Abtis: Erfolg durch Cloud und KI „Die Schnellen fressen die Langsamen“

Von Dr. Stefan Riedl

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Wer als Systemhaus und IT-Dienstleister erfolgreich sein will, muss disruptive Technologien schnell adaptieren. Der Gründer von Abtis blickt auf 20 Jahre Firmen­geschichte zurück und zeigt auf, dass Partnerschaften in diesem Punkt der entscheidende Erfolgsfaktor sind.

Geschwindigkeit bei der Technologieadaption ist ein wichtiger Erfolgsfaktor in der IT.(Bild:  Jenny Sturm - stock.adobe.com)
Geschwindigkeit bei der Technologieadaption ist ein wichtiger Erfolgsfaktor in der IT.
(Bild: Jenny Sturm - stock.adobe.com)

Thorsten Weimann gründete Abtis vor 20 Jahren als „Technikbude“, wie er selbst sagt. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 170 Mitarbeiter. An Technologien ging man damals mit einem „Ganz oder gar nicht“-Ansatz heran. „Vom ersten Tag an haben wir neue Technologien schnell intern eingesetzt“, blickt Weimann zurück. So habe man schnell einen enormen Grad an Digitalisierung und Automatisierung erreicht. Sich auf neue Technik einzulassen, ist bei Abtis seither gelebte Praxis, so auch bei den disruptiven Technologien, Cloud und KI.

Wir haben früh erkannt, dass die Cloud alles verändert, weil nicht mehr Größe zählt, sondern Innovation.

Thorsten Weimann, Geschäftsführer, Abtis

Die alles verändernde Cloud

Dass die Cloud alles verändert, habe man früh erkannt, da hierbei nicht mehr Größe zählt, sondern Innovation. Dort sei man „mit Vollgas eingestiegen“ und zählte zu den ersten im Markt mit einem eigenen Marktplatz. „Wir sind als Systemhaus gestartet und sind heute eine Service & Software Company“, sagt Weimann.

Auf die Cloud folgt KI und auch hier gilt laut dem Systemhausgründer „die Schnellen fressen die Langsamen“. Der Mittelstand sei hier oft deutlich agiler unterwegs als große Konzerne.

Microsoft und der KI-Boom

Als „Partner of the Year“ von Microsoft Deutschland in der Kategorie „Accelerate Innovation“, steht der KI-Hype bei Abtis vor allem in einem Zusammenspiel mit dem IT-Konzern aus Redmond. „Die Integration von KI in die typischen Microsoft-­Produkte wird die Art und Weise wie wir arbeiten stark verändern und in vielen ­Bereichen unser Arbeitsleben zum Besseren verändern“, sagt Weimann. Insbesondere im ­Mittelstand böten sich hier enorme ­Potentiale. Aktuell organisiert das IT-Unternehmen zum Thema einige Events an und berät Kunden über kommende Einsatzmöglichkeiten von ­ChatGPT und Co.

Im MCPP nichts anbrennen lassen

IM MCPP, dem Microsoft Cloud Partner Program, hat Abtis nichts anbrennen lassen. Das Programm sieht sechs Spezialisierungen vor, die in Microsoft-Sprech „Designations“ heißen: 1) Modern Work, 2) Security, 3) Business Applications und die drei Segmente aus dem Azure-Umfeld 4) Core (also Infrastruktur), 5) Data & AI und 6) App Innovation, also Anwendungsmodernisierung.

Der Dienstleister hat sie alle außer der „Business Applications“-Designation, an der gerade gearbeitet wird. Aufbauend auf den Microsoft-Produkten hat das Unternehmen eigene Services im Angebot. Ein Beispiel ist ein Modern-Secure-Workplace, der das Modern-Work-Portfolio von Microsoft um Security-Aspekte ergänzt, bis hin zu einem optionalen „24/7 Security Operation Center für den Mittelstand“.

Die Preiserhöhungs-Kontroverse

Thorsten Weimann, Geschäftsführer, Abtis(Bild:  abtis)
Thorsten Weimann, Geschäftsführer, Abtis
(Bild: abtis)

Fragt man Weimann nach seiner Meinung in der Preiserhöhungs-Kontroverse, gibt er sich loyal. Laut Microsoft ­stehe dahinter lediglich eine Anpassung an die Währungsdifferenz Euro-­Dollar. „Die aktuellen Wechselkursschwankungen liegen außerhalb des Einflusses von Microsoft“, postuliert­auch Weimann. „Wir behalten die Preise unserer Managed Services bis Jahresende 2023 bei und schützen unsere Kunden ­damit vor ungeplanten kurzfristigen Änderungen“. Hintergrund des Preisdisputs sind ­Beschwerden aus dem Channel über die Preiserhöhungen von Microsoft im Cloud-Bereich.

Eine Frage der Partnerschaften

Ähnlich eng wie an Microsoft hat sich Abtis auch an Dell gebunden und ist dort nach 20 Jahren Zusammenarbeit inzwischen Platinum Partner. Auch zwischen Abtis und Barracuda passt kein Blatt Papier. Und mit Semperis arbeite man im Rahmen einer Partnerschaft in Sachen Sicherung von Active Directory und Identitäten zusammen. Gemeinsam mit Deep Instinct wird Deep-Learning in Cybersicherheitsprojekte eingebracht.

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