In Zeiten des IT-Fachkräftemangels muss die digitale Transformation in Unternehmen mit unkonventionellen Lösungen vorangetrieben werden: Citizen Developer automatisieren mit No-/Low-Code-Plattformen Routineprozesse.
In den Fachabteilungen wissen die Angestellten genau, welche Tools sie benötigen – warum unkomplizierte Anwendungen nicht selbst bauen lassen?
Eingeschränktes Wachstum, eine geschwächte Wettbewerbsfähigkeit und Produktivitätseinbußen: Was nach einem Worst-Case-Szenario klingt, ist für viele Unternehmen, die vom IT-Fachkräftemangel betroffen sind, aktuell Realität.
In vielen Fällen mangelt es an Angestellten, die die digitale Transformation in Unternehmen vorantreiben, indem sie Prozesse digitalisieren, automatisieren oder komplett neu erfinden. Doch ein Ende der IT-Personalnot ist erst einmal nicht in Sicht.
Im Gegenteil, eine Studie von Stifterverband und McKinsey zeigt, dass bis zum Jahr 2026 allein in Deutschland bis zu 780.000 Tech-Spezialistinnen und -Spezialisten fehlen könnten. Für Unternehmen, deren IT-Abteilungen schon jetzt unter erheblicher Mehrarbeit und Überlastung leiden, sind diese Prognosen ernüchternd.
Automatisierung revolutioniert den Büroalltag
Ähnlich wie bei der Industrialisierung vor knapp 200 Jahren, revolutionieren neue Technologien aktuell den Arbeitsalltag. Schließlich hält ein neuer Trend Einzug: Automatisierung.
Die Chancen, die dadurch für Unternehmen entstehen, sind enorm. Gerade wenn es darum geht, sich von der Konkurrenz abzuheben, können sich Unternehmen, die auf Prozessautomatisierung im hybriden Büroalltag setzen, entscheidende Vorteile verschaffen.
Die Automatisierung von Unternehmensprozessen fällt in das Aufgabengebiet von IT-Abteilungen. Diese sind allerdings ohnehin schon überlastet und stehen durch große Projekte und enge Zeitvorgaben im digitalen wie im analogen Raum unter Druck. Das Vorhaben wird deshalb schnell zur Herausforderung. Wie also können Unternehmen in Zeiten des Fachkräftemangels den Anforderungen an die eigene IT gerecht werden?
Das Potenzial von Citizen Developern ausschöpfen
In jedem Unternehmen gibt es Angestellte, die proaktiv Probleme lösen und die Arbeit für alle erleichtern möchten. Eine unkonventionelle Lösung und ein möglicher Schlüssel zum Erfolg sind in diesem Fall die eigenen, IT-fremden Angestellten, sogenannte Citizen Developer.
Diese Fachbereichskräfte sind technisch versiert und erstellen neben ihren normalen Tätigkeiten selbstständig Automatisierungslösungen. Der große Vorteil: Citizen Developer besitzen ein tiefgreifendes Verständnis für die Herausforderungen und Prozesse ihrer jeweiligen Fachabteilung. Deshalb sind sie dazu in der Lage, punktgenaue Lösungen flexibel und effizient umzusetzen, auch weil sie unabhängig von der IT-Abteilung arbeiten.
Der einzige Haken: Im Gegensatz zu Software-Entwicklerinnen und -Entwicklern besitzen Citizen Developer keine oder nur wenige IT- und Programmierkenntnisse. Deshalb sind sie auf standardisierte Entwicklungsumgebungen wie No-/Low-Code-Plattformen angewiesen, um ihr Potenzial zu entfalten.
Mit No-/Low-Code-Plattformen die Produktivität steigern
No-/Low-Code-Plattformen schließen die Qualifikationslücke zwischen den Citizen Developern und IT-Fachleuten. Sie erfordern keine oder nur geringe Programmierkenntnisse, da sich Funktionalitäten in einem Baukastenprinzip miteinander kombinieren lassen.
So können die Developer aus den Fachbereichen ihre Routineprozesse oder alltägliche Aufgaben auf einfachem Wege automatisieren. Plattformen wie Slack bieten sogar Workflow Builder, also Tools, mit denen sich verschiedene Apps integrieren lassen, um die Erstellung von benutzerdefinierten oder auch komplexeren Workflows nochmal zu vereinfachen.
Ganz gleich, ob es um die Bearbeitung von Anfragen, das Melden von Ausfällen in Echtzeit oder um den automatischen Versand von Willkommensnachrichten an neue Teammitglieder geht: die Automatisierung zeitintensiver Aufgaben wirkt sich positiv auf die Produktivität von Mitarbeitenden aus
Prozessautomatisierungen verbessern darüber hinaus die interne sowie externe Zusammenarbeit. Im gleichen Atemzug schaffen sie mehr Freiraum, um sich auf wichtige Dinge wie strategische, kreative oder erfüllende Projekte zu konzentrieren.
Die Weichen für Citizen Development stellen
Citizen Developer sind keine ganz neue Erscheinung. Es gab schon immer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die eigenständig Lösungen für ihre jeweiligen Fachabteilungen entwickelten. Jedoch passierte das meist nicht in einem kontrollierten Umfeld, sondern durch den Einsatz von Schatten-IT.
Stand: 08.12.2025
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Da diese Anwendungen ohne Wissen der IT-Abteilung eingesetzt wurden, führte das oftmals zu sicherheitstechnischen Problemen. Um dieses Szenario zu vermeiden, sollten Unternehmen für das Citizen Development passende No-/Low-Code- Kollaborationsplattformen bereitstellen, die zur offiziellen digitalen Infrastruktur gehören und somit von der IT-Abteilung zentral überwacht werden können.
Unter diesen Voraussetzungen sind Citizen Developer in der Lage, Automatisierungen in einer sicheren und richtlinienkonformen Umgebung zu erstellen und implementieren. So werden IT-Teams aktiv entlastet und die Kolleginnen und Kollegen profitieren wiederum von freien Ressourcen der IT-Teams für schwierigere Anliegen.
In Zeiten des IT-Fachkräftemangels bietet der Einsatz von Citizen Development einen effektiven Lösungsansatz, der den Weg zur fertigen Anwendung verkürzt – ohne dabei die IT-Abteilungen zu belasten. Gleichzeitig profitieren Unternehmen von der Eigeninitiative und Innovationsfreudigkeit der technisch versierten Mitarbeitenden. Denn die Möglichkeit, den eigenen Arbeitsplatz für sich selbst und alle anderen produktiver und effizienter zu gestalten, motiviert zu Höchstleistungen.
* V Brennan ist Senior Director of Engineering bei Slack. Als Tech-Führungskraft im Bereich Core Infrastructure verantwortet und entwickelt sie Slack-Engineering-Teams in EMEA und den USA. Dort leitet sie weltweit Teams für Datastores, Traffic und Service Networking. Außerdem verantwortet sie das Incident Command bei schwerwiegenden Vorfällen. Davor war sie bei Spotify und der Bank of New Zealand tätig. V Brennan setzt sich für vielfältige Teams ein und liebt es, Menschen mit unterschiedlichen Backgrounds und Fachgebieten zusammenzubringen, um durch Zusammenarbeit und Empowerment die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.