Fedora-Linux-Distribution von Microsoft für Azure Azure Linux 4.0: Microsofts eigene Server-Linux-Distribution
Microsoft öffnet seine hauseigene Linux-Distribution für virtuelle Maschinen, Scale Sets und Container-Images aller Azure-Kunden. Die neue Hauptversion wechselt auf Fedora als Basis und tauscht die Paketverwaltung aus. Den unveränderlichen Container-Host gibt Microsoft als eigenes Produkt heraus. Für Kubernetes-Knoten mit OS Guard steht bis Dezember 2026 ein Umzug an.
Azure-Kunden kannten Azure Linux bisher vor allem als Unterbau ihrer Kubernetes-Knoten. Am 02. Juni 2026 hat Microsoft zur Konferenz Build die öffentliche Vorschau von Version 4.0 vorgestellt. Der Hersteller bezeichnet sie als eigene Distribution für alle Azure-Kunden. Zum Start stehen Azure Virtual Machines, VM Scale Sets und Container-Images bereit. Die Unterstützung für Azure Kubernetes Service (AKS) und das Windows-Subsystem für Linux (WSL) folgt laut Ankündigung später.
Azure Linux hat eine lange Geschichte
Die Wurzeln reichen weiter zurück. John Savill erinnert in seinem Video „Azure Linux 4.0 Overview“ an CBL-Mariner (Common Base Linux), das Microsoft um 2020 veröffentlicht hat. Hauptzweck war ein Container-Host mit möglichst kleiner Angriffsfläche. Laut Microsoft arbeitet die Distribution seit 2023 als Container-Host für AKS. Sie läuft zudem auf Millionen von Kernen interner Dienste wie Azure SQL und Azure Cosmos DB, die laut derselben Ankündigung bereits seit 2022 Produktionslasten darauf betreiben.
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