Toms Wochentipp: Azure Storage Discovery Transparente Analyse verteilter Speicherdaten in Azure

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Azure Storage Discovery liefert eine zentrale Sicht auf verteilte Speicherressourcen in Blob Storage und Data Lake Storage. Der Dienst analysiert Kapazitäten, Aktivitäten, Konfigurationen und sicherheitsrelevante Details über Subscriptions und Regionen. So entsteht ein konsistentes Bild der Nutzung und der strukturellen Eigenschaften jeder angebundenen Umgebung.

Azure Storage Discovery ist ein vollständig verwalteter Dienst, der unternehmensweite Transparenz über Azure Blob Storage-Datenbestände bietet.(Bild: ©  Aliaksandr Marko - stock.adobe.com)
Azure Storage Discovery ist ein vollständig verwalteter Dienst, der unternehmensweite Transparenz über Azure Blob Storage-Datenbestände bietet.
(Bild: © Aliaksandr Marko - stock.adobe.com)

Ein neuer Dienst erweitert das Azure-Portfolio um eine zentrale Instanz für die Untersuchung großer Speicherumgebungen in Blob Storage und Data Lake Storage. Die Plattform steht vollständig verwaltet bereit und liefert eine konsolidierte Sicht auf Kapazitäten, Aktivitätsmuster, Konfigurationen und sicherheitsrelevante Eigenschaften über Subscriptions und Regionen hinweg. Unternehmen nutzen damit ein Werkzeug, das verstreute Speicherressourcen in einen gemeinsamen Kontext bringt und technische Entscheidungen datenbasiert ermöglicht.

Zentralisierte Erfassung verteilter Speicherstrukturen

Die Verwaltung von Blob Storage und Data Lake Storage verteilt sich häufig auf mehrere Subscriptions und Regionen. Anwendungen für KI, Analyseprozesse oder Backup-Aufgaben erzeugen dynamische Speicherlandschaften, die sich ohne unterstützende Werkzeuge nur schwer durchdringen lassen.

Azure Storage Discovery bündelt diese Daten in einem Workspace und analysiert Kapazitäten, Objektgrößen, Speicherklassen und Verteilungen. Die Plattform zeigt erste Resultate nach kurzer Betriebszeit und greift auf einen historischen Bestand von 15 Tagen zu, um Veränderungen ohne Verzögerung sichtbar zu machen.

Analyse über natürliche Sprache in Copilot

Die Integration in Copilot in Azure ergänzt den Dienst um ein Abfragemodell, das ohne formale Syntax auskommt. Fragen zu Kapazitätsverläufen nach Region oder zu auffälligen Kostenverteilungen erzeugen direkt Diagramme oder tabellarische Darstellungen. Die Komponente erlaubt es, Variationen von Speichergrößen, Zugriffshäufigkeiten, Kostenstrukturen oder Abweichungen von empfohlenen Konfigurationen in kurzer Zeit zu identifizieren.

Azure Storage Discovery bringt KI-Analyse in Azure Storage.(Bild:  Joos - Microsoft)
Azure Storage Discovery bringt KI-Analyse in Azure Storage.
(Bild: Joos - Microsoft)

Interaktive Auswertung im Azure Portal
Vorkonfigurierte Berichte im Portal stellen mehrere Perspektiven nebeneinander dar. Kapazitätsansichten zeigen Wachstumsentwicklungen, Objektgrößenprofile und die Verteilung auf Ressourcen. Aktivitätsansichten fokussieren Transaktionen, Zugriffsmuster und Nutzungsschwerpunkte. Sicherheitsbezogene Bereiche markieren öffentliche Zugriffspfade, fehlende Verschlüsselung oder überholte Authentifizierungsmechanismen. Konfigurationsansichten ordnen Redundanzstufen, Lifecycle-Regeln und Inventardaten ein. Fehleranalysen beschreiben gescheiterte Operationen und geben Einblick in protokollierte Codes.

Kosten- und Sicherheitsaspekte im Langzeitverlauf
Der Standardtarif speichert Daten bis zu 18 Monaten. Die Plattform untersucht damit langfristige Trends und erkennt Kostentreiber in Form ungenutzter oder fehlkonfigurierter Ressourcen. Copilot liefert Hinweise auf Speicher mit geringer Zugriffsdichte in teuren Performance-Klassen und unterstützt bei Entscheidungen zur Umstufung. Darüber hinaus zeigt der Dienst Storage Accounts mit Shared Access Keys oder dominante Redundanzmodelle in bestimmten Regionen.

Einrichtung und erste Schritte

Die Aktivierung erfolgt über einen neuen Workspace. Subscriptions und Resource Groups legen den Untersuchungsbereich fest. Scopes strukturieren die Analyse nach Organisationseinheiten oder Workloads. Kurz nach der Anbindung stehen historische Daten und aktuelle Zustände zur Verfügung.

Azure Storage Discovery eignet sich für komplexe Speicherumgebungen und ermöglicht eine kontinuierliche Sicht auf Kapazitäten, Nutzungsmuster, Sicherheitsrisiken und Kostenstrukturen. Die Kombination aus technischer Detailtiefe und vereinfachter Abfrage über Copilot erhöht die Transparenz in heterogenen Speicherlandschaften.

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