Auch Großrechner-Anwendungen können simpel und schnell gelingen

Das macht Spaß - Entwickeln für den Mainframe

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3. Integration von Software Configuration Management

Das Software Configuration Management ist wichtiger Bestandteil des Entwicklungszyklus einer Anwendung, da es die Entwicklung, den Test und die Bereitstellung von Softwareupdates für den produktiven Einsatz im Unternehmen steuert. Um diese Prozesse zu vereinfachen und zu vereinheitlichen, ist es das Ziel, die vorhandene Standardwerkzeuge wie IBM Software Configuration and Library Manager (SCLM), „CA Endevor Software Change Manager“ oder „Serena Change Man“ ebenfalls in einer Eclipse-Perspective anzubieten.

4. Direkter Zugriff auf den Mainframe – aber nicht unbedingt

Entwickler haben damit aus einer einzigen Entwicklungsumgebung heraus vollen Zugriff auf Werkzeuge und Projekte auf und außerhalb des Mainframes. Über die grafische Benutzeroberfläche können sie durch Quellcode-Bibliotheken in einer Tree View navigieren, Versionslisten einsehen oder über Filter die Suche und Eingrenzung nach Objekten mit bestimmten Eigenschaften vereinfachen.

Sollten beim Kompilieren von Programmen auf dem Mainframe aus Eclipse heraus Fehler auftreten, werden diese sofort in der Entwicklungsumgebung angezeigt und können direkt im Quellcode auf dem Mainframe zum Beispiel über den integrierten Cobol-Editor bearbeitet werden.

Gleichzeitig bieten moderne Plattformen auch unter Windows eine voll funktionierende Entwicklungsumgebung für den Mainframe, die das lokale Edit, Compile und Debug für Batch, CICS und IMS-Anwendungen ermöglicht. Entwickler können daher bis zu 90 Prozent ihrer Zeit ohne direkten Zugriff auf den Mainframe verbringen. Damit vermeiden sie Wartezeiten und Ressourcenkonflikte, erhöhen ihre Produktivität und sparen Kosten. Zudem ist es möglich, Daten lokal auf der Workstation zu speichern, um dort einzelne Tests durchzuführen.

5. Höhere Effizienz bei der Entwicklung

Lösungen wie EDz beschleunigen Analysen, Entwicklungen sowie Tests und ermöglichen eine optimierte Verteilung der Rechenleistung von IBM-Mainframes. Nicht zuletzt durch eine innovative grafische Umgebung lassen sich Host-Anwendungen schneller verwalten und modernisieren, um sie an veränderte Geschäftsanforderungen anzupassen.

Mathias Mezger, Director Enterprise Solutions bei Micro Focus, ist der Autor des Artikels.
Mathias Mezger, Director Enterprise Solutions bei Micro Focus, ist der Autor des Artikels.
(Bild: Micro Focus)

Da der Mainframe-Entwickler seine vorhandenen SCM-Tools in exakt der gleichen Weise in einer aktuellen IDE nutzen kann, wie er es unter seiner ISPF-Umgebung (Interactive System Productivity Facility) gewohnt ist, ist es auch möglich, Qualitätsstandards und SLAs problemlos einzuhalten oder sogar zu verbessern – und das alles zu geringeren Kosten.

Der Autor:

Mathias Mezger ist Director Enterprise Solutions bei Micro Focus in Ismaning.

Abbildungen:

Abbildung 1 (Screenshot IBM SCLM Integration.jpg): IBM-SCLM-Integration in die IDE (Quelle: Micro Focus)

Abbildung 2 (Mezger.jpg): Mathias Mezger ist Director Enterprise Solutions bei Micro Focus in Ismaning (Quelle: Micro Focus)

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