Vertrauen nach der US-Wahl stark gesunken Tech-Unternehmen fordern mehr Unabhängigkeit von den USA

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Deutschlands Digitalwirtschaft blickt mit Sorge auf die USA: Fast 80 Prozent der Tech-Unternehmen sehen das Vertrauen in die Vereinigten Staaten durch den Sieg Donald Trumps bei der Präsidentschaftswahl geschwächt oder gar zerstört. Ein Schaden für die deutsche Wirtschaft nach dem Trump-Sieg sei wahrscheinlich.

Die aktuelle Bitkom-Umfrage sieht das Vertrauen der Digitalbranche in die USA nach der Wahl erheblich geschwächt; viele befürchten durch den Trump-Sieg einen großen Schaden für die deutsche Wirtschaft.(Bild:  Grispb - stock.adobe.com)
Die aktuelle Bitkom-Umfrage sieht das Vertrauen der Digitalbranche in die USA nach der Wahl erheblich geschwächt; viele befürchten durch den Trump-Sieg einen großen Schaden für die deutsche Wirtschaft.
(Bild: Grispb - stock.adobe.com)

Die nicht-repräsentative Online-Umfrage des Bitkom in KW 46 2024, an der 329 Unternehmen vorwiegend aus der Digitalwirtschaft teilgenommen haben, zeigt deutlich, wie sehr sich hiesige Unternehmen um die zukünftige Entwicklung des Standorts Deutschland sorgen (73 %). 78 Prozent gehen davon aus, dass der Wahlsieg Donald Trumps der deutschen Wirtschaft schaden werde.

6 von 10 der befragten Tech-Unternehmen gehen außerdem davon aus, dass sich die politischen Entwicklungen in den USA konkret auf ihr Unternehmen bzw. ihr Geschäft auswirken könnten: 24 Prozent erwarten positive Auswirkungen, 36 Prozent dagegen negative Auswirkungen.

Deutliche Mehrheit für mehr digitale Souveränität

Eine weit überwiegende Mehrheit von 92 Prozent fordert, Deutschland müsse sich nun unabhängiger von den USA machen. 96 Prozent meinen, dass künftig mehr für die digitale Souveränität Deutschlands getan werden muss. „Deutschland muss sich stärker, resilienter und chancenorientierter aufstellen. Dafür müssen wir technologisch und wirtschaftlich unabhängiger werden. Unsere digitale Souveränität ist ausschlaggebend dafür, ob wir auf internationaler Ebene künftig noch als starker Player wahrgenommen werden und handlungsfähig sind“, kommentiert Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst.

86 Prozent der an der befragten Digitalunternehmen fordern in diesem Zusammenhang mehr europäische Hyperscaler, also große, leistungsfähige Cloud-Anbieter. Aktuell liegen Deutschland und Europa bei der Leistung von Rechenzentren deutlich hinter den USA und auch China zurück, wie eine weitere, aktuelle Bitkom-Studie zeigt. Demnach würden in den USA jedes Jahr zwei- bis dreimal so viele Rechenzentrumskapazitäten neu zugebaut, wie in Deutschland überhaupt installiert seien. Die Einschätzung der Mehrheit (80 %), Deutschland und Europa liefen Gefahr, von den USA technologisch weiter abgehängt zu werden, ist also durchaus realistisch.

Lediglich 16 Prozent der befragten Unternehmen gehen davon aus, dass die USA unter Donald Trump für Deutschland ein verlässlicher Partner sein werden. „Wenn wir technologisch Schritt halten und unsere digitale Souveränität stärken wollen, wird dies nicht ohne eine leistungsfähige und resiliente Infrastruktur gehen“, warnt Wintergerst.

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