„Wichtiger Schritt in Richtung digitale Verwaltung“ Ionos baut Enterprise Cloud für Bundesverwaltung

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Cloud-Plattformen stammen häufig von US-Anbietern wie AWS, Microsoft und Google. Für die Verwaltung besonders sensibler Daten hat nun der Bund einem Anbieter aus Deutschland einen Großauftrag erteilt.

Ionos erhält von der Bundesverwaltung den Großauftrag, eine Private Enterprise Cloud zu bauen.(Bild:  TRAVELARIUM - stock.adobe.com)
Ionos erhält von der Bundesverwaltung den Großauftrag, eine Private Enterprise Cloud zu bauen.
(Bild: TRAVELARIUM - stock.adobe.com)

Der deutsche Cloud-Anbieter Ionos hat einen Großauftrag von der Bundesverwaltung für den Aufbau einer besonders strikt abgesicherten Computer-Cloud-Lösung erhalten. Das teilte das Unternehmen am Dienstag in Karlsruhe mit. In der Ausschreibung des Rahmenvertrags wurde eine Obergrenze von „10 Millionen Euro genannt.

Die „private Enterprise-Cloud“, die unter anderem vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert wurde, soll in den Rechenzentren des Informationstechnikzentrums Bund (ITZBund) betrieben werden.

Das Besondere an der Ionos-Lösung ist, dass diese Plattform nicht mit dem öffentlichen Internet verbunden ist. Dabei wird ein Konzept verwendet, das als „Air Gapping“ bekannt ist. Das macht es für Außenstehende nahezu unmöglich, auf sensible Informationen zuzugreifen. Beim „Air Gapping“ werden die Rechner von den Netzwerken separiert, der Datenverkehr für Softwareupdates wird dann beispielsweise mit transportablen Speichermedien erledigt.

Die Anwender in der Verwaltung greifen über abgeschirmte und gesicherte Datennetze des Bundes auf die „private Cloud“ zu. Zu den IT-Anwendungen des Bundes gehören über 1.000 Fachverfahren der Verwaltung, darunter das Punktekonto des Kraftfahrt-Bundesamtes in Flensburg („Fahreignungsregister“) oder die Berechnung und Auszahlung der Leistungen nach dem Bundes­ausbildungs­förderungs­gesetz (BAfögG).

„Eine solche Plattform als Air-Gapped-Lösung außerhalb der eigenen Rechenzentren anzubieten ist eine komplexe Anforderung, die nur wenige Anbieter erfüllen können“, sagte Achim Weiß, CEO von Ionos. Die Lösung entspreche nicht nur den hohen Sicherheitsanforderungen, sondern stelle auch einen wichtigen Schritt in Richtung einer digitalen und effizienten Verwaltung dar.

Das Informationstechnikzentrum Bund ist eine zentrale Dienstleistungseinrichtung der deutschen Bundesverwaltung, die für die Bereitstellung und den Betrieb von IT-Dienstleistungen zuständig ist. Als Anstalt des Öffentlichen Rechts soll das ITZBund die Effizienz und Sicherheit der Informationstechnologie innerhalb der Bundesverwaltung erhöhen und die Digitalisierung der Verwaltung vorantreiben.

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