Publicis-Sapient-Studie auf Führungsebene Systemmodernisierung scheidet die Geister

Von Barbara Gribl 2 min Lesedauer

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65 Prozent der C-Level bevorzugen Sicherheit und Compliance, während 56 Prozent der VP-Suite auf Datenmanagement und Predictive Analytics setzen. Data Leaders innovieren mit KI, doch in einigen Bereichen gibt es unterschiedliche Meinungen und Prioritäten.

Eine Studie von Publicis Sapient weist eine deutliche Divergenz in den Prioritäten zur Systemmodernisierung von Führungskräften in Unternehmen auf, insbesondere hinsichtlich der Bedeutung von Daten.(Bild:  ipopba - stock.adobe.com)
Eine Studie von Publicis Sapient weist eine deutliche Divergenz in den Prioritäten zur Systemmodernisierung von Führungskräften in Unternehmen auf, insbesondere hinsichtlich der Bedeutung von Daten.
(Bild: ipopba - stock.adobe.com)

Der neue „System-Modernization-Report“ des Beratungsunternehmens Publicis Sapient offenbart eine deutliche Diskrepanz zwischen den Systemmodernisierungsprioritäten von Unternehmenslenkern, insbesondere in Bezug auf die Rolle von Daten. Die internationale Erhebung vergleicht die unterschiedlichen Perspektiven von Entscheidern auf C-Level und VP-Level. Für die Studie wurden 1.000 Führungskräfte aus 12 Ländern, darunter auch Deutschland, befragt.

Sicherheit und Compliance versus Datenmanagement und Predictive Analytics

Sicherheit und Compliance gehören für 65 Prozent der C-Level-Befragten zu den Top-Prioritäten – Prioritäten bei der Modernisierung ihrer technologischen Altsysteme, was ihren Fokus auf die Sicherung der organisatorischen Resilienz widerspiegelt. Im Gegensatz dazu nannten 56 Prozent der Führungskräfte aus der VP-Suite das Datenmanagement und Predictive Analytics als ihre wichtigsten Prioritäten.

Die VP-Suite scheint sich des Potenzials von Automatisierung, maschinellem Lernen und KI als Wettbewerbsvorteil wesentlich stärker bewusst zu sein, während die C-Suite sich weiterhin auf die allgemeine Geschäftskontinuität konzentriert.

Kluft zwischen Datenführern und Nachzüglern

Die Studie zeigt auch eine wachsende Kluft zwischen Data Leaders (Datenführern) und Data Laggards (Datennachzüglern). Unternehmen mit ausgereiften Kundendatenstrategien konzentrieren sich stärker auf die Entwicklung neuer Technologien wie KI und maschinelles Lernen, um sich zu differenzieren und ein besseres Kundenerlebnis zu schaffen. Organisationen mit weniger ausgereiften Strategien haben oft Schwierigkeiten, diese Wachstumstechnologien zu übernehmen, da sie gerade erst versuchen, grundlegende Datenmanagement-Tools zu implementieren.

Erfahrene Unternehmen wissen, woher ihre Daten kommen, wofür sie verwendet werden und welchen Wert sie haben. Und sie sind in der Lage, sie nach neuen Geschäftsmöglichkeiten zu durchforsten.

Sudharsan Rangarajan , Global Vice President, Engineering

Innovation versus Basisarbeit

Data Leaders treiben Innovationen voran, indem sie sich auf fortschrittliche Datenmanagement-Strategien, Predictive Analytics und neue Technologien konzentrieren. Diese Ansätze ermöglichen es ihnen, Wettbewerbsvorteile zu erzielen, das Kundenerlebnis zu verbessern und Prozesse zu optimieren.

Data Laggards hingegen konzentrieren sich auf die Stärkung ihrer grundlegenden Infrastruktur, Verbesserungen wie die Aufrüstung von Altsystemen sowie die Einhaltung von Sicherheits- und Compliance-Standards. Diese Schritte sind entscheidend, um betriebliche Stabilität zu erreichen und Risiken zu minimieren, und die Basis für zukünftige Wachstumsinitiativen zu schaffen.

Finanzielle Herausforderungen

Einer der größten Hürden bei der Systemmodernisierung sind die Kosten. Nur 28 Prozent der Unternehmen bleiben im Budget, und 36 Prozent berichten von Schwierigkeiten bei der Integration von Cloud-Lösungen.

„Unsere Studie zeigt, dass die Systemmodernisierung für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen mehr als entscheidend ist“, sagt Aishwarya Singhal, Engineering Lead DACH bei Publicis Sapient, abschließend. „KI birgt enormes Potenzial, um den nahtlosen Wechsel von veralteten Systemen zu modernen, skalierbaren Architekturen zu gewährleisten. Ein KI-gestützter Ansatz beschleunigt die Code-Migration, verbessert die Dokumentation und automatisiert Testprozesse.“ Diese Strategie ermögliche nicht nur schnelle und zuverlässige Übergänge, sondern stattet Unternehmen mit flexiblen Systemen aus, die Innovation und Wachstum fördern.

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