YouGov-Studie „App in die Tonne“

Warum User ihre Smartphone-Apps deinstallieren

| Redakteur: Stephan Augsten

User müssen eine App schon dringend benötigen oder besonders überzeugt von ihr sein, damit sie auf Dauer auf dem Smartphone bleibt.
User müssen eine App schon dringend benötigen oder besonders überzeugt von ihr sein, damit sie auf Dauer auf dem Smartphone bleibt. (Bild: LoboStudioHamburg - Pixabay.com / CC0)

Ob störende Werbung, zu hoher Speicherbedarf oder einfach nur Desinteresse: Die Gründe für das Deinstallieren einer App können vielfältig sein. YouGov hat in einer Umfrage die wichtigsten Daten zu App-Nutzung und -Installationen in Erfahrung gebracht.

Neun von zehn Smartphone-Nutzer haben schon einmal eine App gelöscht, wie YouGov im Rahmen der Umfrage „App in die Tonne“ herausgefunden hat. Das internationale Marktforschungs- und Beratungsinstitut fragte dann auch gleich nach den Gründen für die Deinstallation.

Der am häufigsten genannte Grund war demnach allgemein „Enttäuschung bzw. Desinteresse“ (59 Prozent), gut die Hälfte der Befragten hatte schlichtweg keine Verwendung mehr für die betroffenen Apps. In 42 Prozent der Fälle war der Speicherplatzbedarf zu groß, 38 Prozent der Teilnehmer störten sich an übermäßiger Werbung. Auch der Fall, dass eine bessere App gefunden wurde, findet sich mit 35 Prozent in den Antworten.

Besonders anspruchsvoll bzw. kritisch sind laut YouGov die Nutzer kostenpflichtiger Apps. Hingegen sind Nutzer mit mehr als 16 installierten Apps – YouGov deklariert diese als Heavy User – kritisch, wenn es um den „Störfaktor Werbung“ geht.

Ob der App-Anbieter eine Rückmeldung erhält, hängt maßgeblich vom Alter der Nutzer ab: Millennials geben dem Anbieter bei Nichtgefallen seltener Feedback (48 Prozent) als Non-Millenials (59 Prozent). Richtet sich die App an jüngere Nutzer, sollten Unternehmen lau YouGov entsprechende Anreize für Feedback geben – sei es durch kostenlose Upgrades oder Boni, beispielsweise in Form von Spielbelohnungen.

Wenn es um die Anzahl der installierten Apps geht, so hat etwa ein Drittel (32 Prozent) mehr als 20 Apps auf dem Smartphone installiert. Doch all diese Apps werden bei weitem nicht regelmäßig genutzt – die meisten Smartphone-Besitzer nutzen zwischen einer und zwölf Apps mindestens einmal pro Monat.

Für die Studie wurde auf die 100.000 Datenpunkte umfassende YouGov-Datenbank zugegriffen, für die im Jahresverlauf 70.000 Deutsche kontinuierlich repräsentativ befragt werden. Die intelligente Vernetzung der Daten ermöglicht eine besonders detaillierte Analyse des Konsumentenverhaltens. Kombiniert wurde die Analyse mit einer zusätzlichen bevölkerungsrepräsentativen Befragung von 2.000 Smartphone-Besitzern (18+), die vom 13.08. bis 31.08.2017 durchgeführt wurde.

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