Stiftung Warentest nimmt Suchmaschinen unter die Lupe

Googles Such-App ist gut, eine andere ist besser

| Autor: Elke Witmer-Goßner

Relevante Suchergebnisse, aber auch eine datenschutzfreundliche Arbeitsweise zeichnen heute gute Suchmaschinen aus.
Relevante Suchergebnisse, aber auch eine datenschutzfreundliche Arbeitsweise zeichnen heute gute Suchmaschinen aus. (Bild: gemeinfrei Wokandapix - Pixabay / CC0)

Eigentlich ist die Qualität der Suchergebnisse bei Google konkurrenzlos gut. Und trotzdem wird ein anderes Angebot Testsieger beim aktuellen Suchmaschinen-Vergleich der Stiftung Warentest.

Die Qualität der Suchergebnisse war zwar ein wichtiges Kriterium für die Warentester. Darüber hinaus wurde aber auch der Nutzungskomfort, also die Bedienbarkeit sowohl am PC als auch am Smartphone, bewertet. Besonderes Augenmerk lag außerdem auf der Analyse des Datensendeverhaltens der Suchapplikationen. Und Juristen prüften zusätzlich die Datenschutzerklärungen der verschiedenen Anbieter, um unzulässige Klauseln aufzuspüren, die Verbraucher benachteiligen.

Insgesamt haben die Tester zehn Suchmaschinen genauer betrachtet. Den meisten Nutzern sind vor allem die zwei großen Suchmaschinen Google und Bing bekannt. Ebenfalls getestet wurden Startpage, MetaGer, T-Online und Web.de. Andere, kleinere Anbieter binden die Suchtechnologien der Großen in ihre Portale ein, wie Duckduckgo, Ecosia, Qwant und Yahoo, die die Suchtechnologie der Microsoft-Suchmaschine Bing nutzen. Dass Bing während des Tests aber nur befriedigende Suchergebnisse liefern konnte, galt auch für die Ableger und wertete diese entsprechend ab.

Die Tester kamen zu dem Ergebnis, dass bei allgemeinen Anfragen oft nur geringe Unterschiede zwischen den Suchmaschinen bestehen. Größere Qualitätsunterschiede zeigen sich bei speziellen Suchen, etwa nach Bildern, Videos oder News sowie bei den Möglichkeiten, Treffer zu filtern. Auch die Präsentation der Ergebnisse und der Umgang mit Werbung unterscheiden sich stark.

Sehr gute Suchergebnisse lieferte wenig überraschend natürlich Google selbst, aber auch Startpage, T-Online und Web.de, die die Suchtechnologie von Google nutzen. Negativ auf das Gesamttestergebnis wirkte sich aber für Google aus, dass die Tester in den Datenschutzbestimmungen des Marktführers deutliche Mängel zu beanstanden hatten. Außerdem zeigen die Such-Apps von Google ein kritisches Datensendeverhalten. Beide Kritikpunkte führten am Ende zur Abwertung.

Testsieger wurde die Suchmaschine Startpage. Diese nutzt zwar ebenfalls Googles Suchtechnologie, hat jedoch keine Mängel in der Datenschutzerklärung. Insgesamt punktete der niederländische Anbieter also nicht nur mit guten Suchergebnissen und gutem Komfort, sondern auch mit seiner datenschutzfreundlichen Arbeitsweise. „Fremdgoogeln lohnt sich“, kommentierte Testleiterin Simone Vintz das Ergebnis. Nutzer könnten die im Browser als Standard eingestellte Suchmaschine mit wenigen Klicks ändern. Der vollständige Suchmaschinen-Test findet sich in der April-Ausgabe 2019 der Zeitschrift test und ist auch online abrufbar.

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