Durch die Einführung einer einzigen, verlässlichen Datenquelle (auch: Single Source of Truth oder SSOT) können alle Daten eines Unternehmens für die Cloud-Migration zentralisiert werden. Doch was genau ist eine SSOT und wie nutzt man sie effektiv?
Der zentrale Zugriff auf Informationen wird auf lange Sicht dazu beitragen, dass die Cloud-Migration erfolgreicher verläuft.
(Bild: peopleimages.com - stock.adobe.com)
Eine Single Source of Truth (SSOT) fasst Daten an einem Ort zusammen, auf die während einer Cloud-Migration Bezug genommen werden kann. Da ein Team bei Bedarf auf die SSOT zurückgreifen kann, dient sie als Orientierungshilfe für die Migration und die Beantwortung von Fragen während des Migrations-Prozesses. Das vermeidet eine Dopplung von Daten und verhindert die Unübersichtlichkeit, die durch zusätzliche Datensysteme entsteht.
Die SSOT ist eine einzige, verbindliche Datenquelle und vereinfacht die Abstimmung innerhalb des Cloud-Migrationsteams. Die Daten werden an einer einzigen Stelle bearbeitet und alle anderen IT-Anwendungen beziehen sich auf die SSOT. In der Praxis bedeutet das: Berichtsaufgaben werden automatisiert, wichtige Informationen visualisiert und sichergestellt, so dass alle Informationen effektiv von einer einzigen Quelle aus kommuniziert werden.
SSOTs sind dementsprechend ein effizienter Weg für die Mitarbeitenden, über die Cloud-Migration zu kommunizieren, ohne dass Berichterstattungs-, Compliance- und Kommunikationsaufgaben zu zeitaufwändig werden.
Warum SSOT so wichtig ist
Die Cloud-Migration ist komplex und bietet viele Möglichkeiten für Missverständnisse oder Fehlkommunikation, die das Projekt zum Scheitern bringen können. Durch die Schaffung und Pflege einer verlässlichen Datenquelle können Kommunikationsprobleme und Fehler im Zusammenhang mit dem falschen Umgang mit Daten während Ihrer Migration proaktiv verhindert werden.
Ein SSOT kann z. B. Berichte über die Migrationsleistung, den Datenbestand, Risikoprofile und andere Informationen über Ihre Migration zusammenstellen. Die Daten sind nicht mehr auf bestimmte Personen, Systeme, Teams oder Plattformen beschränkt, sondern stehen zentral zur Verfügung und werden kommuniziert.
Vorteile einer einzigen, verlässlichen Datenquelle
Für Unternehmen stellt die Cloud-Migration einen grundlegenden technologischen Wandel dar. Die Möglichkeit, sich auf zentralisierte Informationen zu beziehen, reduziert menschliche Fehler und kann die Einhaltung von Vorschriften, die Datenverwaltung, die Berichterstattung und die Referenzierung vereinfachen.
Ein SSOT informiert jeden über den aktuellen Stand der Cloud-Migration und verbessert die Transparenz in einem für ein Unternehmen potenziell schwierigen Prozess. Niemand bleibt im Unklaren darüber, wie die Migration verläuft – jeder kann schnell auf Echtzeitinformationen zugreifen und Änderungen an den Daten beobachten. Und auch wenn verschiedene Abteilungen und Teams unterschiedliche Ziele verfolgen, hilft der Überblick über die Ziele und Fortschritte der Teams bei der allgemeinen Abstimmung.
Es kann eine Herausforderung sein, allen Beteiligten die Gründe für jede Entscheidung zu erläutern. Single-Source-Systeme fördern den Konsens und vermitteln, wie der Konsens zustande gekommen ist – jedes Teammitglied kann eine Entscheidung auf die zugrundeliegenden Daten zurückverfolgen. Zudem ist es für die Einarbeitung eines neuen Teammitglieds einfacher, wenn jeder in der Lage ist, Entscheidungen zurückzuverfolgen, eventuelle Fragen eigenständig zu klären und neue Mitarbeitende nicht mit isolierten Daten konfrontiert werden. Für Teammitglieder, die sich fragen, ob ihre Beiträge einen Unterschied machen, kann es hilfreich sein, den Fortschritt der Cloud-Migration zu visualisieren. Das fördert Engagement und Akzeptanz.
Auswirkungen auf IT-Abteilung und Stakeholder
Wenn die Stakeholder des Projekts und die gesamte IT-Abteilung stets auf dem Laufenden sind, kann wertvolle Zeit gespart werden. Beispielsweise kann bei offenen Fragestellungen die Zustimmung der Gruppe zu bestimmten Anforderungen effizienter gewonnen werden, wenn jeder von ihnen bereits im Bilde ist. So können Änderungen direkt mit jedem Schritt kommuniziert und Zeit gespart werden, die sonst für Meetings verwendet werden würde.
Auf lange Sicht kann eine effektive Kommunikation mit den Stakeholdern dazu beitragen, dass die Cloud-Migration erfolgreicher verläuft. Stakeholder, die das Projekt verstehen und mit den gemeinsamen Zielen einverstanden sind, sind oft eher bereit, für das Projekt einzutreten, wenn Änderungen auftreten oder etwas schief geht. Jede Cloud-Migration muss von Stakeholdern getragen werden, die in der Lage sind, das Projekt zu unterstützen und im Anschluss darauf aufzubauen.
Stand: 08.12.2025
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Eine verlässliche Single Source of Truth erhalten
Bevor mit der Erstellung einer SSOT für die Cloud-Migration begonnen wird, sollten sich die zuständigen Teams überlegen, wie die SSOT verwendet werden und wer auf sie zugreifen soll. Der Zweck der SSOT ist ausschlaggebend dafür, wie sie gestaltet wird und welche Informationen sie enthält. Im Falle einer Cloud-Migration vermittelt das SSOT zentrale Benchmarks und Statusinformationen und wird helfen, ein erfolgreicheres System zu schaffen.
Bei dem Beginn der gemeinsamen Nutzung der SSOT durch die Teams sollte unbedingt die Duplizierung der Daten auf einzelnen Computern, SaaS-Konten, Notebooks oder anderen Silos vermieden werden. Diese Methoden verschließen Daten vor dem Zugriff durch andere Stakeholder und untergraben die SSOT-Strategie. Das Engagement für das SSOT ist eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg des Gesamtprojekts und die Migration selbst.
Wichtige Schritte, die Unternehmen bei der Planung und Umsetzung einer SSOT helfen:
Allen Zugang gewähren: Alle Beteiligten am Migrationsprojekt, die Ideen einbringen, Entscheidungen treffen, den Cloud-Dienst oder die Anwendung nutzen oder anderweitig eng mit dem Projekt verbunden sind, sollten in irgendeiner Form Zugang zu den Single-Source-Daten des Projekts haben.
Echtzeitdaten verwenden: Wenn die Single-Source-Daten veraltet sind oder nicht auf einer Echtzeit-Cloud basieren, kann das SSOT irrelevant werden. Die Stakeholder könnten beschließen, dass sie sich nicht mehr darauf verlassen können, und sogar damit beginnen, ihre eigenen unabhängigen Datenquellen zu führen – ein Worst-Case-Szenario, das den Teamzusammenhalt beeinträchtigen könnte.
Für verständliche Visualisierungen sorgen: Es muss sichergestellt sein, dass das Team in der Lage ist, die SSOT sinnvoll zu nutzen und die Daten zu verstehen. Schwierige Informationen sollten wo immer möglich vereinfacht und erklärt werden. Selbst die erfahrensten Technologen profitieren oft von klar dargestellten visuellen Informationen.
Daten einen Kontext geben: Gegebenenfalls kann die Darstellung des vollständigen Hintergrundes der Daten den zuständigen Teams helfen und zeigen, wie sich bestimmte Informationen und ihr Kontext auf die Arbeit während der Cloud-Migration auswirken. Dies hängt beispielsweise von den einzelnen Arbeitsrollen und dem technischen Wissen ab. Möglicherweise müssen für verschiedene Abteilungen oder Personen unterschiedliche Zusammenhänge dargestellt werden. Trotzdem sollten aber alle Personen Zugang zu denselben Informationen haben.
Wenn das gesamte Unternehmen in die Lage versetzt wird, die richtigen Entscheidungen zu treffen und die Cloud-Migration durchgängig zu verstehen, wird jedes Team in der Lage sein, eigenständiger und effektiver zusammenzuarbeiten. Nur so können Mitarbeitende ermutigt werden, tiefer in die Daten einzutauchen, schneller Konsens geschaffen und alle Stakeholder gleichermaßen in den Prozess eingebunden werden.
Über den Autor * Roderick de Greef leitet derzeit als Vice President of Sales EMEA den Vertrieb und das operative Geschäft in der EMEA-Zentrale von Lucid in Amsterdam. Seit fast 20 Jahren steigert er kontinuierlich den Umsatz und die Rentabilität einer Vielzahl von Unternehmen. Seine Spezialität ist die Expansion in neue Märkte und der schnelle Aufbau von Vertriebskanälen mit innovativen Techniken.