Ständiger Wandel mit Herausforderungen und Krisen: Die Dynamik des Marktes, technologische Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen zwingen Unternehmen dazu, ihre Geschäftsmodelle zu überdenken und sich flexibel anzupassen. Doch trotz dieser schweren Rahmenbedingungen gibt es Unternehmen, die schneller wachsen als ihre Mitbewerber.
Die Akzeptanz der Cloud und eine vorausschauende Denkweise sind der Schlüssel, um in der wettbewerbsintensiven IT-Landschaft zu den Vorreitern und nicht zu den Nachzüglern zu gehören.
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Es kristallisieren sich zwei Gruppen von Unternehmen heraus: Vorreiter und Nachzügler. Die Vorreiter, auch als „Leader“ bezeichnet, zeichnen sich durch ihre proaktive Haltung aus, indem sie neue Technologien frühzeitig annehmen und nahtlos in ihre Betriebsabläufe integrieren. Im Gegensatz dazu sind die Nachzügler reaktive Unternehmen, die erst dann handeln, wenn keine andere Wahl besteht oder der Wettbewerbsdruck sie dazu zwingt.
Ein entscheidender Faktor dabei ist, dass die Leader in Bezug auf das Umsatzwachstum konsequent besser abschneiden als Follower. Was sind ihre Erfolgsstrategien? Es gibt mehrere Faktoren, die eine Rolle spielen.
Schnellere Innovationszyklen
Mit voranschreitendem technologischem Fortschritt werden auch die Innovationszyklen für Unternehmen immer kürzer. Dieser kontinuierliche Wandel stellt sowohl eine Chance als auch eine Herausforderung dar. Unternehmen müssen Wege finden, sich dieser raschen Entwicklung anzupassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und langfristigen Erfolg zu gewährleisten.
Der Druck, mit dem Tempo der technologischen Veränderungen Schritt zu halten, ist in der heutigen Wirtschaftslandschaft immens. Traditionelle Geschäftsmodelle geraten schnell an ihre Grenzen und Unternehmen müssen flexibel sein, um innovative Lösungen und Produkte zeitnah auf den Markt zu bringen. Die Frage lautet daher: Wie können Unternehmen diese Herausforderung erfolgreich bewältigen?
Ein entscheidender Aspekt besteht darin, eine Kultur der Agilität zu fördern. Unternehmen sollten ihre Organisationsstrukturen flexibler gestalten, um schnell auf neue Technologien und Marktanforderungen reagieren zu können. Gleichzeitig müssen sich die IT-Landschaft, Architekturen und operativen Prozesse verändern.
Die Allokation von IT-Budgets als strategischer Erfolgsfaktor
Die effiziente Nutzung des IT-Budgets wird immer mehr zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Unternehmen, die es schaffen, ihre operativen Kosten zu optimieren und gleichzeitig in die Zukunft zu investieren, sind diejenigen, die nicht nur überleben, sondern auch florieren werden. Die Devise lautet also: Reduziere Kosten strategisch, investiere klug und gestalte so den Weg zu nachhaltigem Wachstum und Erfolg.
Der Erfolg von Unternehmen wird nicht nur durch ihre Größe oder finanzielle Ressourcen bestimmt, sondern vielmehr durch die kluge Allokation ihrer IT-Budgets. Interessanterweise zeigt sich, dass erfolgreiche Unternehmen, die schneller wachsen als ihre Mitbewerber, nicht zwangsläufig über erheblich mehr finanzielle Mittel für ihre IT verfügen. Der Schlüssel liegt vielmehr in der strategischen Ausrichtung und effizienten Verwendung dieser Ressourcen.
Leader weisen eine Gemeinsamkeit auf: Sie haben ihre operativen Kosten systematisch gesenkt, um einen größeren Spielraum für Projekte, Innovation und Fortschritt zu schaffen. Unternehmen, die hinterherhinken, sind häufig in den Fesseln hoher laufender Kosten gefangen, was ihre Flexibilität und ihre Fähigkeit zur Veränderung erheblich einschränkt.
Dies verschafft Leadern einen klaren strategischen Vorteil. Durch die gezielte Reduzierung von operativen Kosten schaffen sie finanziellen Spielraum, der wiederum in die Entwicklung neuer Projekte und Innovationen investiert werden kann. Hierbei liegt der Fokus nicht nur auf kurzfristigen Gewinnen, sondern auf langfristigem Erfolg und Wachstum. Diese strategische Herangehensweise ermöglicht es ihnen, sich schneller an Veränderungen anzupassen, Risiken einzugehen und letztendlich eine Vorreiterrolle in ihrer Branche zu übernehmen.
Diese Unternehmen verteilen ihre Investitionen auf drei zentrale Säulen: Steigerung der zentralen IT-Effizienz, Optimierung bestehender Geschäftsprozesse und Erschließung neuer Wachstumsmöglichkeiten. Um diese Ziele zu erreichen, muss sich die IT verändern. Cloud-Technologie steht im Mittelpunkt dieser Umstrukturierungen und gilt als Schlüssel zum Erfolg.
Die Kraft der Cloud-Technologie
Cloud-Technologie hat sich als treibende Kraft für den Erfolg von Unternehmen etabliert. Was mit vielen PoCs (Proofs of Concept), MVPs (Minimum Viable Products), kleineren Migrationen und Neuentwicklungen begann, hat sich bewährt und etabliert. Leader setzen nun auf eine gezielte Cloud-Transformation und Harmonisierung ihrer gesamten IT-Landschaft. Dies führt zu großen Transformationsprojekten.
Stand: 08.12.2025
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Cloud-Technologie ermöglicht es Leadern, ihre betriebliche Effizienz zu steigern, Infrastrukturkosten zu senken und das Kundenerlebnis zu verbessern. Durch die Integration von Internet of Things (IoT), Datenanalyse und Künstlicher Intelligenz können diese Unternehmen innovative digitale Dienste und Produkte entwickeln, die nicht nur ihre Wettbewerbsposition stärken, sondern auch die Kundenzufriedenheit steigern.
Schlüsselschritte für den Erfolg von Unternehmen
Es ist unerlässlich, die Business Cases für die Cloud-Transformation umfassend zu bewerten und die Zusammenarbeit zwischen IT- und Business-Stakeholdern zu fördern, um ganzheitliche Innovation und Wachstum voranzutreiben. Größere Transformationsprogramme ermöglichen es die Produktivität zu steigern und Effizienzen in der IT-Landschaft zu heben. Mit neuen Technologien, Architekturen und Betriebsmodellen. Software driven Infrastructure, Infrastructure as Code, GitOps, Policy Driven Automation und DevOps sind einige der Schlagworte.
Um aktuelle Geschäftsprozesse zu optimieren und neue Erlösquellen zu erschließen sind MVPs und PoCs ist dabei von entscheidender Bedeutung. Sie ermöglichen die schrittweise Verfeinerung und Exploration von Geschäftsstrategien.
Strategische Bewertung für CIOs: Für Chief Information Officers (CIOs) ist es von zentraler Bedeutung, die ganzheitlichen Auswirkungen von IT- und Cloud-Transformation zu betrachten. Die ganzheitliche Herangehensweise gemeinsam mit dem Vorstand sowie die Zusammenarbeit mit Geschäftsinteressengruppen sind entscheidend, um ganzheitliche Innovation voranzutreiben und das Unternehmenswachstum zu unterstützen. CIOs sollten nicht nur technologische Entscheidungen treffen, sondern auch strategisch denken und handeln.
Strategische Bewertung für CEOs: Auch für Chief Executive Officers (CEOs) ist die strategische Bewertung ganzheitlicher Cloud-Transformation von entscheidender Bedeutung. CEOs müssen die strategischen Auswirkungen auf die Gesamtunternehmensstrategie verstehen und sicherstellen, dass IT-Initiativen auf die Wachstumsziele des Unternehmens ausgerichtet sind. Die Förderung der Zusammenarbeit zwischen IT- und Geschäftsleitung sowie Geschäftsbereiche ist dabei unerlässlich, um eine effektive Umsetzung der Transformationsstrategien zu gewährleisten.
Eine kleine Checkliste unterstützt zudem bei der Selbsteinschätzung. Diese Checkliste ermöglicht eine Bewertung, ob ein Unternehmen bereits auf dem Weg zum Leader ist oder noch als Nachzügler agiert.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass in einer Ära, in der technologische Innovation den Erfolg maßgeblich beeinflusst, die Cloud und eine proaktive Denkweise unverzichtbar sind. CIOs und CEOs, die strategisch und ganzheitlich an die IT- und Cloud-Transformation herangehen, werden zu den Pionieren, die ihre Unternehmen erfolgreich in die Zukunft führen. Eine Checkliste kann helfen, um zu bestimmen, wo ein Unternehmen steht, um dann die Herausforderungen der modernen IT-Landschaft aktiv anzunehmen. Nur so können Unternehmen nicht nur mithalten, sondern den Wandel aktiv gestalten und als wahre Leader in der Branche agieren.
Selbsteinschätzung: Leader oder Follower? – Eine Checkliste
Diese Checkliste bietet eine umfassende Bewertung der Unternehmensposition in der IT-Landschaft. Durch ehrliche Beantwortung kann festgestellt werden, ob ein Unternehmen eher als Leader oder Follower agiert.
Checkliste zur Selbsteinschätzung
1. Technologische Übernahme: • Haben Sie in den letzten zwei Jahren neue Technologien proaktiv eingeführt? • Betreiben Sie regelmäßige Schulungen, um sicherzustellen, dass Ihre Mitarbeiter mit den neuesten Technologien vertraut sind? • Reagieren Sie nur auf technologische Veränderungen, oder gestalten Sie diese aktiv mit?
2. Cloud-Nutzung: • Setzen Sie Cloud-Technologien strategisch ein, um Ihre Betriebseffizienz zu steigern? • Nutzen Sie die Cloud, um innovative digitale Dienste und Produkte zu entwickeln? • Haben Sie eine klare Cloud-Strategie für die kommenden Jahre?
3. Innovation und Forschung: • Investieren Sie aktiv in Forschung und Entwicklung, um neue Produkte oder Dienstleistungen zu schaffen? • Nutzen Sie Minimum Viable Products (MVPs) und Proofs of Concept (PoCs), um Geschäftsstrategien zu verfeinern? • Haben Sie einen Innovationsprozess, der eine kontinuierliche Verbesserung ermöglicht?
4. Zusammenarbeit zwischen IT und Geschäftsleitung: • Besteht eine effektive Zusammenarbeit zwischen der IT-Abteilung und der Geschäftsleitung? • Werden IT-Entscheidungen auf Vorstandsebene aktiv diskutiert und strategisch bewertet? • Arbeiten IT und Geschäftsleitung gemeinsam an der Ausrichtung auf Unternehmensziele?
5. Flexibilität und Anpassungsfähigkeit: • Reagieren Sie flexibel auf sich ändernde Marktbedingungen und Kundenanforderungen? • Passt sich Ihre Organisation schnell an neue Technologien und Trends an? • Sind Ihre Geschäftsprozesse agil und anpassungsfähig?
6. Kundenorientierung: • Verbessern Sie aktiv das Kundenerlebnis durch technologische Innovationen? • Nutzen Sie Datenanalyse, um das Verhalten Ihrer Kunden besser zu verstehen? • Entwickeln Sie digitale Dienste, die die Bedürfnisse Ihrer Kunden optimal erfüllen?
7. Unternehmenskultur: • Fördern Sie eine Unternehmenskultur, die Innovation und proaktives Handeln unterstützt? • Wird Kreativität und Initiative auf allen Hierarchieebenen geschätzt und belohnt? • Ist Ihre Organisation bereit, Risiken einzugehen, um Innovationen voranzutreiben?
Auswertung und Ergebnis
Zählen Sie Ihre „Ja“-Antworten. Je höher die Anzahl, desto wahrscheinlicher ist es, dass Ihr Unternehmen als Leader agiert. Nutzen Sie die gewonnenen Erkenntnisse, um gezielt an den Bereichen zu arbeiten, die eine Transformation zum Leader ermöglichen. Der Wandel beginnt mit einer ehrlichen Selbsteinschätzung und dem Willen zur proaktiven Veränderung.
* Der Autor Alwin Pennner ist Global Head of Cloud bei adesso SE. Er verfügt über langjährige Erfahrung in der IT Transformation und Entwicklung digitaler Produkte und Dienstleistungen. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau und der Skalierung von Geschäftsmodellen und Geschäftseinheiten im Bereich Big Data, KI und Cloud. Vor seiner Position bei adesso arbeitete er für verschiedene Großunternehmen und Beratungsfirmen wie Bertelsmann und Arvato.