Virtualisierung nach der Broadcom-Übernahme VMware oder Proxmox? Warum viele Unternehmen jetzt umdenken

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Der Kauf von VMware durch Broadcom hat die Virtualisierungswelt erschüttert. Höhere Lizenzkosten und undurchsichtige Modelle treiben IT-Verantwortliche in die Suche nach Alternativen. Proxmox rückt dabei stärker in den Fokus. Jerome Evans, Geschäftsführer der Firstcolo GmbH, erklärt, warum.

Jerome Evans, Geschäftsführer der Firstcolo GmbH, erklärt wie die Open-Source-Lösung Proxmox durch die steigenden Lizenzkosten von VMware für viele Unternehmen zu einer attraktiven Alternative wurde.(Bild:  Jan Burau Fotografie)
Jerome Evans, Geschäftsführer der Firstcolo GmbH, erklärt wie die Open-Source-Lösung Proxmox durch die steigenden Lizenzkosten von VMware für viele Unternehmen zu einer attraktiven Alternative wurde.
(Bild: Jan Burau Fotografie)

Ende 2023 löste der Kauf von VMware durch Broadcom ein Beben aus: Die Übernahme war eine der größten in der IT-Welt und veränderte die Virtualisierungslandschaft grundlegend. Jahrelang war VMware unangefochten die Lösung der Wahl für professionelle Virtualisierung. Seit der Übernahme durch den Global Player Broadcom sorgen neue Lizenzmodelle, gestiegene Kosten und ein Mangel an strategischer Transparenz für Verunsicherung, insbesondere bei Mittelständlern, Managed-Service-Providern und Unternehmen mit stabilen VMware-Setups. Viele IT-Verantwortliche suchen seitdem nach einer verlässlichen und kosteneffizienten Alternative. In diesem Kontext rückt Proxmox VE, eine Open-Source-Lösung mit breiter Community-Unterstützung, zunehmend in den Fokus.

Transparenz und Kontrolle

Proxmox VE kombiniert die Virtualisierung klassischer Maschinen mittels KVM mit der Möglichkeit, Container via LXC zu betreiben – alles zentral verwaltet über eine intuitive Weboberfläche. Die Plattform unterstützt Cluster-Setups, Hochverfügbarkeit, Live-Migration, Backup-Mechanismen und bietet native Integration moderner Speichertechnologien wie ZFS oder Ceph. Unternehmen profitieren damit nicht nur von Funktionsvielfalt, sondern vor allem von vollständiger Transparenz und Kontrolle, frei von proprietären Lizenzmodellen.

Im direkten Vergleich offenbart sich ein entscheidender Unterschied: Während VMware seit der Broadcom-Übernahme konsequent auf kostenintensive Abonnement-Modelle mit eingeschränkter Flexibilität setzt, bietet Proxmox ein flexibles Nutzungsmodell ohne Lizenzkosten pro Core oder CPU. Kommerzielle Subskriptionen mit Enterprise-Repositories und Support sind optional: Die vollständige Funktionalität bleibt in jedem Fall erhalten. Diese Offenheit macht Proxmox nicht nur für Open-Source-Enthusiasten interessant, sondern etabliert die Plattform zunehmend als professionelle Lösung im Unternehmensumfeld.

Strategische Neupositionierung

Ebenso kann der Migrationspfad von VMware zu Proxmox strukturiert und risikoarm gestaltet werden. Unternehmen beginnen typischerweise mit einer Testumgebung, die es erlaubt, erste Erfahrungen mit der Oberfläche und dem Setup zu sammeln. Anschließend lässt sich eine parallele Umgebung aufbauen, in der es neue Projekte oder nicht-kritische Systeme zu migrieren gilt. Dank integrierter Tools – etwa dem VM-Importer ab Version 8.2 – lassen sich virtuelle Maschinen effizient übernehmen. Erst im letzten Schritt erfolgt der Rückbau der VMware-Landschaft, sobald sich Proxmox im Betrieb bewährt hat.

Als entscheidend für den Erfolg einer solchen Migration erweist sich allerdings die Begleitung durch einen erfahrenen Partner. Denn der Wechsel zu Proxmox stellt mehr als nur eine technische Entscheidung dar – er dient vielmehr als eine strategische Neupositionierung: weg von unvorhersehbaren Lizenz- und Abhängigkeitsrisiken, hin zu einer offenen, zukunftssicheren Virtualisierungsplattform. Unternehmen, die sich rechtzeitig mit dieser Alternative beschäftigen, sichern sich langfristige Planbarkeit, Kostenkontrolle und technologische Unabhängigkeit.

Der Autor Jerome Evans ist Geschäftsführer der Firstcolo GmbH.

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