Hohe Erwartungen an KI-Sicherheit Skepsis bleibt: Deutsche mit geringer Cloud-Speicher-Nutzung

Von Elke Witmer-Goßner 2 min Lesedauer

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Eine repräsentative Studie von Strato zeigt deutliche Unterschiede bei der Nutzung von Cloud-Speichern in Deutschland, den Niederlanden und Schweden. Während Cloud-Dienste in den beiden Vergleichsländern längst zum digitalen Alltag gehören, bleibt Deutschland zurückhaltender.

Deutsche zeigen ein konservativeres Speicherverhalten und greifen lieber auf externe Datenträger wie Festplatten zurück, statt die Cloud zu nutzen.(Bild: ©  Maksym Yemelyanov - stock.adobe.com)
Deutsche zeigen ein konservativeres Speicherverhalten und greifen lieber auf externe Datenträger wie Festplatten zurück, statt die Cloud zu nutzen.
(Bild: © Maksym Yemelyanov - stock.adobe.com)

Laut der von Forsa durchgeführten Umfrage nutzen in den Niederlanden und Schweden jeweils rund 80 Prozent der Befragten Cloud-Speicher, in Deutschland liegt der Anteil mit 66 Prozent deutlich darunter. Parallel dazu greifen deutsche Nutzer häufiger auf externe Datenträger wie Festplatten zurück und speichern Daten öfter lokal auf ihren Geräten.

Dieses vorsichtigere Nutzungsverhalten geht mit einem geringeren subjektiven Sicherheitsgefühl einher: Beim privaten Surfen im Internet fühlen sich in Deutschland weniger Menschen sicher als in den beiden Vergleichsländern.

Datenschutz und europäische Serverstandorte bleiben zentral

Beim Vertrauen in Cloud-Angebote zeigt sich über alle Länder hinweg ein ähnliches Bild. Ein Großteil der Cloud-Nutzenden äußert datenschutzrechtliche Bedenken gegenüber Diensten mit Serverstandorten außerhalb Europas. Besonders ausgeprägt ist in Deutschland der Wunsch nach europäischen Rechenzentren und der Einhaltung der DSGVO.

Auch bei der Zahlungsbereitschaft für europäische Cloud-Angebote liegen Deutschland, die Niederlande und Schweden nah beieinander. In Deutschland und den Niederlanden geben jeweils rund zwei Drittel der Nutzenden (65 bzw. 66 %) an, dass ihnen ein europäischer Serverstandort wichtiger sei als ein niedrigerer Preis eines außereuropäischen Angebots, in Schweden liegt dieser Anteil bei 61 Prozent.

Hohe Erwartungen an KI-gestützte Sicherheitsfunktionen

Trotz der insgesamt zurückhaltenden Cloud-Nutzung hebt sich Deutschland bei den Erwartungen an künstliche Intelligenz (KI) deutlich ab. Ein großer Teil der deutschen Befragten wünscht sich automatische Warnungen bei verdächtigen Zugriffen sowie intelligente Suchfunktionen innerhalb gespeicherter Inhalte. Diese Nachfrage nach KI-gestützter Unterstützung fällt in den Niederlanden und Schweden deutlich geringer aus.

Damit steht diese KI-Affinität im Kontrast zu anderen Nutzungsaspekten und verdeutlicht, dass sich die Erwartungen an moderne Cloud-Dienste deutlich auseinander entwickeln.

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Vorsichtig, sicherheitsorientiert und KI-affin

Die Studienergebnisse zeichnen ein ambivalentes Bild: Kein anderes der untersuchten Länder zeigt eine vergleichbar ausgeprägte Skepsis gegenüber Cloud-Diensten außerhalb Europas und hält gleichzeitig so stark an physischen Speichermedien fest wie Deutschland.

Zugleich ist hierzulande die Erwartung an KI-basierte Sicherheitsfunktionen besonders hoch. Während Cloud-Nutzung und digitales Sicherheitsgefühl in den Niederlanden und Schweden bereits weiter verbreitet sind, bleibt Deutschland vorsichtig, formuliert aber klare Anforderungen an Datenschutz und intelligente Sicherheitsmechanismen.

Methodik: Die Online-Befragung wurde im August 2025 unter rund 1.000 Personen im Alter von 18 bis 75 Jahren in Deutschland, den Niederlanden und Schweden durchgeführt. Die Ergebnisse sind repräsentativ und weisen eine statistische Fehlertoleranz von plus/minus drei Prozentpunkten auf.

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