Definition: cloud-basierte Lösung zur Endpunktverwaltung Was ist Microsoft Intune?

Von zeroshope 3 min Lesedauer

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Microsoft Intune ist eine in der Cloud angesiedelte Lösung, um Remote-Geräte zeitgleich mit Computern verwalten zu können, die sich in den eigenen Räumlichkeiten befinden. Dies bietet viele Vorteile, hat allerdings auch Schattenseiten.

App- und Geräteverwaltung: Mit Microsoft Intune lässt sich der Benutzerzugriff auf Organisationsressourcen - inklusive mobiler Geräte, Desktopcomputer und virtueller Endpunkte - verwalten.(Bild:  frei lizenziert © Gerd Altmann /  Pixabay)
App- und Geräteverwaltung: Mit Microsoft Intune lässt sich der Benutzerzugriff auf Organisationsressourcen - inklusive mobiler Geräte, Desktopcomputer und virtueller Endpunkte - verwalten.
(Bild: frei lizenziert © Gerd Altmann / Pixabay)

In unserer Zeit verlassen unternehmenssensible Daten fortwährend die zugehörige Organisation. Als einfaches Beispiel: E-Mails werden auf privaten Smartphones abgerufen. Es ist außerdem üblich, dass Dokumente auf privaten Rechnern erstellt und bearbeitet werden. Nötig ist deshalb eine Lösung zur Endpunktverwaltung, die über das Internet arbeitet, um diese Geräte zu erfassen.

Microsoft Intune bietet genau diese Möglichkeit. Zusätzlich dient sie auch dazu, hybride Geräte und Computer zu managen, die physisch im Unternehmensnetzwerk verbleiben. Der Name ist ein Wortspiel mit dem englischen Verb „tune in“, was „einschalten“ bedeutet.

Die zwei Kernfunktionen von Microsoft Intune

Microsoft selbst bezeichnet Intune als Befehlszentrale für die Endpunktverwaltung.(Bild:  Screenshot Microsoft)
Microsoft selbst bezeichnet Intune als Befehlszentrale für die Endpunktverwaltung.
(Bild: Screenshot Microsoft)

Microsoft Intune hat zwei zentrale Aufgaben:

  • 1. Die Verwaltung mobiler Endgeräte („Mobile Device Management“): Hierbei handelt es sich um die Registrierung und Verwaltung zugelassener Geräte.
  • 2. Das Management von Apps („Mobile Application Management“): Die installierten Anwendungen auf den Endgeräten lassen sich ebenfalls mittels Microsoft Intune verwalten. Möglich ist es beispielsweise, den Apps sicherheitsrelevante Vorgaben zu machen, um den eigenen Compliance-Richtlinien zu genügen.

Die Lösung funktioniert dabei nicht nur mit Microsoft-Betriebssystemen. Ebenfalls unterstützt werden die Apple-Betriebssysteme MacOS, iOS sowie iPadOS und das von Google entwickelte Android. Um dies zu ermöglichen, installiert Microsoft Intune kein neues Betriebssystem auf dem jeweiligen Gerät, sondern nutzt das bereits vorhandene. Es passt dieses an die eigenen Anforderungen an. Dadurch funktioniert der Einbindungsprozess zugleich deutlich schneller, da in der heutigen Zeit Computer, Tablets und Smartphones ohnehin mit einem OS ausgeliefert werden.

Diese Vorteile bietet Microsoft Intune

  • Volle Zugangskontrolle: Es lassen sich nicht nur für Geräte und Apps Rollen mit Zugangsberechtigungen festlegen, sondern auch für Benutzer.
  • Mobile Features: Beispielsweise lassen sich die persönlichen und die Daten des Unternehmens auf dem Gerät über Intune schnell und einfach voneinander trennen.
  • Flexibilität: Unterschiedliche Konfigurationen für mobile Endgeräte werden unterstützt. Hierzu zählen beispielsweise (Bring Your Own Device), CYOD (Choose Your Own Device) und COBO (Corporately Owned, Business Only).
  • Zero-Touch-Bereitstellung durch die Cloud-Verwaltung: Geräte können auf diese Weise z. B. sofort an neue Mitarbeiter ausgegeben werden.

Diese Nachteile sind in der Arbeit mit Microsoft Intune zu berücksichtigen

  • Single-Tenant-Konzept: Dies bedeutet, dass ein Gerät nur über ein Intune-Konto gemanagt werden kann. Es ist (bislang) nicht möglich, mehrere Devices über einen entsprechenden Account zu verwalten.
  • Remote ist noch nicht komplett ausgereift: Die Unterstützung für Remote-Funktionen ist in Intune zwar gut, aber noch nicht vollständig ausgereift. Die Suche nach Fehlern kann beispielsweise langwieriger und komplizierter sein als es nötig wäre.
  • Komplexe Bedienung: Das Herzstück von Microsoft Intune ist der System Center Configurations Manager. Dieser verlangt eine umfangreiche Einarbeitung. Sinnvoll kann sogar eine professionelle Schulung sein.
  • Preise: Microsoft Intune ist nicht nur vergleichbar kostspielig. Die Preisgestaltung über die unterschiedlichen Abonnements ist außerdem kompliziert. Einige Funktionen benötigen eine zusätzliche Lizenz, was sich intransparent und chaotisch anfühlen kann. Vorherige Nutzer empfehlen in ihren Reviews immer wieder mit Nachdruck, einen Experten für Microsoft-Lizensierungen für die Einführung der Lösung hinzuziehen.

Fazit: Microsoft Intune kann sich lohnen, bedeutet aber größeren Aufwand

Unter dem Strich gilt: Durch die Stärken von Microsoft Intune lohnt sich diese Lösung für die Endpunktverwaltung für eine Vielzahl von Firmen jeder Größe. Sie vereinfacht die tägliche Arbeit erheblich. Allerdings ist der Weg hierhin steinig und mit einem größeren Aufwand verbunden als viele Nutzer vorher annehmen. Eine Einführung in Eigenregie ist deshalb in vielen Fällen nicht die beste Entscheidung. Professionelle Unterstützung macht deshalb häufig Sinn.

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