Toms Wochentipp: Neuer Bildgenerator von OpenAI verfügbar Bilder mit ChatGPT erstellen – auch ohne Abo

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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OpenAI hat in ChatGPT den neuen Bildgenerator bereitgestellt, der auch ohne Abo nutzbar ist. Anwender können bis zu drei Bilder kostenlos pro Tag erstellen. Wer für die OpenAI-Nutzung zahlt, kann diesen Dienst uneingeschränkt nutzen.

Mit GPT-4o können Nutzer hochwertige Ergebnisse bei der Bilderzeugung via Prompt erzielen.(Bild:  Joos - OpenAI)
Mit GPT-4o können Nutzer hochwertige Ergebnisse bei der Bilderzeugung via Prompt erzielen.
(Bild: Joos - OpenAI)

Nutzer von ChatGPT können mit und ohne Abonnement jetzt wesentlich bessere Bilder erstellen. Basis der Bilder ist das Modell „GPT 4o“. Bisher konnten Anwender mit Dall-E Bilder erstellen. Das neue Modell liefert aber deutlich bessere Qualität, als bisher möglich.

GPT-4o und die neue Ära der Bildgenerierung

Die Technologie bricht mit bekannten Verfahren wie Diffusion, auf die etwa Midjourney oder Stable Diffusion setzen. Stattdessen erzeugt GPT-4o Bilder sequenziell, von links nach rechts, von oben nach unten. Dieser Ansatz verleiht den Resultaten eine überraschend natürliche Ästhetik, die auf den ersten Blick kaum noch als künstlich generiert erkennbar ist.

Auffällig ist dabei die hohe Qualität der Textdarstellung in den Bildern, ein Schwachpunkt vieler konkurrierender Modelle. Die automatische Platzierung und Typografie in Infografiken oder Marketing-Visuals gelingt nahezu fehlerfrei. Selbst komplexe Aufgaben wie das Einfügen transparenter Ebenen oder die stilistische Konsistenz über mehrere Varianten hinweg meistert GPT-4o. Damit lässt sich nicht nur klassisches Design-Tooling wie Canva ersetzen, auch für Comic-Strips oder Visual Storytelling ergeben sich neue Perspektiven.

Jeder mit GPT-4o generierte Inhalt enthält ein eingebettetes Wasserzeichen, das auf die Coalition for Content Provenance and Authenticity (C2PA) zurückgeht. Darüber lassen sich Ursprung und Veränderungshistorie eines Bildes nachvollziehen. Während Unternehmen wie Adobe diese Technologie zur Rückverfolgung digitaler Assets einführen, sorgt sie auch für Diskussionen über digitale Selbstbestimmung, Transparenzpflichten und die Grenze zwischen Schutz vor Desinformation und Eingriff in die Privatsphäre.

Hinzu kommt eine neue Dynamik im kulturellen Diskurs. Die Fähigkeit von GPT-4o, virtuelle Figuren mit Charakter-Kontinuität über verschiedene Szenen hinweg zu rendern, befeuert eine digitale Fantasiewelt, die ihre Ursprünge in Anime-Communities hat. Die Reaktionen schwanken zwischen Faszination und Ablehnung. Kritische Stimmen wie die des japanischen Regisseurs Hayao Miyazaki, der schon vor Jahren vor einer „Beleidigung des Lebens“ durch KI-Animationen warnte, bekommen neue Aktualität.

Die Konkurrenz schläft nicht

Trotz des Hypes um GPT-4o bleibt der Wettbewerb nicht stehen. Google hat mit Gemini 2.5 Pro ein Modell vorgelegt, das in den Bereichen Codeverständnis und Reasoning ernstzunehmende Maßstäbe setzt – und zwar kostenlos. Parallel dazu rollt China eine Welle hochkarätiger Open-Source-Modelle aus, darunter DeepSeek 3.1, Quen 2.5 von Alibaba oder Tencent T1. Für Entwickler öffnen sich damit neue Optionen, insbesondere durch Systeme wie CodeRabbit, das mit GPT-basierter Unterstützung automatisierte Code-Reviews erlaubt.

Die Integration von Bild und Text auf diesem neuen Level deutet auf ein verändertes Paradigma hin. GPT-4o bietet nicht nur ein Werkzeug, sondern einen kreativen Raum, in dem technologische Möglichkeiten und gesellschaftliche Fragen unmittelbar miteinander kollidieren. Die Art, wie wir Inhalte erschaffen, kontrollieren und konsumieren, steht vor einer Zäsur – und GPT-4o markiert deren Beginn.

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