Toms Wochentipp: KI-gestützte Softwareentwicklung Claude Code im Browser: Anthropic startet Webversion und iOS Beta

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Claude Code lässt sich jetzt direkt im Browser starten. Anthropic öffnet damit seine KI-gestützte Entwicklungsumgebung für alle, die Codeänderungen ohne lokale Installation durchführen wollen. Aufgaben werden beschrieben, analysiert und automatisch als Pull-Request umgesetzt.

Entwickler können Claude Code direkt im Browser nutzen, komplett ohne Installation.(Bild:  Joos)
Entwickler können Claude Code direkt im Browser nutzen, komplett ohne Installation.
(Bild: Joos)

Claude Code lässt sich jetzt direkt im Browser starten. Anthropic öffnet damit seine KI-gestützte Entwicklungsumgebung für alle, die Codeänderungen ohne lokale Installation durchführen wollen. Aufgaben werden beschrieben, analysiert und automatisch als Pull-Request umgesetzt.

Entwickler rufen den Dienst über claude.ai/code auf, verbinden ihre GitHub-Konten und installieren die Claude-App im gewünschten Repository. Danach genügt eine Aufgabenbeschreibung, um die künstliche Intelligenz (KI) zu starten. Claude Code klont das Projekt in eine isolierte virtuelle Maschine, richtet eine sichere Umgebung ein und führt die Änderungen dort aus. Der Zugriff auf GitHub erfolgt über einen Proxy mit Scoped Credentials, wodurch Authentifizierung und Push-Vorgänge sicher getrennt bleiben.

Claude Code läuft im Browser auf der Anthropic-Cloud

Die Ausführung von Claude Code läuft vollständig in einer von Anthropic verwalteten Cloud. Standardmäßig ist der Internetzugriff auf ausgewählte Domains beschränkt, lässt sich aber nach Bedarf deaktivieren oder erweitern. Jede Sitzung läuft in einer eigenen Sandbox mit isolierter Netzwerkumgebung, wodurch fremder Code und sensible Tokens geschützt sind.

Das universelle Basis-Image von Claude Code enthält gebräuchliche Programmiersprachen und Toolchains, darunter Python, Node.js, Go, Java, Rust und C++. Tests, Linter, Paketmanager und Build-Tools sind vorkonfiguriert. Über eine .claude/settings.json lassen sich Start-Hooks definieren, um Abhängigkeiten automatisch zu installieren oder Umgebungsvariablen im .env-Format zu setzen.

In der Weboberfläche lassen sich Umgebungen auswählen, neue Umgebungen anlegen und Netzwerkeinstellungen präzise steuern. Die KI kann sowohl mit eingeschränktem als auch mit vollem Internetzugriff arbeiten. Sämtliche Git-Vorgänge laufen über einen Proxy, der nur Pushes in den aktiven Arbeitsbranch erlaubt. Dadurch bleibt der Quellcode kontrolliert und sicher.

Entwickeln mit Claude Code

Der Webdienst eignet sich für Fragen zur Architektur, zur Implementierung bestimmter Funktionen oder für klar definierte Aufgaben wie Bugfixes und Routineänderungen. Auch parallele Sitzungen sind möglich, etwa für verschiedene Branches oder Projekte. Über Claude Skills lassen sich Markdown-Dateien mit vordefinierten Anweisungen einbinden, wodurch sich wiederkehrende Workflows standardisieren lassen.

Läuft eine Aufgabe in der Cloud, kann sie jederzeit lokal fortgesetzt werden. Über den Befehl „Open in CLI“ wird der Vorgang in die lokale Umgebung übertragen. Claude Code lädt dabei den aktuellen Zustand, legt lokale Änderungen beiseite und führt die Session weiter. So bleibt der Übergang zwischen Browser und Terminal nahtlos.

Claude auf dem iPhone nutzen

Mit der iOS-Beta zieht Claude Code auf das Smartphone. Entwickler können unterwegs kleinere Aufgaben anstoßen, Sitzungen überwachen oder Ergebnisse prüfen. Die App spiegelt die Weboberfläche, erlaubt aber keine vollständigen Builds. Der mobile Zugriff richtet sich an Nutzer, die schnell Feedback geben oder Tests beobachten möchten.

Sicherheit bleibt zentraler Bestandteil der Plattform. Jede Cloud-Sitzung läuft in einer separaten VM mit eigenen Zugriffskontrollen. GitHub-Operationen durchlaufen einen Proxy, der Authentifizierungsdaten abschirmt. Outbound-Traffic passiert einen Sicherheitsfilter, der Missbrauch und Schadsoftware blockiert. Netzwerkzugriffe beschränken sich auf freigegebene Domains, etwa für GitHub, Docker, npm, PyPI oder Cloud-Plattformen.

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