Toms Wochentipp: Desktop-Client, iPhone und Android sicher anbinden End-to-End-Verschlüsselung mit Nextcloud aktivieren: die Neuerungen

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Mit Nextcloud ist es auch möglich Daten Ende-zu-Ende zu verschlüsseln. Die Einrichtung dazu erfolgt am besten auf dem Desktop-Client. Danach unterstützen auch die Apps für Android und iOS die Verschlüsselung.

In Nextcloud lassen sich Dokumente mit E2EE absichern.(Bild:  stnazkul - stock.adobe.com)
In Nextcloud lassen sich Dokumente mit E2EE absichern.
(Bild: stnazkul - stock.adobe.com)

Für die Verwendung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in Nextcloud kommen meistens die Desktop-Clients zum Einsatz sowie die Apps für Android und iOS. Die dazu notwendige App „End-to-End-Encryption“ muss dazu auf dem Nextcloud-Server aktiv sein.

In der Version 1.12.5 von Nextcloud 26 soll die App besser mit den aktuellen Clients funktionieren, sie ist aber trotzdem bei den Anwendern noch nicht so beliebt. Aktuell befindet sich die Version 1.13.1 in der Beta. Diese wird mit Nextcloud 27 veröffentlicht.

Verschlüsselung in Nextcloud aktivieren

Wenn die App aktiv ist, lässt sich die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung am einfachsten über den Desktop-Client einrichten. Einmal aktiv, funktioniert sie auch auf den Apps für iOS und Android. Sinnvoll ist auf den Clients mindestens die Version 3.8.x für den Nextcloud-Desktop zu verwenden. Seine Neuerungen kann der Client aber nur mit Nextcloud 26 und dem Sync-Client ab Version 3.8.0 nutzen.

Verschlüsselte Ordner lassen sich ab dieser Version mit dem Client freigeben. Wenn für einen Ordner die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aktiviert ist, konnte dieser bisher nicht freigegeben werden. Der Zugriff hat nur mit den eigenen Clients und Apps funktioniert. Das ist ab Version 3.8.0 anders und die Freigabe ist jetzt möglich. Die Funktionen stehen über das Kontextmenü von verschlüsselten Ordnern zur Verfügung.

Alternative: Cryptomator

Cryptomator kann einzelne Ordner auf Nextcloud verschlüsseln und als Laufwerk im lokalen Betriebssystem anbinden.(Bild:  Joos - Cryptomator)
Cryptomator kann einzelne Ordner auf Nextcloud verschlüsseln und als Laufwerk im lokalen Betriebssystem anbinden.
(Bild: Joos - Cryptomator)

Mit dem Open Source-Tool Cryptomator lassen sich ebenfalls Dateien auf Cloud-Speichern verschlüsseln. Das klappt auch mit Nextcloud. Für den Desktopeinsatz ist die Software kostenlos. Als App für Android und iOS ist die App kostenpflichtig im jeweiligen App-Store verfügbar.

Der Vorteil von Cryptomator besteht darin, dass die Anwendung nicht auf die nicht sehr beliebte End-to-End-Encryption-App von Nextcloud zurückgreifen muss, sondern die Verschlüsselung unabhängig durchführt. Cryptomator steht auch für Linux zur Verfügung. In Zukunft ist geplant, dass Cryptomator auf Nextcloud nicht nur einzelne Ordner als Tresor verwenden kann, sondern sich direkt anbinden lässt.

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