebene Steuerungsebene biete direkte operative Kontrolle über Softwareoperationen, Bereitstellungsentscheidungen und Systemkonfigurationen ohne Vermittlung durch einen nicht in der Region ansässigen Anbieter. Authentifizierung, Autorisierung, Verschlüsselungs-Key und Zugriffsverwaltung verbleiben nach Herstellerangaben vollständig innerhalb definierter Zuständigkeiten.

Für die Compliance-Anforderungen generiert die Lösung kontinuierlich Betriebsdaten, Systemtelemetrie und Prüfpfade innerhalb der souveränen Grenze. Die KI-Inferenz werde lokal gesteuert – inklusive Bereitstellung und Hosting von KI-Modellen sowie Betrieb lokaler GPU-Cluster, ohne dass Daten an externe Anbieter exportiert werden müssen.

Deployment-Optionen und Partner

Kunden, so der Hersteller, können IBM Sovereign Core in verschiedenen Umgebungen einsetzen: in eigenen Rechenzentren, auf unterstützter regionaler Cloud-Infrastruktur oder über IT-Dienstleister. Die Lösung helfe, innerhalb weniger Tage nach der Bereitstellung isolierte Umgebungen mit integrierten Mandantenfähigkeiten einzurichten, wobei Organisationen Hardware und Infrastruktur selbst wählen können.

Für Europa hat IBM erste Partnerschaften mit IT-Dienstleistern angekündigt: Cegeka in Belgien und den Niederlanden sowie Computacenter in Deutschland sollen die vorkonfigurierte Lösung über ihre lokalen Umgebungen anbieten. Laut Computacenter könnte die Lösung die Wertschöpfungszeit deutlich verkürzen, da nicht mehr Monate für die Integration unterschiedlicher Komponenten und Validierung von Souveränitätskontrollen aufgewendet werden müssten.

Verfügbarkeit und Marktstart

Ab Februar 2026 soll IBM Sovereign Core als Tech Preview zur Verfügung stehen. Die allgemeine Verfügbarkeit ist für Mitte 2026 geplant, wobei dann zusätzliche Funktionen eingeführt werden sollen.

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